globaLE – globalisierungskritische Filmreihe vom 18. Juli – 31. Oktober 2013

Morgen ist es dann endlich wieder soweit: Die globaLE – Leipzigs globalisierungskritisches Filmfestival startet. Dieses Jahr zeigen wir über fast vier Monate, wöchentlich, jeweils am Donnerstag Abend um 20 Uhr interessante Filme, an die sich spannende Diskussionen anschließen. Mit der globaLE (Webseite) wollen wir unter anderem Filme, die im normalen Kinoprogramm nicht oder selten erscheinen, einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Wir wollen damit interessieren, informieren und Diskussionen anstoßen. Wir erwarten davon auch Synergie-Effekte, das Publikum soll ins Gespräch kommen, Kooperationspartner einander finden und vielleicht sogar neue Bündnisse und Aktionen daraus entstehen. Der Eintritt ist frei. Los geht’s am morgigen Donnerstag, 18.07., um 20 Uhr mit einer Kooperation mit dem Initiativkreis: Menschen.Würdig. Im Schillerpark (Wiese an der Auenseestraße/ Ölhafenstraße) in Leipzig-Wahren wird der Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“ gezeigt. Ausnahmsweise kein Dokumentarfilm, sondern ein Spielfilm der auch bereits ziemlich erfolgreich in deutschen Kinos gelaufen ist. Außerdem sind wir mit dem gewählten Veranstaltungsort ziemlich weit draussen. Beides hat Gründe:

Im vergangenen Jahr kam in Leipzig eine Debatte über die Unterbringung von Asylsuchenden auf. Die Stadt plante, die marode Sammelunterkunft in der Torgauer Straße zu schließen, und die Flüchtlinge stattdessen “dezentral” in verschiedenen Stadtteilen unterzubringen. Einige der künftigen Anwohner_innen empörten sich daraufhin, dass sie nun Angst um ihre Kinder und Frauen haben müssten, dass die Kriminalität ansteigen und die Grundstückspreise sinken würden.
Erschrocken über diese Äußerungen gründete sich der Initiativkreis: Menschen.Würdig und organisierte eine Unterschriftenliste für das Konzept der Stadt und bildeten mit Demonstrationen und Interviews in der Presse fortan einen Gegenpol in der Debatte. Kurz darauf konnte auch ein kleiner Erfolg erreicht werden: im Juli 2012 wurde das Konzept für dezentrales Wohnen von der Stadt verabschiedet. Doch das war kein Grund für die Initiative mit der Arbeit aufzuhören. Im November 2012 erhielt die Initiative sogar für ihr bisheriges Engagement den Sächsischen Förderpreis für Demokratie.
Aktuelles Projekt und der Hintergrund weshalb die globaLE dieses Jahr in Wahren startet:
Die lautesten Proteste gegen eine neue Asylsuchendenunterkunft kamen aus dem Stadteil Wahren im Leipziger Nordwesten. Hier gründete sich eine Bürgerinitiative (BI), die sich vehement gegen die Unterkunft aussprach; positiv-gesinnte Stimmen dagegen waren kaum zu vernehmen. Und dennoch glauben wir nicht, dass die Haltung der BI für ganz Wahren steht. Der Stadtteil ist heterogener, als es die BI darstellt oder sie es glaubt. Deswegen will die Initiative jene Personen stärken, die sich nicht der angepriesenen Homogenität anpassen wollen. So soll ein  Stück Gegenöffentlichkeit in Wahren entstehen – und gezeigt werden, dass eine rassistische Grundhaltung gegenüber anderen Menschen keineswegs „Mainstream“ ist. Seit April lädt der Initiativkreis pro Monat jeweils im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf gute Nachbarschaft“ zu einer Veranstaltung im Stadtteil – Lesungen, Theaterstücke, Vorträge, Film – bei denen es um die Lebensumstände von Geflüchteten in Deutschland geht und über rassistische und andere menschenverachtende Einstellungen aufgeklärt werden soll. Damit soll auch aufgezeigt werden, mit welchen Mitteln jede und jeder das Leben in Wahren lebenswerter gestalten kann. Nach der Lesung aus dem Buch „Kaltland“ und einem Vortrag zu Todesopfern rechts- und rassistisch-motivierter Gewalt folgt nun mit der Filmaufführung die dritte Veranstaltung in der Reihe. Anlass ist die für Herbst geplante Einrichtung einer neuen Unterkunft für Asylsuchende in der Pittlerstraße. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils Wahren und Umgebung soll über bestehende Vorbehalte, vor allem aber über Perspektiven eines offenen Miteinanders im Stadtteil gesprochen werden.

