Übergriff auf Migranten bei Buchvorstellung in der Universität Leipzig – Killing Antifaschismus softly

Aufgrund der Ereignisse der letzten beiden Tage während zweier Veranstaltungen an der Universität Leipzig möchte ich hier in Kurzform darüber berichten, – vor allem auch weil Falschdarstellungen im Netz davon kursieren und auch weil mir, als überzeugtem Antifaschisten, viel daran liegt diesen Begriff nicht den Neokonservativen und ihren Wasserträgern zu überlassen.

Für den Donnerstag, 12.03. hatte der Leipziger Arbeitskreis Nahost zu einem Vortrag von Annette Groth (MdB DIE LINKE) in den Hörsaal des Geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ) eingeladen. Dieser Vortrag wurde von ca. 30 Leuten direkt zu Beginn durch das Wedeln von Israelfahnen und dem Rufen von Parolen derartig gestört, dass die Referentin nicht mit dem Vortrag beginnen konnte. Die Veranstalter zogen es deshalb, – und aus Sicherheitsgründen vor, den Veranstaltungsort zu wechseln und Vortrag und Diskussion fanden dann mit 45 minütiger Verzögerung in kleinerem Kreis mit den Interessierten in einem Café statt.

Zu der für den Folgetag vom Arbeitskreis Nahost eingeladenen Buchvorstellung des neu erschienenen Buches „Antifa heißt Luftangriff!“ mit der Herausgeberin Susann Witt-Stahl gab es wiederum Zwischenfälle wobei die Situation kurzzeitig eskalierte (Hier eine Rezension: „Killing Antifaschismus softly“). In dem Sammelband werden aktuelle Entwicklungen eines Antifaschismus analysiert, der sich Susann Witt-Stahl und Michael Sommer zufolge zwar revolutionär gebe, doch zunehmend systemfromm und affirmativ sei. Es geht darin um eine Beschreibung der Entwicklung hin zur Umdeutung des eigentlichen Antifaschismusbegriffs zu einem systemkonformen, Krieg und Kapitalismus verteidigenden Antifaschismus, der dann keiner mehr ist. Die Grundlagen marxistischer Faschismusforschung, wurden demnach über Bord geworfen, – Faschismus wird von diesen Leuten nicht mehr als „terroristische Herrschaftsform des Kapitals“ (Clara Zetkin) erkannt und mit dem Spruch „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ können die Wenigsten dieser Jugendlichen heute noch etwas anfangen. (Falls sich jemand angesprochen fühlen sollte, an dieser Stelle der Hinweis hier ein wenig zu lesen: Faschismus und Antifaschistischer Kampf).

Mit den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte hat ein Trend in der „antifaschistischen Szene“ eingesetzt, der nicht mehr viel mit Antifaschismus zu tun hat bzw. sich selbst ins Gegenteil kehrt. Der Sammelband stößt deshalb erneut die überfällige Debatte darüber an, warum man in „Antifa“-Flugblättern zunehmend antilinke „Kritik“ und neoliberale Ideologie made by Hayek bekommt statt Luxemburg, Lenin, Brecht oder Harvey, oder warum antifaschistische Strategie etwas anderes sein muss, als gemeinsam mit der SPD gegen Nazis zu demonstrieren. Aber eigentlich wollte ich dazu jetzt gar nicht viel schreiben, sondern etwas zu den gestrigen Ereignissen in der Universität Leipzig. Darum hier die Darstellung des AK Nahost zu den Übergriffen:


Übergriff auf Buchvorstellung zur Antifa in Deutschland

Pöbeln und provozieren, um sich dann als Opfer darzustellen und gegen einen syrischen Kriegsflüchtling im Asylverfahren Anzeige bei der bundesdeutschen Polizei zu erstatten.

