Die Hungermacher – Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sind unterernährt, mit bleibenden Schäden für ihre Gesundheit, ohne Perspektive für ihr Leben. Allein im Jahr 2010 stiegen die Nahrungsmittelpreise um ein Drittel und nur dadurch wurden mehr als 40 Millionen Menschen zusätzlich in absolute Armut gestürzt. Es gab aber auch einen anderen Rekord: Bis Ende März 2011 haben Kapitalanleger wie Versicherungen und Pensionsfonds 600 Milliarden Dollar in die von den Investmentbanken und Hedgefonds aufgelegten Papiere für Wetten mit Rohstoffen, darunter Mais und Weizen, investiert. Gibt es hier einen belegbaren Zusammenhang? Schädigt eine außer Rand und Band geratene Finanzindustrie auch das Leben und die Gesundheit der Ärmsten, indem sie die Nahrungsmittelpreise treibt? Harald Schumann hat für Foodwatch e.V. eine aussagekräftige Studie erstellt die die Zusammenhänge deutlich darstellt. Hier die Studie weiterlesen. Hier die Petition gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln unterzeichnen. Auch wenn die Forderung an Herrn Ackermann nicht mehr als symbolischen Wert hat, ist es sinnvoll das zu unterstützen um darüber aufzuklären und Öffentlichkeit herzustellen. Die Forderung müsste eigentlich an die Regierungen gehen, denn die sind dafür verantwortlich, dass Banken diese Geschäfte überhaupt betreiben können.

 

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7 Antworten

  1. Vielen Dank für Ihre Erläuterungen,
    mit dem Leuschnerplatz bin ich auch nicht glücklich.
    Ich war damals 1989 jeden Montag dabei und ich kann mich nicht erinnern, dass der Leuschnerplatz eine Rolle gespielt hat. Start war Nikolaikirche
    später Karl-Marx-Platz heute Augstusplatz und dann engegen dem Uhrzeigersinn bis zur RundenEcke /Stasi und dann weiter am neuen Rathaus und wieder zum Ausgangspunkt.
    Das Ansinnen der Bewegung/Revolution 1989 war sicherlich die DDR zu verändern…ganz simpel Meinungs-/Reisefreiheit aber eine Reform kam da auf fast allen Gebieten zu spät. Die Menschen hatten es satt mit irgend welchen sehr späten Versprechungen von alten Männern.Man kann auch keine Uraltauto neu lackieren und denken, jezt fährt es nochmal schön 20 Jahre. Tatsache ist, dass anfangs niemand nur geahnt hat, dass die hochgerüstete DDR mit ihren vielen polizeilichen Organen, IM´s, Militär einfach so von Menschen mit Kerzen vertrieben wird und daraus resultiert die Erinnerung heute….wir wollten doch so viel reformieren und dann kam der (böse) Westen. Wie gesagt…wer zu spät kommt….was wollte man da reformieren, wir lagen Jahrzehnte zurück. In den ´70 igern wäre das vielleicht noch machbar gewesen oder ´68 Prag…aber die russ. Variante lies keinen Spielraum, das sollten auch alte Kader der SED oder Blockparteifrende zu Kenntnis nehmen. Tausende verließen täglich die DDR…alle meine Verwandten (Geschwistern) waren schon im Westen. Sollte man wie Anfangs angedacht so eine Woche Visum erteilt bekommen…oder mal so 20 % D-Mark, evtl. nach schon 5 Jahre mal ein Westauto? Das war alles u spät, die Menschen wollten raus aus dem mief…..natürlich macht Raufasertapete, Schlagbohmaschine, Bananen und sonst was nicht glücklich, aber Menschen etwas vorzuenthalten ist auf
    dauer zum scheitern verurteilt. Daher war die Einheit die eigene
    Schuld der Einheitspartei SED (und die Nachfolge …sorry ist PDS,
    Linke mit genau den selben Akteuren!!). (alle aderen Parteien anderen waren Marionetten) und die Menschen haben darüber (sicher emotional) abgestimmt….nicht vergessen, die ersten freien Wahlen. (ich war da Wahlhelfer).

    Zu Iherer Argumetation der wenigen Politiker oben die das Volk nicht
    vertreten o.ä.
    Warum gehen die Büger nicht zur Wahl……warum Engagieren sie sich
    nicht in Vereinen und Parteien? Die Vertreter sind gewählt und daher haben sie die Legitimation…wenn auch nicht von der Mehrheit, aber wenn die Menschen die demokratischen Möglichkeiten nicht wahrnehmen….?
    Politikvertrossenheit ist doch jeder selber „Schuld“.
    Piratenpartei ist ein schönes Beipiel das es geht!

