Klimakrise & Energiekämpfe

Eine Veranstaltungsreihe von Klimagerechtigkeit Leipzig:

* Energiekonzerne enteignen – Energieversorgung vergesellschaften *
Mo, 4. Juni 2012, 20:00 @ Bäckerei, Josephstraße 12

Eine marktwirtschaftlich organisierte Produktion und Verteilung von Energie funktioniert nicht. Während die Gewinne des Energiesystems privatisiert werden, können die externen Kosten nie „privat“ getragen werden, wie z. B. die Kosten der Atomkatastrophe von Fukushima oder jenen des Klimawandels. Einspringen muss die Gesellschaft. Die Kämpfe nehmen zu, in denen die Demokratisierung der Energieproduktion gefordert wird. Ein Nebeneinander von rekommunalisierten und privaten Energieerzeugern ist dabei nicht genug. Wir müssen die großen Energiekonzerne enteignen und vergesellschaften, um tatsächlich das Recht auf ökologische und demokratische Energie durchzusetzen. Im Workshop soll es um Theorie und Praxis dieser Forderungen gehen. Nach einem kurzen Input mit anschließender Diskussion geht es um die Weiterentwicklung von Ideen.

* The true cost of coal und Braunkohle-Widerstand in Deutschland //Die Klimacamps aus dem Rheinland und der Lausitz stellen sich vor *Mo, 11. Juni 2012, 20:00 @ Bäckerei, Josephstraße 12

Die Veranstaltung ist Teil der Info- und Mobilisierungstour „The true cost of coal“. Die Tour wird vom Beehive Collective aus den USA und befreundeten Aktivist_innen der Kampagne ausgeCO2hlt, der WAA und der Waldbesetzung des Hambacher Forstes organisiert und durchgeführt. An dem Abend in Leipzig wird zusätzlich ein Vertreter der Vorbereitungsgruppe des
Lausitzer Klima- und Energiecamps anwesend sein.

In den Appalachen, einem Gebirge im Osten der USA, werden ganze Berge gesprengt um Kohle abzubauen. Dieses „Mountaintop Removal“ hat verheerende Auswirkungen auf lokale Gemeinden, das Ökosystem und zerstört durch die Kohleverbrennung das Weltklima. Dies alles sind die Kosten für eine vermeintlich billige Energieversorgung im fossilen
Kapitalismus. Das Beehive Collective, ein Graswurzelnetzwerk aus Maine, zeigt anhand eines großen Mosaikposters auf eindrückliche Art und Weise den Kohleabbau und den Widerstand dagegen. Seit über 10 Jahren machen sie Touren durch die ganze Welt und schaffen es mit ihrer „story-based education strategy“ komplexe Zusammenhänge graphisch zu dekonstruieren
und verständlich zu machen.

Die größten Braunkohle-Abbaugebiete in Deutschland befinden sich im Rheinland und in der Lausitz. Braunkohle ist nicht nur der klimaschädlichste Energieträger, ihr Abbau hat verheerende soziale und ökologische Folgen für die betroffenen Regionen. So werden ganze Dörfer zwangsumgesiedelt, die Landschaft versteppt und die Menschen leben nicht nur an der Grubenkante, sondern leiden unter gesundheitlichen Schäden. Der lokale Widerstand gegen den Braunkohle-Abbau wurde letztes Jahr durch Klimacamps erweitert. Klimacamps bieten Raum für Vernetzung, Wissensaustausch und Diskussion sowie widerständige Praxis und direkte Aktionen. Camps sind darüber hinaus auch ein Experimentierfeld für ein anderes Leben: Ressourcenschonendes Leben ist dabei ein ebenso elementarer Bestandteil wie basisdemokratische Selbstorganisation. Auch dieses Jahr wird es in beiden Gebieten wieder Klimacamps geben.

* Steinkohleabbau in Kolumbien *
Mo, 18. Juni 2012, 20:00 @ Bäckerei, Josephstraße 12

In Kolumbien wurden seit Mitte der 80er Jahre bis heute, 10% der Bevölkerung von ihrem Land vertrieben. Mehr als 10 Millionen Hektar wurden den Bauern, Bäuer_innen und Indigenen entzogen. Besonders der Bereich des Bergbaus stellt ein erhebliches Problem dar, so wurden 2009 mehr als 4.783.000 Hektar Land privat Investoren zugeteilt. Kolumbien ist der zweitgrößte Lieferant von Kohle nach Deutschland. In Deutschland importieren fast alle kohleverstromenden Unternehmen Kohle aus Kolumbien. Die gewalttätige Vertreibung und Landnahme, die Zerstörung der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen der Bewohner_innen auf dem Land in Kolumbien ist Teil einer Politik des Staates, die durch den Verkauf dieses Landes an private, nationale und internationale Konzerne verursacht wird. Viele der betroffenen Menschen und andere engagierte Aktivist_innen organisieren sich gegen die Vertreibung und Zerstörung des Landes und setzen sich für eine kollektive und sozial-, sowie umweltbewusste Benutzung des Territoriums ein. „La tierra no se vende, se libera y se defiende!“

Im Netz unter: http://klimagerechtigkeit.blogsport.de

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