Castor in Sachsen – Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigt weitere Proteste an

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zeigte sich nach der Großdemonstration in Berlin zufrieden und kündigt weitere Proteste für den Herbst an.

Im Ergebnis waren weit über 200 Leipziger dem Aufruf des Bündnisses gefolgt. Von jungen Menschen, bis zu Eltern mit ihren Kindern und Senioren waren alle Teile der Gesellschaft vertreten. Mit zwei Bussen und über 20 Wochenendtickets fuhren die Leipziger Teilnehmer zur Demonstration nach Berlin.
„Wir sind über den regen Zulauf, der all unsere Erwartungen übertroffen hat, sehr erfreut“, teilte Jürgen Kasek, vom Koordinationskreis des Bündnisses mit. Die breite Beteiligung der Leipziger mache deutlich, dass auch in unserer Stadt das Thema Atomkraft sehr ernst genommen wird. Diese Kraft wolle man für weitere Aktionen und Proteste nutzen.

„Das Problem Atomkraft wird uns auch in Leipzig und Sachsen weiter beschäftigten“, so Mike Nagler von Attac. „Sachsen muss in den nächsten Jahren über 35 Millionen Euro zahlen um 951 Atombrennstäbe aus der Anlage Rossendorf abzutransportieren.“ Nach Informationen des Bündnisses sollen die sächsischen Castortransporte noch 2010 beginnen. Dies ist nicht nur hinsichtlich der ungeklärten Endlagerfrage problematisch. Diese 35 Millionen Euro werden im Sozialhaushalt zusammengestrichen um weiter in eine nicht zukunftsfähige Industrie zu investieren.

Markus Kellermann vom B.U.N.D. kündigte für das Bündnis an, die Proteste auch im Herbst fortzuführen. „Wir hoffen, dass die Bundesregierung das Signal verstanden hat. Gleichzeitig werden wir weiter auf die Risiken und Gefahren dieser unsicheren Technologie hinweisen. Das Bündnis plant daher sich auch an den Protesten gegen die Castor Transporte zu beteiligen. Vorab werde man auch für die am 15.10. in Leipzig geplante Demonstration am Climate Action Day unter dem Motto ein ganz anderes Klima ist möglich mobilisieren.

Alexander John von der Klima-Allianz-Leipzig betonte: “Auch wenn es in Sachsen keine Atomkraftwerke gibt, so geht die Lösung der Energiefrage alle Menschen etwas an. Auch Sachsen wird mit den Kosten am Castor beteiligt. Die Verlängerungspläne für AKW-Laufzeiten drohen die Bedingungen für erneuerbare Energien in Sachsen zu verschlechtern. Das wird auch negative wirtschaftliche Folgen haben.“

Koordinatoren:
Markus Kellermann; Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klimaallianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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