Weitere Informationen zur Thematik unter:

Zum Film:

Donnerstag, 18. Juli 2013, 20 Uhr, Schillerplatz in Leipzig-Wahren
Almanya – Willkommen in Deutschland

Gemeinsam mit der globaLE lädt der Initiativkreis:Menschen.Würdig. im  Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf gute Nachbarschaft“ zum Sommerkino mit anschließender Diskussion nach Wahren ein.

Regie: Yasemin Samdereli
BRD 2011, 101min

Als Cenk, 6 Jahre alt,Kind einer deutschstämmigen Mutter und eines  türkischstämmigen Vaters,beim Fußball weder in die deutsche noch in die türkische Mannschaft gewählt wird, fängt er an sich ernsthaft Fragen zu seiner Herkunft zu stellen. Auch seine Großeltern befinden sich in Sachen kulturelle Verortung in einer Orientierungsphase: während die  Großmutter Fatma sich in Deutschland einbürgern lässt, kauft Großvater  Hüseyin ein Haus in der Türkei. Und somit startet ein Roadmovie über die Verzweigungen, Irrungen und Wirrungen einer deutsch-türkischen Familie zwischen Süddeutschland und Ostanatolien.
Die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli haben einen urkomischen Film  über Fremd-Sein, Verwurzelung und Heimat gedreht und stellen so manches Klischee auf den Kopf. Dabei sind sie ganz nah dran an den Lebensrealitäten unterschiedlicher Generationen und spielen gekonnt mit dem Spannungsfeld kultureller Identitäten.

http://www.almanya-film.de/

Als Vorfilm werden wir einen Kurzfilm von LIBELLULAFILM zeigen, indem die Absurdität des für Asylsuchende geltenden Gutscheinsystems dargestellt wird. Anstatt normal im Laden einkaufen zu können, dürfen  Menschen mit einem Asylantragsstatus nur bestimmte Produkte mit Rabattmarken im Supermarkt erwerben.

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Das weitere Programm:

globaLE – globalisierungskritisches Kino in Leipzig vom 18. Juli bis zum 31. Oktober 2013

Donnerstag, 25.Juli 2013, 20 Uhr, Gemeinschaftsgarten Querbeet, Hermann-Liebmann-Straße 17-19Das Ding am Deich
Regie: Antje Hubert
BRD 2012, 93min

Der 93-minütige Dokumentarfilm von Antje Hubert dokumentiert den Alltag der Menschen mit einem AKW vor der Haustür. Ein Jahr lang umkreist er das „Ding“ (AKW Brokdorf) und taucht mit den Erinnerungen der widerständigen Anwohner und altem Filmmaterial ein in eine bewegende Vergangenheit, die die Menschen verändert hat.  “Zwischen abgeklärter Resignation und zivilem Ungehorsam.” (taz) dokumentiert der Film nicht nur ein Stück Kulturgeschichte, sondern setzt gerade durch seine Unaufgeregtheit eine eindrückliches Statement gegen Atomkraft.

Donnerstag, 01.08.2013, 20 Uhr, Clara-Zetkin-Park, Wiese zwischen Glashaus und Teich
Fremd
Regie: Miriam Fassbender
BRD 2011, 92min

“Wie kann man sich selbst verwirklichen, auf Bildung, Rechtsstaatlichkeit, und persönliche Freiheit hoffen wenn man jeden Tag erneut ums Überleben kämpfen muss? Wenn man keinen Cent in der Tasche hat? Wenn man sich fremd fühlt im eigenen Land?” (M. Faßbender). Der Film sucht die Beweggründe für die Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Stillstand und Flucht, Hetze und Hoffnung.

