Zwei Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima: Mahnwache – Montag, 18:30 Uhr Marktplatz Leipzig

Aus Anlass des zweiten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima rufen Bürgerinitiativen und bundesweite Organisationen und Verbände zu großen Demonstrationen am kommenden Wochenende an Atomstandorten auf. Geplant sind Demonstrationen am Atomkraftwerk Neckarwestheim (BaWü), in Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen (Bayern) und an der Uranfabrik in Gronau (NRW). Die größte Aktion wird eine 350 km lange Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde (Niedersachsen).  Getragen und organisiert werden diese Proteste von breiten, regionalen Büdnissen. Auch international finden zeitgleich Demonstrationen statt, so in Japan, Paris und im belgischen Tihange. Auch in Leipzig wird es am kommenden Montag eine Mahnwache und Kundgebung geben.

Atomkraft, das ist Fukushima und Tschernobyl, Anhäufung von Atommüll, Zunahme von Krebs und Material für Bomben. Atomkraft ist menschenverachtend, nicht beherrschbar und muss sofort beendet werden. Die Demonstrationen wenden sich entschieden gegen die gefährliche Hinhaltetaktik der Politik und der Stromkonzerne, neun Atommeiler weiter laufen zu lassen. Dringend nötig ist dagegen Atomausstieg, globaler Klimaschutz, Energieeinsparung und der rasche Ausbau erneuerbarer Energien – dezentral und in Hand der Bürgerinnen und Bürger.

In Leipzig ruft das Bündnis gegen Atomkraft (BgAL) auf:

Gedenk-Mahnwache zum 2. Jahrestag der Fukushima-Katastrophen am 11. März 2013, ab 18:30 Uhr auf dem Leipziger Markt

Am 11. März jährt sich zum zweiten Mal die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Ausgelöst durch Erdbeben und Tsunami kam es in gleich zwei Blöcken des AKW Fukushima Daiichi zur Kernschmelze. Nachdem die Naturgewalten das Land bereits verwüstet hatten, verhinderte die Technologie des Menschen vielen die Rückkehr.

Bis heute gelten weite Teile um den Reaktor als Sperrgebiet, die ehemaligen Bewohner wurden mit winzigen Entschädigungen abgespeist. Bei den direkten Maßnahmen am Reaktoren wurden Leiharbeiter oft unter haarsträubenden Bedingungen und ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt – die Spätfolgen für die betroffenen Menschen und ihre Familien sind noch nicht absehbar. Der Atomkonzern Tepco, der über Jahre große Profite mit Atomkraft gemacht hat, wurde verstaatlicht; für die Folgen seines Tun konnte er nicht aufkommen. Selbst ein hochindustrialisiertes und gut organisiertes Land wie Japan war nicht in der Lage die Katastrophe adäquat zu managen.

Atomkraft bleibt unmenschlich.

Wir wollen den Opfern der Naturkatastrophen und der Atomkatastrophe mit einer Mahnwache auf dem Marktplatz am Montag, 11. März 2013 um 18:30 Uhr gedenken. Es ist eine von zahlreichen Gedenkaktionen bundesweit, die zu diesem Termin stattfinden.

Wir möchten zugleich unseren Unmut bekunden, dass auch in Deutschland immer noch Atomkraftwerke laufen und die zahlreichen Folgeprobleme bis heute ungeklärt sind, wie etwa die Endlagerfrage. Zugleich stockt die Energiewende. Die Politik muss endlich gegenüber der Atomlobby das Primat des Handelns zurückgewinnen. Ein erster Schritt wäre den ungeeigneten Salzstock Gorleben aus dem Prüfkatalog zu streichen.

Bringt Kerzen mit!

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Atomkraft_Nein_Danke

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Eine Antwort

  1. Info für den Aktionstag am Samstag, für Leute die mit zur Menschenkette fahren wollen:

    9. März: Bahn-Mitfahrgelegenheit zur Antiatomkette

    „Hallo zusammen,
    der BUND Leipzig organisiert am Samstag eine Bahn-Mitfahrgelegenheit mit Wochenend-Tickets von Leipzig nach Göttingen und zurück.
    Treffpunkt wird am Samstag um 8:00 am HBF an Gleis 17 sein.
    Rückfahrt aus Göttingen um 16:18.
    Fahrtdauer jeweils 3:20 Stunden / 2 Umstiege.
    Kosten p.P. hin und zurück 9,-.
    Anmeldungen bitte per E-Mail bis Freitag, 8.3., 20 Uhr: energie [at] bund-leipzig [dot] de

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