Castor stoppen aber friedlich

Es gibt ja verschiedene Arten und Formen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung zu protestieren: Gestern hat bspw. eine sogenannte “Radikale Anti-Atom-Bewegung Leipzig” angekündigt mit etwas anderen Mitteln den Castor zu stoppen. Ich persönlich vermute ja noch immer eine gezielte Aktion einer radikalen Leipziger CDU Splittergruppe dahinter, deren Mitglieder sich mit den Abstimmungen ihrer Leipziger Mandatsträger im Bundestag nicht abfinden wollen – sich aber nicht getrauen offen Flagge zu zeigen. Kritik ist in der CDU nämlich nicht gern gesehen.

Wir haben übrigens jetzt weitere Busse organisiert für die Fahrt ins Wendland am Samstag. Anmeldungen wie gehabt unter: antiatom-leipzig [at] gmx.de

Jedenfalls hier jetzt die Pressemeldung unseres Leipziger Bündnis gegen Atomkraft dazu:

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig distanziert sich von den im Internet kursierenden Aufrufen den Castor notfalls auch mit Gewalt zu stoppen. Insbesondere der Aufruf einer Gruppierung, die sich “Radikale Anti-Atom-Bewegung Leipzig” nennt und laut Medienberichten angekündigt hat auch mit dem Einsatz von Flex- Trennschleifern den Castor zu sabotieren, stößt auf großes Unverständnis.

Luise Dressler vom Bündnis zeigte sich erschüttert: „Diese Aufrufe sind geeignet die friedlichen und notwendigen Proteste gegen den Castor-Transport insgesamt zu delegitimieren. Wir als Bündnis gegen Atomkraft Leipzig lehnen den Einsatz von Gewalt komplett ab und distanzieren uns in aller Deutlichkeit von solchen Versuchen. Unser Mittel ist der gewaltfreie Widerstand, ist der zivile Ungehorsam.“

Mike Nagler von Attac erklärte dazu: „Auch wir sind traurig und zornig über das Ergebnis der Abstimmungen zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Auch wir fühlen uns verkauft. Dies darf aber kein Grund sein, nunmehr Gewalt anzuwenden. Weder die Anschläge auf Kabelschächte, noch die angekündigten Versuche Gleisanlagen mit Flex- Trennschleifern zu zerstören sind legitime Mittel des Protestes.“

„Unabhängig von diesen Störversuchen Dritter werden wir dennoch weiter für eine atomenergiefreie Zukunft streiten“, erklärte Jürgen Kasek vom BUND. Wir lassen uns dabei weder von irgendwelchen Radikalen, noch von der Polizei einschüchtern. Wir wollen keine Eskalation wie in Stuttgart.“

Alexander John von der Klima-Allianz Leipzig unterstrich die Notwendigkeit für den einen breiten Protest:“ Wir sind zuversichtlich, dass am 6.11. mehrere Zehntausend Menschen  im Wendland ein friedliches Zeichen gegen Atomkraft setzen werden. Der Bundesregierung muss klar werden, dass Sie die Büchse der Pandorra abermals geöffnet hat. Die Bundesregierung ist damit auch für eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft verantwortlich. Wer so handelt, kann sich nicht selbst als Mitte bezeichnen.“

Das Bündnis erklärte zudem, dass sich bislang über 150 Menschen aus Leipzig angemeldet hätten um mit den Bussen am kommenden Sonnabend ins Wendland zu fahren. Dafür habe das Bündnis inzwischen 5 Busse zur Verfügung gestellt, die – finanziert durch die Unterstützer – alle Menschen sicher ins Wendland und wieder zurück bringen werden

Einige Restplätze stünden aber noch zur Verfügung und können unter der Adresse antiatom-leipzig@gmx.de gebucht werden. Treffpunkt sei am 6.11. um 7:00 Uhr an der Ostseite des Hauptbahnhofes.

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