Donnerstag, 08.08.2013, 20 Uhr, Clara-Zetkin-Park, Wiese zwischen Glashaus und Teich
Das Venedig-Prinzip
Regie: Andreas Pichler
BRD, Italien, Österreich 2012, 80min

Ungefähr 20 Millionen Menschen besuchen das romantische Venedig jährlich. Das macht durchschnittlich sechzigtausend Köpfe pro Tag. Die Dokumentation setzt sich mit dem Massenandrang und deren Konsequenzen für die letzten Venezianer auseinander. Viele Einwohner entscheiden sich, die Stadt zu verlassen und ins nahegelegene Umland zu ziehen. Äußerlich immer noch grandios anzuschauen, offenbart sich bei der genauen Betrachtung, was tatsächlich vom venezianischen Leben übriggeblieben ist.

09.-11.August 2013, Tägliche Vorführung im eintrittsfreien Bereich auf dem Ancient Trance Festival in Taucha
Frohes Schaffen
Regie: Konstantin Faigle
BRD 2012, 98min

Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.

Voices of Transition
Regie: Nils Aguilar
Frankreich, BRD 2012, 65min

Ein Dokumentarfilm über den Wandel zur Agrarökologie, zu Dezentralität und zu mehr lokaler Nahrungssicherheit. Wie können wir unsere Felder und Städte auf die doppelte Herausforderung von Klimawandel und Erdölknappheit vorbereiten? Ein Film über Transition-Towns mit interessanten Stimmen und Bildern aus den Transition-Town-Bewegungen vor Ort in England, Frankreich und auf Kuba.

Donnerstag, 15.August 2013, 20 Uhr, Clara-Zetkin-Park, Wiese zwischen Glashaus und Sachsenbrücke
Lost Places: Geschichten hinter vergessenen Mauern – Fortsetzung

Regie: Enno Seifried
BRD 2013

Ob zentrumsnah oder in den Randgebieten – in Leipzig kann man unzählige architektonischbeeindruckende Bauwerke bestaunen, die seit 20 Jahren und mehr leer stehen und auf Abriss oder Neunutzung warten. Auf der Suche nach einer Umgebung, die in keinem Reiseführer steht und dennoch mehr von der Vergangenheit einer Stadt erzählt als so manches Geschichtsbuch, begeben wir uns auf die Spur von so genannten Lost Places in Leipzig. Auch der zweite Teil von „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ beschäftigt sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der faszinierendsten Lost-Place-Locations in Leipzig. Neben einer Erzählerin, ergänzen Gespräche mit Zeitzeugen, Investoren, Visionären und Politikern den Film.

Donnerstag, 22.August 2013, 20 Uhr, Richard-Wagner-Hain
Wir könnten auch anders
Regie: Daniel Kunle & Holger Lauinger
BRD 2012, 89min

Begegnungen jenseits des Wachstums. Regionen und Gesellschaft im Umbruch. Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Kleine Aufbrüche, die Großes bewirken wollen. Eine Reise entlang Grenzlinien eines sozial-ökologischen Gesellschaftsumbaus. „Wir könnten auch anders“ ist ein vielstimmiges Mosaik über Lebenswirklichkeiten, Zivilengagement, Selbstorganisation, Möglichkeiten der Teilhabe, über andere Ideen und die Verhältnisse. Kann immerwährendes Wachstum tatsächlich ein „Gutes Leben“ garantieren? Können sich in schrumpfenden Gesellschaften auch wirkliche Chancen eröffnen? Und wo soll die Reise hingehen?
Fragen, deren Antworten noch gefunden werden müssen. Engagierte Akteure präsentieren Ideen und Projekte, die der politischen Phantasie Flügel verleihen könnten. Ein Dokumentarfilm als suchendes Plädoyer für eine neue „Politik des Kleinen“.