Rund 25 Jugendlichen, die sich der Leipziger „Antifa“ zugehörig fühlen, haben gestern mit Israelflaggen, Bierflaschen und Zurufen die von der Leipziger Gruppe AK-Nahost veranstaltete Buchvorstellung “Antifa heißt Luftangriff. Zur Regression einer revolutionären Bewegung” (Laika Verlag 2014) massiv gestört. Gegenstand der Abendveranstaltung war die sich seit den 90er Jahren vollziehende Wandlung von Teilen der “Antifa” zu einer systemaffirmativen und kriegsverherrlichenden Bewegung. Der Neoliberalismus habe es erfolgreich geschafft, die Deutungshoheit über den Begriff Antifaschismus zu erlangen. “Nie wieder Faschismus, immer wieder Krieg!” fasst der Sammelband die Pervertierung innerhalb der Antifa zusammen.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung am Freitag kursierte im Internet ein Aufruf zur Verhinderung der Buchvorstellung. Die Veranstalter suchten vor der Veranstaltung das Gespräch mit dem aggressiv auftretenden Jugendlichen und ihre Teilnahme wurde unter der Voraussetzung zugelassen, dass das restliche interessierte Publikum zunächst ungestört dem Vortrag der Herausgeberin Witt-Stahl zuhören könne. Im Publikum saßen Buchmessebesucher, weitere Autoren sowie auch syrische Flüchtlinge, für die eine Übersetzung bereitgestellt wurde. Nach mehrmaliger Aufforderung der Veranstalter sowie des restlichen Publikums, die lauten Pöbeleien einzustellen, weigerten sich die Störer den Raum zu verlassen und sorgten mit Vulgaritäten, Übergriff und Bierflaschen für eine gewalttätige Eskalation. Die Situation auf den Kopf stellend, gerierten sie sich als Opfer und alarmierten die Polizei, um Anzeige gegen einen der syrischen Geflüchteten wegen angeblicher Körperverletzung zu erstatten. Dieser war vorher lediglich, um der Aufforderung der Referentin und des Publikums, den ungestörten Verlauf der Veranstaltung zu ermöglichen Nachdruck zu verleihen, mit aufgestanden. „Diese deutschen Täterenkel schwenken Israel-Flaggen, begrüßen damit die Ermordung von Tausenden durch Bomben im Freiluftgefängnis Gaza. Sie sorgen hier mit lügenhaften Darstellungen und einer polizeilichen Anzeige dafür, dass syrische Flüchtlinge womöglich kein Aufenthaltsrecht in der BRD erhalten“ – kommentieren die Veranstalter des AK Nahost – „Das ist ekelhaft und hat mit Antifaschismus wahrhaft nichts zu tun!“

Quelle: AK Nahost Leipzig

 

Mittlerweile kursiert ein Video, welches die Störer ins Internet gestellt haben und welches kurz nach dem Übergriff aufgenommen worden ist. Unter diesem Video werde ich unter anderem namentlich erwähnt und die Tatsachen werden genau andersherum dargestellt als sie tatsächlich abgelaufen sind. Dort heißt es: „Nachdem während des Vortrags aus den hinteren Reihen wiederholt kritische Kommentare zu vernehmen waren, stürmten 15-20 junge Männer auf die kritischen BesucherInnen zu, drängten sie aus dem Saal und traten und schlugen mehrfach zu.“ Das ist eine glatte Lüge und Falschdarstellung der Ereignisse und das können mindestens 30 anwesende Besucherinnen und Besucher bestätigen. Lustigerweise werde ich dort sogar namentlich genannt und als „der Leipziger Querfront-„Linke“ bezeichnet. Danke für diese „Ehre“ – die Front gegen Krieg, Kapitalismus und Faschismus und diejenigen die ihn verharmlosen und stützen kann nicht breit genug sein. :) Wie auch immer, jedenfalls zeigt dieses Vorgehen, ein weiteres mal eingänglich wozu Reaktionäre und Opportunisten fähig sind und welcher Mittel sie sich bedienen um ihre einfachen Weltbilder zu bestätigen. Das Buch „Antifa heißt Luftangriff. Zur Regression einer revolutionären Bewegung“ im übrigen lohnt sich zu lesen!

 

Aktion-Buchmesse

Transparent vor der Leipziger Buchmesse 2015, da diese in diesem Jahr unter anderem unter dem Motto deutsch-israelischer Freundschaft stand, dabei aber bspw. die Menschenrechtsverletzungen in Gaza keine Erwähnung fanden.

Luxemburg-Freiheit

20 Antworten

  1. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein junger Mann eine Person, die nicht im Bild ist, tritt. In Ihrem post gehen Sie auf die im Video dokumentierte Situation nicht ein. Ich möchte Sie, Herr Nagler, bitten, zu sagen, wer da wen tritt und warum. Das würde sicher dazu beitragen, dass es möglich wird, sich ein Bild von den Ereignissen zu machen.

    • Es gilt „Anna und Arthur kommentieren nicht“ und für ein „Bild von den Ereignissen“ empfiehlt es sich dringend über den verlinkten Videoschnipsel hinauszudenken.

