Aufruf: Für eine solidarische Auseinandersetzung mit den Montagsmahnwachen

Mit der Bitte um Weiterverbreitung:

 

Liebe Friedensbewegte,
seit einigen Wochen gibt es das Phänomen einer neuen Friedensbewegung, die sogenannten Montagsdemonstrationen. Über den Charakter und die politischen Zielstellungen innerhalb dieser neuen Friedensbewegung wird viel diskutiert. Vor allem innerhalb des linken Milieus herrscht Uneinigkeit darüber, wie diese zu bewerten sei. Überwog vor allem am Anfang eine große Ablehnung, werden die Montagsdemonstrationen inzwischen differenzierter betrachtet. Genau das beabsichtigt auch der folgende Aufruf. Die Nennung der Organisationen hinter den Namen dient lediglich der Kenntlichmachung und stellt keine Positionierung der Gesamtorganisationen dar.

 

Für eine solidarische Auseinandersetzung mit den Montagsmahnwachen

 

Wir teilen nicht die Einschätzung, dass es sich bei den Montagsmahnwachen im Kern um eine neurechte Bewegung handelt. Nach unserem Eindruck speist sich die Motivation der meisten Teilnehmer/innen aus dem Wunsch, sich einerseits einer drohenden und realen Kriegsgefahr entgegen zu stellen und andererseits dem Versuch, einen klaren Kopf zwischen tendenziöser Mainstream -Berichterstattung und bizarren Verschwörungstheorien zu gewinnen.Wir erkennen an, dass soziale Bewegungen, die organisch entstehen, in sich die Widersprüchlichkeit tragen, die aus der Widersprüchlichkeit ihrer Gesellschaft entsteht. Unabhängig von der Problematik einzelner Akteure oder Gruppen, macht man es sich zu einfach, die Bewegung selbst mit einem exkommunizierenden Bannstrahl zu versehen.Artikulieren sich Teile dieser Bewegung in einer Weise, die mit rechten Ideologien kompatibel ist oder ihnen direkt entstammt, kann und muss das zurückgewiesen werden. In verschiedenen Städten hat die Bewegung mittlerweile einen klaren Trennstrich nach rechts gezogen. Deshalb rufen wir alle linken Kräfte und die klassische Friedensbewegung auf vor Ort genau hinzuschauen und wenn möglich den Kontakt, Debatte und Kooperation mit allen Leuten zu suchen, die sich aus oben genannter Motivation an den Mahnwachen beteiligen. Der inhaltliche Beitrag und die Erfahrung der Linken und der klassischen Friedensbewegung in Deutschland kann dazu beitragen eine kraftvolle und emanzipatorische Bewegung zu entwickeln, die in der Lage ist, dem anstehenden weltpolitischen Konfrontationskurs etwas entgegen zu setzen.

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:

Andrej Hunko (MdB DIE LINKE)
Thomas Seibert (Interventionistische Linke)
Laura von Wimmersberg (Berliner Friedenskoordination)
Prof. Peter Grottian (Wissenschaftlicher Beirat Attac Deutschland)
Peter Wahl (Weed, Wissenschaftlicher Beirat Attac Deutschland)
Mike Nagler (bundweiter Koordinierungskreis Attac Deutschland)
Prof. Mohssen Massarrat
Prof. Dr. Cornelius Weiss (1991 – 1997 Rektor der Uni Leipzig, 1999 – 2009 Mitglied des Sächs. Landtages)
Eric Wilson (Musiker Nosliw)
Sabine Leidig (MdB DIE LINKE)
Heike Hänsel (MdB DIE LINKE)
Philipp Jacks, (DGB-Kreisverbandsvorsitzender Wiesbaden- -Rheingau-Taunus)
Torsten Schleip (Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, DFG-VK)
Dr. Christel Hartinger (Friedenszentrum Leipzig, AG LISA)
Michael Klintzing (LINKE KV Aachen)
Tim Herudek (DIE LINKE BV Neukölln)
Michael Kronawitter
Miguel San Miguel (attac Rat Deutschland)
Sandra Schenck (attac Rat Deutschland)
Dr. Julian Bindewald (attac Rat Deutschland)
Hassan Zeinel Abidine (Vorsitzender Gesellschaft fuer Völkerverstaendigung e.V. Leipzig)
Marlis Michel (Autorin, Friedenszentrum Leipzig e.V.)
Matthias Örtl (Friedensweg Leipzig e.V.)
Elsa Koester (Interventionistische Linke)
Daniel Knopp (Interventionistische Linke)
Lutz Metzger (AG Flughafen Natofrei)
Johannes Schroth (attac Leipzig)
Hassan Zeinel Abidine Syrienhilfe e.V. Leipzig
Christian Wächter (Hamburg)
Lukas Hoffmann (aktiv bei FelS/IL)
Michael Sünner (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner, DFG-VK)
Christian Schäfer
Barbara Volhard (Attac Freiburg)
Ortwin Zeitlinger (Attac Berlin)
Walter Schumacher, für das Anti-Kriegs-Bündnis-Aachen
Ole Hartkopf (Linksjugend Braunschweig)
Linksjugend solid Braunschweig

[..]

 

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