Heute: Leipzig zeigt Courage

Auch in diesem Jahr heißt es am Vorabend zum ersten Mai in Leipzig wieder: Courage zeigen um einmal mehr ein deutliches Zeichen für Zivilcourage und gegen Rassismus und Rechstradikalismus setzten. Das Konzert findet mittlerweile zum 15. mal statt und heute erstmals auf dem Marktplatz im Zentrum der Stadt. Neben den Konzerten wird zudem auch der Preis „Couragiert in Leipzig“ an Initiativen oder Einzelpersonen, die sich für ein couragiertes Zusammenleben engagieren, vergeben. Mehr auf der Seite von: Leipzig Courage zeigen. Einen Bericht von der Demonstration gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus gibts hier.

Demonstration von rund 600 Leipzigerinnen und Leipzigern gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus als Reaktion auf die jüngsten Hausdurchsuchungen in Dresden, Finsterwalde und Leipzig.

Leipzig zeigt Courage gegen rechts - Konzert auf dem Marktplatz

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3 Antworten

  1. Die Initiative gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus ruft in Reaktion auf die jüngsten Hausdurchsuchungen bei Antifaschist_innen in Leipzig, Dresden und Finsterwalde am 30.4.2012 zu einer Demonstration unter dem Motto „Kommt ihr zu uns, kommen WIR zu euch! Gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus“ auf. Die Demonstration beginnt 18 Uhr am Wiedebachplatz in Leipzig und soll von dort aus in die Innenstadt führen.

    http://unterverdacht.blogsport.de/2012/04/28/aufruf-mobistuff-zur-demo-gegen-die-kriminalisierung-von-antifaschismus-am-30-4-2012-in-leipzig/

  2. Antirepressionsdemo in Leipzig

    600 Menschen demonstrieren in Leipzig nach erneuten Hausdurchsuchungen
    und Ermittlungsverfahren nach § 129 StGB gegen die Kriminalisierung von
    Antifaschismus

    Rund 600 Menschen demonstrierten am 30.4. in Leipzig gegen die
    Kriminalisierung von Antifaschismus. Anlass waren verschiedene
    Hausdurchsuchungen, die in den letzten Wochen im Zusammenhang mit einem
    Ermittlungsverfahren wegen der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“
    nach § 129 Strafgesetzbuch in Dresden, Finsterwalde und Zwickau
    stattgefunden haben, die letzte davon am 26.4.12 in Leipzig. Vor einem
    Jahr hatten die sächsischen Behörden dieses Ermittlungsverfahren mit
    konzertierten Hausdurchsuchungen begonnen. Mittlerweile sind über 40
    Personen betroffen, denen unter anderem die Teilnahme an
    antifaschistischen Protesten gegen den jährlichen Nazi-Großaufmarsch im
    Februar in Dresden vorgeworfen wird.

    Mit der Demonstration wurde ein unmissverständliches Zeichen gegen den
    Umgang des Freistaates Sachsen mit antifaschistischem Engagement
    gesetzt. Es ist ein Skandal wie die hiesigen Behörden mit dem so
    wichtigen Protest gegen Nazis umgehen. Das Ermittlungsverfahren wegen
    der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ ist dabei die Speerspitze
    von Einschüchterungsversuchen und Versuchen kritische Stimmen mundtod zu
    machen. Auch die massenhafte Ausspähung von Handydaten von
    Protestierenden am 19.2.2011, die Verurteilung von friedlichen
    SitzblockiererInnen oder die landeseigene Extremismusklausel sprechen
    die Sprache eines autoritären Staaates.

    Im Rahmen der Demonstration wurde in verschiedenen Redebeiträgen auf die
    Repressionen gegen AntifaschistInnen hingewiesen. So wurde unter anderem
    die Abschaffung des § 129 Strafgesetzbuch gefordert. Der Paragraph 129
    StGB ist Gesinnungs- und Bespitzelungsinstrument. Er diente in seiner
    Geschichte schon immer der Unterdrückung und Zerschlagung linker
    Bewegungen. Insbesondere in Sachsen, dem Land, in dem die NPD seit 2004
    im Sächsischen Landtag sitzt und wo Landstriche von Nazis dominiert
    werden, wird Antifaschismus unterdrückt, während Nazis in Ruhe gelassen
    oder sogar bestärkt werden Gewalt gegen Menschen auszuüben.

    Wie die sächsische Polizei ihre Prioritäten setzt, zeigte sich auch im
    Umgang mit der Demonstration, die von einem übermäßigen Polizeiaufgebot
    begleitet wurde. Am Ende beharrte die Polizei unter Anwendung von Gewalt
    sogar darauf die Personalien eines Demonstrationsteilnehmers
    aufzunehmen, weil dieser angeblich zwei Transparente verknotet haben soll.
    Offensichtlich war die Einsatzleitung nicht einverstanden damit, dass
    die Demonstration ihnen keinen Anlass gab Straftaten festzustellen und
    damit die Statistik politisch motivierter Kriminalität links anzufüllen.
    Anders lässt sich das provokante und überzogene Vorgehen nicht erklären.

    Die Initiative gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus bedankt
    sich bei allen, die ihre Solidarität mit den von Repression Betroffenen
    gezeigt haben.
    Das Motto der Demonstration „Kommt ihr zu uns, kommen wir zu euch“ wird
    seine Gültigkeit behalten. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen
    weiter konsequent antifaschistisch agieren und Repression entgegentreten.

    Infos zur Repressionswelle in Sachsen unter

    http://www.sachsens-demokratie.net/
    http://129-ev.tk/

  3. Auch ich war am letzten Montag auf dem Marktplatz in Leipzig und habe Courage gezeigt. Ich war zunächst ein bisschen skeptisch, nachdem es ja letztes Jahr schon an der Alten Messe war und dieses Jahr wieder umgezogen ist, aber so mitten im Herzen Leipzigs hatte die Veranstaltung auch einen ganz besonderen Charme. Vor der Bühne war eigentlich immer ausreichend Platz, nur um die Imbissbuden herum staute es sich gewaltig, so dass man dann weiter hinten gar keine Hoffnung mehr hatte, dass es sich noch lohnt nach vorne durchzurutschen. Aber alles in allem ein schöner Abend. Ich habe auch ein paar Impressionen auf meinem Blog zusammengestellt: http://www.leipzig-leben.de/leipzig-zeigt-courage/ Ansonsten freue ich mich auf den 30. April 2013. Malsehen wo wir dann zusammenkommen werden.

    Grüße!
    Adelina

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