Donnerstag, 29.August 2013, 20 Uhr, Richard-Wagner-Hain
Der Prozess
Regie: Gerald Igor Hauzenberger
Österreich 2011, 116min

Über ein Jahr dauerte der Prozess gegen 13 Tierschützer, die nach Paragraf 278a, dem sogenannten Mafia-Paragrafen, angeklagt wurden. Den NGO-Aktivisten wurde die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Filmemacher Gerald Igor Hauzenberger begleitete einen der größten Prozesse der Republik mit der Kamera.

Donnerstag, 05.September 2013, 20 Uhr, Richard-Wagner-Hain
Hunger
Regie: Karin Steinberger, Marcus Vetter
BRD 2008, 90min

Um der weltweiten Hungerproblematik auf die Spur zu kommen, sind Markus Vetter (SWR) und Karin Steinberger (Süddeutsche Zeitung) nach Mauretanien, Kenia, Indien, Brasilien und Haiti gereist. Sie erfuhren, warum Menschen mit dem Hunger leben und, dass er nicht selbstverschuldet ist. In Kenia zum Beispiel wird den Massai das Trinkwasser abgedreht, damit Rosen für den europäischen Markt bewässert werden können. Der Film porträtiert unter anderem Menschen, die an Lösungen arbeiten und sich den Problemen mutig stellen.

Donnerstag, 12.September 2013, 20 Uhr, Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek Albertina, Beethovenstr. 6
Der Kapitän und sein Pirat
Regie: Andy Wolff
BRD 2012, 85min

Das deutsche Frachtschiff „Hansa Stavanger“ wurde 2009 am Horn von Afrika von Piraten festgehalten. Die Freilassung nach vier Monaten wurde bejubelt und Krzysztof Kotiuk als der glückliche Kapitän des Schiffes dargestellt, der den blutrünstigen Piraten gerade so durch die Finger gegangen war. „Der Kapitän und sein Pirat“ erzählt eine etwas andere Version der Geschichte. Er zeigt die zwei Protagonisten in einem anderen Licht: Einerseits den Piratenkapitän als klugen jungen Mann, der aufgrund seiner furchtbaren Erfahrungen in Somalia nichts zu verlieren hat, auf der anderen Seite der Kapitän des Frachters, der, von Mannschaft und Reederei allein gelassen, beginnt, mit den Piraten zu kooperieren, um seine Crew, sein Schiff und sich selbst zu retten.

Donnerstag, 19.September 2013, 20 Uhr, Staatsgeheimnis Bankenrettung (D 2013) Cinematheque in der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46
Staatsgeheimnis Bankenrettung
Regie: Arpad Bondy und Harald Schumann
BRD 2013, 52 Minuten

50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien – ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten? Mit diesen einfachen Fragen reist der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Harald Schumann quer durch Europa und bekommt verblüffende Antworten. Ihm gelingt es, dieses komplizierte Thema jedermann verständlich zu machen.

Donnerstag, 26.September 2013, 20 Uhr, Cinematheque in der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46
Bananas!*
Regie: Frederik Gertten
Schweden 2009, 87min

19 Kilogramm Bananen verzehrt der Durchschnittsdeutsche pro Jahr. Der Marktführer im internationalen Obst und Gemüsegeschäft ist die US-amerikanische Firma Dole. Der Dokumentarfilm zeigt die Anklage von Dole durch den Anwalt Juan Dominguez auf Schmerzensgeld für zwölf Bananenarbeiter aus Nicaragua, die auf einer Plantage dem verbotenen Pestizid Nemagon ausgesetzt waren. BANANAS! deckt nicht nur einen nachgewiesenen Skandal mit Pestiziden auf, sondern erzählt auch die bewegende Geschichte eines höchst unfairen Handels.