      • Aha. Nun hat Anna aber bereits kommentiert, und sogar öffentlich. Sie hat nämlich besagtes Video hochgeladen und dazu erklärt, dass man darauf den Angriff eines arabischen Mannes, der ein Sympathisant des AK Nahost ist, auf eine der protestierenden Personen sieht. Und hinzugefügt hat sie, dass von den Protestierenden keinerlei körperliche Gewalt ausging. Und Sie, Herr Arthur, haben auch schon kommentiert, Sie haben nämlich in Ihrem Blog eine in ihren entscheidenden Stellen überaus dunkle Presseerklärung veröffentlicht, in der Sie das, was Anna sagt, als eine Lüge bezeichnen, sich aber ansonsten zu den Ereignissen nicht sachlich äußern. Insbesondere nicht zu der Frage, welche der beiden Seiten körperliche Gewalt angewendet hat. Außerdem haben Sie die Kommentarfunktion unter dieser Presseerklärung abgeschaltet, was eine transparente Überprüfung Ihrer Aussagen unmöglich macht. Vielleicht möchte Herr Nagler, der entweder weder Arthur noch Anna ist, oder, ganz wie diese beiden, dem Gebot, nicht zu kommentieren, zumindest bisher wenig Achtung gezollt hat, nun doch noch etwas zu der im Video kommentierten Szene sagen? Ich würde mich darüber noch immer freuen.

      • Schön, dass ihr „nicht kommentiert“, indem ihr, genau wie Mike Nagler, in eurer Stellungnahme zu dem Abend einfach mal die Verhältnisse umkehrt. Naja, was soll’s. Ihr wisst, wer geboxt und getreten hat und ich hoffe, ihr schämt euch. Da hattet ihr für eure Außenwirkung noch Glück, dass nicht schon ein paar Sekunden früher die Kameras angingen.

  2. Das geht nun schon seit 15 Jahren so und wird immer schlimmer. Leipziger Zustände, hier zur Erinnerung, eine Auswahl:

    1. Pseudolinke(1) und linxxnet-Mitglieder gründeten in Leipzig ein „Bündnis gegen Antisemitismus“, das gegen(!) Noam Chomsky’s Vorlesung und gegen die Meggle-Ringvorlesung zu Palästina an der Uni Leipzig protestierte, dazu ausführlich:
    Uwe Steinhoff, Deutsche Doppelmoral, Deutschland, Israel, Palästina., Streitschriften, hrsg. Von Georg Meggle, 2007 (darin auch Noam Chomskys Vorrede zu seinem Vortrag an der Uni Leipzig, 2005)

    2. Die aktiven pseudolinken Zionisten wurden mittlerweile Stadt- und Landesvorstände und Landtags- und Bundestagsabgeordnete und erhielten Einfluss in diversen Parteigremien.

    3. Tilman Loos(2) ist als jugendpolitischer Sprecher des Landesverbandes Sachsen Die LINKE heute für die Auswahl und Finanzierung des Nachwuchses maßgeblich verantwortlich.

    4. Parteiverantwortliche und linxxnet-Führer verschweigen und verharmlosen das israelische Vorgehen und distanzieren sich von der Unterstützung Palästinas durch LINKE Bundestagsabgeordnete,
    (http://ihrsprechtnichtfueruns.de/)
    denn es „wurde zur Unterstützung von Boykottkampagnen gegen Israel aufgerufen, die Behauptung aufgestellt, dass der Zionismus sich zu einem weltweiten Rassismus entwickelt hätte,…“ die Unterzeichner sind „entsetzt“ und „beschämt über das Verhalten von Inge Höger, Annette Groth, Heike Hänsel und Claudia Haydt. Derlei politische Aussagen stehen in einem klaren Widerspruch zu den programmatischen Grundsätzen unserer Partei.“
    Wird (partei-)öffentlich nicht diskutiert.

    5. Parteiverantwortliche und linxxnet-Führer verfügen seit Jahren über Partei- und Stiftungsgelder für die politische Jugendbildung und finazieren die antideutschen „Antifa“-Strukturen.

    6. Die rechtszionistische, antilinke Bundespräsidentenkandidatin Beate Klarsfeld wurde vom sächsischen Landesvorstand Die LINKE aufgestellt und dann vom Parteivorstand abgenickt.

    7. Militärische Srategien, Operationen, Israels und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Region hinsichtlich der Kriege im Nahen Osten sind Tabuthemen in der Leipziger „Antifa“ und Pseudolinken.

    8. LINKE, Pseudolinke und selbsternannte Antifa mobilisieren NICHT für Friedensarbeit, Völkerverständigung und Demokratisierung der Außenpolitik. Sie beschimpfen jedoch Friedensaktivisten als „Querfrontler“ und „Verschwörungsspinner“ und werden dabei von Parteiverantwortlichen LINKEN gedeckt und unterstützt.

