Die permanente Krise heißt Kapitalismus

Im Nachgang der gestrigen Diskussionsveranstaltung in der Schaubühne Lindenfels zur Austeritätspolitik von Bundesregierung, EZB, EU und IWF und den Folgen für die betroffenen Staaten bzw. den Menschen stelle ich hier die Folien zum Vortrag ins Netz. Die Proteste in Griechenland nehmen zu und erreichen eine neue Qualität. So gibt es Belegschaften, die ihre von der Schließung betroffenen Unternehmen besetzen und selbst weiterführen – diese Beispiele sollten Schule machen und kopiert werden. Gleichzeitig ist die Zukunft Griechenlands unklar, das neue „Hilfspaket“ ist vor allem aufgrund der Sozialabbau- und Privatisierungsmaßnahmen die daran geknüpft sind eher ein Erpressungspaket denn eine Hilfe. Genauso die indirekten Aufrüstungsvorgaben der Bundesregierung mit ihrer exportorientierten Handelspolitik, welche die Griechen zwingt Unmengen vor allem auch deutscher Rüstungsgüter abzukaufen.
In Griechenland steigt die Arbeitslosigkeit rapide an, im öffentlichen Sektor gibt es Massenentlassungen, die Renten wurden gekürzt, viele Krankenhäuser wurden geschlossen und unzählige Geschäfte mussten dicht machen. Es sind vor allem deutsche Konzerne die von der Enteignung der griechischen Bevölkerung profitieren. Nach Aussagen griechischer Aktivisten sind über 70 Prozent der bisher verkauften Unternehmen an deutsche Großkonzerne wie beispielsweise den Bauriesen Hochtief gegangen. Hier zeigen sich ganz deutlich Parallelen zu vielen Ländern in Südamerika und Afrika denen Strukturanpassungsprogramme bereits vor Jahren aufgezwungen wurden – zum großen Nachteil der Bevölkerung. Hierzulande mag der ein oder andere sich an den größten Betrug der letzten Jahrzehnte und die Korruptionsfälle in den 90er Jahren im Rahmen der Enteignungswelle durch die Treuhand errinnert fühlen. Die Verantwortlichen sind bis heute nicht zur Verantwortung gezogen und verurteilt worden sondern sitzen teilweise noch immer in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Nach ähnlichem Muster wird jetzt in Griechenland und anderen Ländern eine Politik zu Lasten der europäischen Bevölkerung durchgedrückt. Das kann nur verhindert werden, wenn sich die Menschen europaweit gegen diese Politik zur Wehr setzen.
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Die Folien als pdf hier.

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In dem Zusammenhang der Verweis auf einen alten Vortrag von 2008 zum gleichen Thema: „Finanzcrash, Systemkrise – Die Dominanz der Finanzmärkte brechen!“
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Einige weitere Texte in dem Zusammenhang:

* Retten wir das griechische Volk vor seinen Rettern

* Vorschlag des Griech. Kommittee gegen die Schulden

* Sand im Getriebe: Occupy Capitalism

* Sand im Getriebe: Empörung über alte und neue Kriege

* Sand im Getriebe: Empörung weltweit – Krisen, Kriege, Rebellion

* Was wir wollen – Internationale Erklärungen

* Aktionstage im Mai in Frankfurt/Main: www.european-resistance.org

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