Donnerstag, 03.Oktober 2013, 20 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50
Goldrausch – Die Geschichte der Treuhand
Regie: eine Produktion der zero one film
BRD 2012, 94min

Der Dokumentarfilm „Goldrausch“ erzählt die Geschichte der Treuhandanstalt, die nach der Wende für die Privatisierung ostdeutschen Volkseigentums zuständig war. Es wurde der größte wirtschaftspolitische Skandal in Nachkriegsdeutschland – der „Ausverkauf“ der DDR. In ihrer Schaffenszeit wurden in vier Jahren ungefähr 4000 DDR-Betriebe geschlossen, woraufhin zweieinhalb Millionen Arbeitsplätze verloren gingen. Bis zur Schließung der Treuhandanstalt Ende 1994 verschuldete sie sich in Höhe von 256 Milliarden Mark. Ein Großteil des Geldes konnte durch Tricks und Kniffe in fremde Taschen fließen. Bis heute wurde der Skandal nie vollständig aufgeklärt. In Interviews kommen ehemalige Vorstandsvorsitzende sowie Bürgerrechtler zu Wort.

Donnerstag, 10.Oktober 2013, 20 Uhr, Audimax der HTWK Leipzig, Raum G329 Karl-Liebknecht-Str. 132
Und dann der Regen

Regie: Icíar Bollaín
Mexiko, Spanien, Frankreich 2011, 104min

Der Film verbindet die Ankunft von Kolumbus in der Neuen Welt mit der Landung eines spanischen Filmteams in Bolivien; die Gier nach Gold der spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert, den Aufstand des Taino-Häuptlings Hatuey und den Kampf der Priester las Casas und Montesinos mit dem Wasseraufstand von Cochabamba aus dem Jahr 2000 – eine Geschichte, die den Bogen von der Fiktion eines historischen Epos zu den Dreharbeiten in einer bolivianischen Kleinstadt und zur Wirklichkeit derer schlägt, denen das Recht verwehrt wird, Regenwasser aufzufangen.

Donnerstag, 17.Oktober 2013, 20 Uhr, UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Straße 12a
Bottled Life

Regie: Urs Schnell
Schweiz, BRD 2012, 90min

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

Donnerstag, 24.Oktober 2013, 20 Uhr, UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Straße 12a
Die Kraft der Schmetterlinge

Regie: momo
BRD 2012, 92min (Teil 1) und 78min (Teil 2)

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleinste Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig und unvorhersagbar verändern können… Politiker_innen verschiedener Länder betonen immer wieder, dass es derzeit keine Alternativen zum neoliberalen Wirtschafts- und Lebenskonzept gibt. “Die Kraft der Schmetterlinge” ist 2011 auf einer Reise von Mexiko nach Panama entstanden und handelt von Menschen in Mittelamerika, die statt auf Lösungen seitens ihrer Regierungen zu hoffen – sich zusammentun, sich organisieren und so eigene Lösungen und Alternativen schaffen.

Einsteigend mit der aktuellen Situation der indigenen Völker am Beispiel der Ngobe und Búgle in Panama gibt der erste Teil der Dokumentation Einblicke in vier spannende selbstorganisierte Projekte, die einmal mehr deutlich machen, dass der „Norden“ einiges vom „Süden“ lernen könnte. So haben die Garífunas im Norden Honduras bspw. ein faszinierendes kostenloses und ganzheitliches Gesundheitssystem in einer Region aufgebaut, wo es vorher kaum medizinische Versorgung gab.

Donnerstag, 24.Oktober 2013, 20 Uhr, Galerie KUB – ehemalige Kunst- und Bauschlosserei, Kantstraße 18
globaLE Soli- und Abschlussparty mit Musik und Tanz

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Weitere Informationen zur globaLE:

  • www.globale-leipzig.de (Ich bin grad noch dabei die Seite zu aktualisieren – die Filmbeschreibungen kommen in den nächsten Tagen drauf. Aber der Flyer ist auf der Seite auch abrufbar und dort steht auch alles bereits drauf.)
  • Die FB Seite der globaLE: www.fb.com/globaleipzig

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2013 Plakat globaLE Leipzig IMG_1603

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