Ostermarsch 2012: Frieden wollen heißt handeln. Deshalb: Ostern auf die Straße! Sa., 10 Uhr, Nikolaikirchhof Leipzig

Der imperiale Herrschaftsanspruch der westlichen Welt und der angestrebte „ungehinderte Zugang zu Rohstoffen und Märkten“ machen die Welt immer unsicherer. Bedrohungsszenarien werden politisch initiiert, medial vermittelt und militärisch umgesetzt. Nachdem der zuvor von USA und EU hofierte Staatschef Gaddafi exekutiert und das erdölreiche Libyen rekolonialisiert wurden, wendet sich die Kriegspropaganda nun Ahmadinedschad und dem Iran zu. Nachdem selbst die letzten Sandkastenstrategen eingesehen haben, dass der Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen ist und selbst die Liquidierung von Osama bin Laden oder die Massakrierung von Zivilisten die NATO dem erhofften Endsieg im „Krieg gegen den Terror“ nicht näher gebracht haben, geht es nur noch um geordneten Rückzug und die Verlegung der Truppen in lohnendere  Kriegsgebiete wie den Nahen Osten.

Der Krieg beginnt hier- stoppen wir ihn hier

Auch in Leipzig galoppiert die Militarisierung munter voran: die Zahl der „Transitpassagiere“ auf dem Leipziger Flughafen ist trotz Rückgang auf 400 000 im Jahr 2011 immer noch gewaltig. Wie die 2012 abfliegenden Bundeswehrsoldaten gezählt werden, bleibt noch offen, wahrscheinlich ist jedoch eine Verbuchung als Urlaubsflieger. Die mit dem militärischen Missbrauch verbundene Gefährdung ziviler Passagiere und der Bevölkerung insgesamt wird trotz offizieller Gutachten negiert, vertuscht und verharmlost. Stattdessen werden legal und demokratisch handelnde Initiativen und Bürger kriminalisiert und überwacht. An Leipziger Schulen rekrutieren völlig unparteiische Jugendoffiziere munter die Zufallenden der nächsten grundgesetzwidrigen Auslandseinsätze. Und Michel und Micheline schauen zu bzw. weg.

Damit es nicht so bleibt, gibt es im Rahmen der bundesweiten Ostermarschaktivitäten auch in Leipzig die Gelegenheit zur Aktivität:

Am Samstag, dem 07.04., präsentieren sich ab 10 Uhr auf dem Nikolaikirchhof Leipziger und überregionale Vereine, Initiativen und Gruppen mit friedenspolitischen Arbeitsinhalten. Während der Veranstaltung wird neben Redebeiträgen zu den Kampagnen „Aufschrei- Waffenhandel stoppen“ (Pfarrer i.R. Christian Führer) und „Schulfrei für die Bundeswehr“ (angefragt: GEW) sowie lokaler antimilitaristischer Arbeit symbolisch ein Schwert zu einer Sichel geschmiedet. Diese wird am Weltfriedenstag als 5. Leipziger Friedenspreis vergeben.

Im Anschluss an die Veranstaltung auf dem Nikolaikirchhof steht ab 12.30 Uhr ein Besuch bei der sich auf den Afghanistan- Einsatz vorbereitenden 13. Panzergrenadierdivision an der Olbricht- Kaserne und ab 14 Uhr das Rollen des Militär- Kuckucks- Ei am Kriegsflughafen Leipzig/ Halle auf dem Programm.

Frieden wollen heißt handeln. Deshalb: Ostern auf die Straße.

Sa. 07.04. ab 10 Uhr, Nikolaikirchhof, Leipzig

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Gandhi

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