    Zuletzt noch zu Ihrer These: „Die Linke hat zumindest ihre Vergangenheit aufgearbeitet und geht offen damit um.“
    Na dazu ein NEIN von mir, wenn man fast alles schön redet von damals,
    wenn man sich nicht glaubhaft distanziet von Mfs Methoden sondern diese Täter noch in den eigenen Reihen duldet und hofiert, Bücherlesungen organisiert…da sitzt dann in Berlin noch eine Dame von ehem. RAF neben einer Bundes Linken Vertreterin….na geht es noch?
    Vieviele Täter haben sich denn wirklich freiwillig bei Ihren Opfern mal gemeldet u. entschudigt o.ä.? In meiner Fam. kein einziger, die sind eher noch frech heutzutage.
    Ohne echte Aufarbeitung einer Diktatur (ja, ja da geht es schon los…..) und der Täter wird es nie einen ehrlichen Neuanfang geben. War doch nach
    dem Kieg im Westen genauso, obwohl in der DDR auch teilw. Nazigrößen übernommen wurden. (anderes Thema)
    Ich bin für objektive Kritik und keine Fundamentalkritik (sieht bei Ihnen auf der Seite leider so aus) , jedes System hat auch seine Vor-und Nachteile und das was wir jetzt haben ist der beste Kompromis (immer Verbesserungswürdig) was es gibt, sonst würden wir hier auch nicht schreiben können.

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit

  2. Hallo Mike, ja das ist alles sehr bitter was wir hier erleben, ich war in Afrika und gehe gleich mal wieder Geld versenden, um wenigsten ein paar wenigen zu helfen, die mir in Afrika das leben gesichert hatten. Ich denke wir müssen und mehr in Verbindung setzen und dieser Bewegung „Echte Demokratie jetzt“ Wissen zur Verfügung stellen. ich war gestern wieder in Leipzig dabei und mußte bei den Rednern trotz ihres Engagemnts viel Unwissen über die wirkliche Situation feststellen, selbst ich bin sicherlich nicht auf dem aktuellsten Stand. Ich verlinke dich in meinem blog.
    Viele Grüße der andere, der muzungu Mike

  3. Hallo Mike, ja da magst du Recht haben. Ich hab deswegen mal auf der Seite für die Inhaltsgruppe ein paar Papiere gestellt. Siehe hier: http://acampadaleipzig.org/blog/ag-inhaltforderungen/

    sowie für die Demokratie Unter-AG
    http://acampadaleipzig.org/blog/ag-demokratie-recht/

    und die Finanzmärkte Unter-AG
    http://acampadaleipzig.org/blog/ag-finanzmarkte/

  4. Hallo Mike, bin in der Schnelle noch nicht fündig geworden, hole ich heute abend nach. Ich habe bei mir gerade einige Lesezeichen hinterlassen, denn ich bereite einen Artikel zu den Hintergünden und Umständen, die die Situation in Kenya ein wenig erhellen sollen, vor. Vieles davon kann für viele Länder Afrikas und Lateinamerikas umgelegt werden.. Viele Grüße Mike

  5. Ah ok. Wir sind u.a. mit Wangui Mbatia aus Nairobi in Kontakt. Sie engagiert sich dort seit vielen Jahren u.a. gegen Privatisierung. Wir hatten sie letztes Jahr auch in Leipzig zu einem Vortrag hier. Auf dem (recht neuen) attac Blog hat Jutta auch einige Beiträge über ihren Aufenthalt in Kenia in den letzten Wochen geschrieben: http://blog.attac.de/?tag=kenia

  6. Nochmal icke, ich hatte heute früh auch zu dem Thema eine Diskussion, im blog von Martin Bartonitz, der sich mit dem auch ansatzweise beschäftigt. Ich werde ihn noch ein wenig umschreiben und dann stelle ich ihn auch zur Diskussion. Grundtonus ist, das wir vielleicht ein Einlenken der jetzigen Repräsentanten erreichen können, wenn wir genug zivilen Druck aufbringen können. aber die spielen auf Zeit. Ich habe da schon lange Streitgespräche mit Martin durch, der ja eher aus der Fraktion kam, diese Demokratie zu verbessern. Wir diskutieren um dieses Thema ja schon fast ein Jahr. Ich glaube, unsere Chance und das klingt ja auch schon aus manchen Zeilen bei mir heraus, sind autarke sich von System abnabelnde Parallelgemeinschaften, die überregional miteinander vernetzt sind. Wir sollten uns mehr mir regionalen Währungen als mit den Schlaraffenland des Grundeinkommens beschäftigen.
    Die Sache mit dem Grundeinkommen ist, das es unter den bestehenden Voraussetzungen ein neoliebaraler Schuß ist, der nicht der überwiegenden Bevölkerungsmehrheit zum Nutzen gereichen wird (u.a. Prof. Dr. Chr. Butterwegge). Ich hatte da schon am 15.10. eine sehr angenehme Diskussion mit einem Tischvertreter. Dazu muß wirklich noch viele Aufklärungsarbeit geleistet werden. Viele Grüße Mike

  7. […] machen die allermeisten Finanzinstitute weiter wie bisher: Sie betreiben Geschäfte in Steueroasen, wetten auf Nahrungsmittelpreissteigerungen und investieren in Rüstungs- und Atomindustrie„, kritisiert Mike Nagler, einer der […]

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