Bahnprivatisierung ad acta legen

Mit Mehdorns Abgang muss jetzt auch der Börsengang und die Privatisierung ad acta gelegt werden. Die skandalösen Bespitzelungsaffären und die dabei nur scheibchenweise zugestandenen Fakten waren nur das Tüpfelchen auf dem “i”.
Die Selbstbedienungsmentalität bei den für den Börsengang geplanten Bonuszahlungen, die Ausdünnung der Anbindung für die Fläche, das hartnäckige Leugnen der Probleme beim ICE gegen allen technischen Sachverstand – dies und vieles mehr ist Bestandteil des “Systems Mehdorn“.

„Börsenwahn statt Bürgerbahn“ – das war nach Meinung vieler Kritiker die Quintessenz  des Kurses, der aus einem zentralen Unternehmen öffentlicher Infrastruktur  einen renditeorientierten Global-Player machen sollte, – auf Kosten von Kundinnen und Kunden, Beschäftigten und der Steuerzahler.
Ein ‚Weiter so!’ darf es deshalb nach Mehdorns Ablösung nicht geben. Völlig unverständlich ist deshalb, warum die Bundesregierung und insbesondere Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee jetzt nicht reinen Tisch macht und das Kapitel der Bahn-Privatisierung mit dem Rücktritt Mehdorns zu den Akten legt. Die Privatisierung der Bahn wird schließlich von einer breiten Bevölkerungsmehrheit abgelehnt.

Mehr Hintergründe zum Thema finden sich u.a. auf der Seite unseres Bündnisses Bahn für Alle.

 

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Eine Antwort

  1. Mehdorns Nachfolger heißt Rüdiger Grube. Und wenn man weiß, aus welchem Loch, Verzeihung, aus welcher Grube der gute Rüdiger gekrochen kommt, dann kann man nur sagen: weiter als wär nichts geschehen. Von EADS und Daimler direkt zur Bahn. So kann man die (potentiell) ökologische Konkurrenz auch ausschalten. Der militärisch-industrielle-Komplex expandiert – Zeit, dass sich da über die (erfolgreichen) Anti-Privatisierungsaktionen hinaus was regt.

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