Financial Crimes

Ab heute bringen Aktivistinnen und Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerks Attac bundesweit die Financial Crimes in Umlauf. Die Verteilaktion findet in mehr als 100 Städten statt – dabei werden vorerst rund 120.000 Exemplare verteilt. In Leipzig verteilen wir die Zeitung während des Bankenaktionstages ab 12 Uhr vor der Deutschen Bank am Martin-Luther-Ring 2.

Die Zeitung sieht der bekannten Tageszeitung “Financial Times” auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Doch statt der sonst üblichen tagesaktuellen Berichterstattung finden sich in diesem Blatt geballte Hintergrundberichte über Ursachen und Folgen der Finanzkrise. Die von Großbanken drohenden Gefahren werden ebenso thematisiert wie Alternativen zum unsozialen Kürzungspaket.

Als Autoren konnte Attac viele prominente Schreiberinnen und Schreiber gewinnen. Der Journalist und Buchautor Harald Schumann (“Der globale Countdown”) kommt unter der Titel-Überschrift “Gemeingefahr Großbanken” zu dem Schluss, dass eine ernsthafte Regulierung des Finanzsektors bisher ein leeres Versprechen geblieben ist – und ein neuer, noch massiverer Krisenschub bevorstehen könnte. Heribert Prantl, Ressortleiter Politik bei der Süddeutschen Zeitung, stellt fest, dass sich die Dirigenten der Finanzmärkte aus dem demokratischen Miteinander ausgekoppelt haben. Der Kabarettist Georg Schramm (“Neues aus der Anstalt”) bescheinigt den Regierungsparteien Visionslosigkeit, während Ulrike Hermann, Wirtschaftsredakteurin bei der Taz, beschreibt, warum die Verteilungspolitik der Bundesregierung sowohl “ungerecht und ökonomisch unsinnig ist”.

Neben Analysen über die Rolle der Deutschen Bank und anderer Finanzkonzerne in der Krise bringt die Financial Crimes zahlreiche konkrete Vorschläge für Verteilungsgerechtigkeit und ein ganz anderes Finanzsystem – von der Solidarischen Einfachsteuer über konsequente Regulierung bis zu einem von Grund auf neu zu ordnenden Bankensystem. “Ein anderes Finanzsystem ist möglich”, schreiben die Herausgeber, “aber es kann nur wirklich werden, wenn genug Menschen dafür streiten.”

Nach der erfolgreichen Zukunftsausgabe der Wochenzeitung “Die Zeit” im vergangenen Jahr ist die Financial Crimes das zweite Produkt aus der Fälscherwerkstatt von Attac. Für die Zeit-Sonderausgabe erhielt Attac den Otto-Brenner-Medienprojektpreis 2009.

Information (Kurzversion) zur Deutsche Bank.

Information (Kurzversion) zur Commerzbank.

Weitere Hintergrundinformationen (Kurzversion).

Die Financial Crimes als pdf.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: