Tatort-Regisseur dreht Attac-Spot „Du zahlst“ gegen Steueroasen

Attac hat heute einen neuen Filmspot veröffentlicht. Der mehrfach ausgezeichnete Kino- und Tatort-Regisseur Tom Bohn unterstützt das globalisierungskritische Netzwerk erneut mit einem Beitrag zu einem aktuellen politischen Thema . Der Titel des 70-Sekunden- Films lautet „Du zahlst – Steueroasen schließen“. Mit dem Spot will Attac die Zuschauer auf die verheerenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen von Steuerflucht und Steueroasen aufmerksam machen.

Der Spot, der bundesweit in Programmkinos laufen wird, bringt die aktuelle Situation in der Finanz- und Eurokrise auf den Punkt. Während gigantische Kürzungsprogramme der öffentlichen Ausgaben in weiten Teilen der Eurozone die Ökonomien in die Depression und große Teile der Bevölkerung in die Armut führen, bleiben Europas Steueroasen unangetastet. Die Wohlhabenden können ihr Vermögen in die nach wie vor sicheren Steueroasen transferieren.

In der Hauptrolle ist der bekannte Schauspieler Michael Fitz als armer Mann zu sehen, der für ein Bier und eine dünne Suppe in einem Restaurant seine letzten Cents zusammenkratzt. Ihm gegenüber sitzt ein reicher Mann (Martin Zieglmeier), der sich Hummer, Sekt und ein edles Dessert schmecken lässt. Als das opulente Mahl beendet ist, winkt der reiche Mann den Ober mit der Rechnung weiter: Bezahlen muss der arme Schlucker am anderen Ende des Tischs.
„Attac ist für mich einer der wenigen Hoffnungsschimmer, wenn ich mir die verfahrene Lage auf den Finanzmärkten und das unsoziale Treiben mancher Finanzmanager anschaue“, sagte Tom Bohn zu seinem Engagement als Autor und Regisseur des Films. „Und so wird jede ehrenamtliche Tätigkeit für Attac zur Demonstration: ‚Schaut her, ich habe begriffen – ich lasse mich nicht mehr von euch für dumm verkaufen‘. Ich bin sehr stolz darauf, dass Attac mich für dieses Projekt angefragt hat.“ Bereits 2008 hatte Tom Bohn für Attac den viel beachteten, bankenkritischen Kinospot „Ihr Bestes“ gedreht.

Auch Michael Fitz begründete sein Mitwirken an dem Film mit deutlichen Worten: „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft auch in Deutschland immer mehr auseinander – nicht zuletzt durch eine lobby- und klientelgesteuerte Wirtschafts- und Steuerpolitik, die Hoch- und Höchstverdiener quasi subventioniert und es ihnen mit einer Vielzahl von legalen und durchaus auch gewollten Steuerschlupflöchern leicht macht, ihr Geld am Fiskus vorbei zu schleusen. Es wird Zeit für eine Steuerreform, die diese Bezeichnung auch tatsächlich verdient.“

Der Spot ist Teil der vielfältigen Arbeit von Attac zum Thema Steueroasen. Zusammen mit Partnern wie Verdi und Campact streitet Attac gegen das geplante halbherzige Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz, das Steuerflüchtigen großzügige Amnestie gewährt. Im Rahmen seiner Bankwechselkampagne hat Attac zudem recherchiert, welche deutschen Banken in Steueroasen Geschäfte machen.

Angesichts der Schuldenkrise ist die Auseinandersetzung mit Steuerflucht von neuer Brisanz. Den Kürzungen in verschuldeten Kommunen, Ländern und Staaten stehen Hunderte Milliarden privater Euro gegenüber, die auf geheimen Konten in Steueroasen wie der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg oder den Kayman Inseln vor dem Fiskus versteckt werden.

Hier der Spot:

Die Aktionsseite zu Steuerflucht von Attac.

Die Seite der AG Finanzmärkte und Steuern von Attac.

Die Seite des Tax Justice Network.

Der Blog Steuergerechtigkeit.

Der Steueroasenschließungsplan von Attac.

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