Kundgebung zum 1.Mai in Leipzig

„Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ lautete das diesjährige Motto der Maidemonstrationen. Über 3000 Menschen nahmen in Leipzig an der Kundgebung auf dem Marktplatz teil. Bereits gestern abend fand das 15. Courage zeigen Konzert, für Zivilcourage und gegen Rassismus statt. Von den Seiten des DGB:

1. Mai 2012 – Gute Arbeit für Europa

„Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ lautet das diesjährige Motto zum Tag der Arbeit. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sagen Ja zur europäischen Integration. Wir wollen die Zukunft Europas sozial gestalten.

Gewerkschaftsarbeit aktueller denn je

Die Gewerkschaften kämpfen schon immer für gerechte Löhne, soziale Sicherheit und gute Arbeit. Diese Themen sind aktueller denn je. Wenn versucht wird, die Folgen der Euro-Krise auf Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und sozial Schwache abzuwälzen, müssen wir in Deutschland und in ganz Europa dagegen kämpfen.

Europa spart falsch

Die einseitige Sparpolitik zur Rettung Europas gefährdet Wachstum, Beschäftigung und den sozialen Zusammenhalt. Die bisherigen Maßnahmen führen unsere Gesellschaften in eine Sackgasse aus Armut, Ungleichheit, Rezession und letztlich höherer Verschuldung, politischer Instabilität und gefährden die bisherigen Fortschritte in der Integration. Nur einseitig zu sparen birgt die Gefahr, dass das deutsche und europäische Wachstum abgewürgt wird. Wir wollen ein gerechtes, prosperierendes und demokratisches Europa – frei von Zukunftsängsten, frei von Armut, mit Teilhabe an Arbeit, Vermögen sowie Wohlstand für alle.

www.dgb-leipzig.de

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Ein Beitrag von Albrecht Müller von den Nachdenkseiten:

Ergänzende Gedanken zum 1. Mai – Warum droht der Tag der Arbeit in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden?

Ohne Frage fällt es den Gewerkschaften heute ausgesprochen schwer, zum Tag der Arbeit viele Menschen zu mobilisieren. 1. Mai Kundgebungen vor 40 Jahren und heute, das ist schon wie Tag und Nacht. Es wäre billig festzustellen, an diesem Niedergang seien die Gewerkschaften schuld. Ganz unschuldig sind sie nicht. Ich habe mir den Aufruf des DGB zum 1. Mai 2012 und ein aktuelles einblick-Interview mit Michael Sommer, dem DGB-Vorsitzenden, angeschaut. Dazu und ergänzend ein paar Anmerkungen. Vielleicht findet der/die eine oder andere Redner/in darin noch Anregungen zur kritischen Anreicherung seiner/ihrer Reden zum 1. Mai. […]
Hier auf den Nachdenkseiten weiterlesen.

Die zentrale Kundgebung fand in diesem Jahr auf dem Marktplatz statt.

Unser attac Stand am Markt

Gut über 3000 Menschen nahmen an der Kundgebung teil.

Operation Übernahme - Kampagne der IGM Jugend

Zur Demonstration hatte auch die Gewerkschaftsjugend unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Leben" aufgerufen.

Demonstrationszug in der Innenstadt

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Eine Antwort

  1. Deutsche Mittelstands Nachrichten | 01.05.12

    Occupy: Ruhig in Europa, blutig in den USA

    Die Proteste von Occupy Wall Street zum 1. Mai sind in den USA von den Sicherheitskräften mit harter Hand begleitet worden. In Europa war die Lage eher ruhig.

    Was sich schon bei den Aufmärschen von Occupy Wall Street (OWS) im Herbst gezeigt hat, bestätigte sich auch am 1. Mai in den USA. Die Sicherheitskräfte haben den Auftrag, mit äußerster Härte gegen die Demonstranten vorzugehen. So berichtet die New York Times von zahlreichen Festnahmen bei einem Aufmarsch in Manhattan. Das „Vergehen“ der Demonstranten: Sie verließen kurzzeitig den Bürgersteig. Die Zeitung berichtet von mindestens einem Mann, der blutüberströmt abgeführt wurde. Polizisten in Zivil hatten sich offenbar unter die Demonstranten gemischt. Ob sie als Provokateure tätig wurden oder nur die Lage überwachen wollten, ist zur Stunde unklar.

    Auch in anderen Städten gab es Proteste und Verhaftungen. In San Francisco wurde die Golden Gate Fähre bestreikt, wodurch der Berufsverkehr erheblich behindert wurde. In Los Angeles meldeten OWS-Aktivisten die zeitweise Besetzung des Internationalen Flughafens LAX.

    Insgesamt verhielten sich die Demonstranten sehr ruhig. Die Märsche waren gut besucht, aber seitens der Protestierenden wurden keinerlei Gewaltaktionen gemeldet. Daher übten Bürgerrechtsvertreter auch harsche Kritik an den zahlreichen Verhaftungen. Aber sie gehen davon aus, dass die US-Regierung die Proteste im Keim ersticken will – und daher auch bei minimalen Vergehen gleich die Muskeln spielen läßt.

    In Europa war die Teilnahme an den OWS Aktionen eher verhalten. Die Bewegung hatte gehofft, mit den Aktionen am internationalen Tag der Arbeit wieder zu erstarken. Die Organisatoren wollen wieder mehr Aufmerksamkeit auf ihre Ziele ziehen, denn die Aktivitäten rund um die Bewegung, die sich gegen die Missstände im Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wendet, sind über die Wintermonate stark zurückgegangen.

    In Athen, wo die Protestbereitschaft wegen der angespannten wirtschaftlichen Situation des Landes ohnehin hoch ist, kam es bereits zu Aufmärschen. Dabei wurde nach Medienberichten auch schon Fahrzeuge in Brand gesteckt. Generell wird die Situation aber als verhältnismäßig ruhig beschrieben.

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/05/42201/

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