    9. Faschistische Tendenzen und Zustände in der Ukraine und die gesellschaftliche Lage (die Ukraine ist auch Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention) werden von leipziger führenden Parteilinken überwiegend ignoriert.

    10. Bei leipziger „Linken“ sind Hetze generell gegen Andersdenkende und Verunglimpfung als „Nazis“ oder „Rassisten“ an der Tagesordnung, ohne dass sich die Mühe gemacht wird, diese Beschuldigungen zu belegen und begrifflich in den historischen und rechtlichen Kontext zu stellen.

    Fazit: Dummheit oder Vorsatz, intellektuelle Unzurechnungsfähigkeit oder gezielter Betrug am Wähler?

    Anmerkungen:
    (1) http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Pseudo
    (2) näheres zu Tilman Loos siehe: steinbergrecherche.com

  3. Die langjährige linxxnet-Verantwortliche und Sponsorin, die ehm. MdL Heike Werner ist heute Sozialministerin in Thüringen unter Ramelow. Allerdings ist Heike Werner all die Jahre nicht durch besondere sozialpolitische Kompetenz in der Partei oder in linken Zusammenhängen oder durch entsprechendes Engagement in Sachsen in Erscheinung getreten. Nun weiß man aber, dass Ramelow schon BAK-Shalom-Mitglieder bei sich beschäftigte und diese Kräfte nach Kräften förderte. Jedenfalls sollten wir hier von gut organisierten Strukturen und Netzwerken ausgehen, die sicherlich – wie könnte es bei der Lage der Dinge anders sein – ihre wechselseitigen Verbindungen in den nachrichtendienstlichen Bereich haben müssen. Das zeigen nicht zuletzt die Fakten in Zusammenhang mit dem NSU-Komplex und seine staatlichen Querverbindungen, die übrigens ebenfalls von leipziger Linken nicht thematisiert werden.

  4. Das geht nun schon seit 15 Jahren so und wird immer schlimmer. Leipziger Zustände, hier zur Erinnerung, eine Auswahl:

    1. Pseudolinke(1) und linxxnet-Mitglieder gründeten in Leipzig ein „Bündnis gegen Antisemitismus“, das gegen(!) Noam Chomsky’s Vorlesung und gegen die Meggle-Ringvorlesung zu Palästina an der Uni Leipzig protestierte, dazu ausführlich:
    Uwe Steinhoff, Deutsche Doppelmoral, Deutschland, Israel, Palästina., Streitschriften, hrsg. Von Georg Meggle, 2007 (darin auch Noam Chomskys Vorrede zu seinem Vortrag an der Uni Leipzig, 2005)

    2. Die aktiven pseudolinken Zionisten wurden mittlerweile Stadt- und Landesvorstände und Landtags- und Bundestagsabgeordnete und erhielten Einfluss in diversen Parteigremien.

    3. Tilman Loos(2) ist als jugendpolitischer Sprecher des Landesverbandes Sachsen Die LINKE heute für die Auswahl und Finanzierung des Nachwuchses maßgeblich verantwortlich.

    4. Parteiverantwortliche und linxxnet-Führer verschweigen und verharmlosen das israelische Vorgehen und distanzieren sich von der Unterstützung Palästinas durch LINKE Bundestagsabgeordnete,
    (ihrsprechtnichtfueruns.de)
    denn es “wurde zur Unterstützung von Boykottkampagnen gegen Israel aufgerufen, die Behauptung aufgestellt, dass der Zionismus sich zu einem weltweiten Rassismus entwickelt hätte,…” die Unterzeichner sind “entsetzt” und “beschämt über das Verhalten von Inge Höger, Annette Groth, Heike Hänsel und Claudia Haydt. Derlei politische Aussagen stehen in einem klaren Widerspruch zu den programmatischen Grundsätzen unserer Partei.”
    Wird (partei-)öffentlich nicht diskutiert.

    5. Parteiverantwortliche und linxxnet-Führer verfügen seit Jahren über Partei- und Stiftungsgelder für die politische Jugendbildung und finazieren die antideutschen „Antifa“-Strukturen.

    6. Die rechtszionistische, antilinke Bundespräsidentenkandidatin Beate Klarsfeld wurde vom sächsischen Landesvorstand Die LINKE aufgestellt und dann vom Parteivorstand abgenickt.

    7. Militärische Srategien, Operationen, Israels und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Region hinsichtlich der Kriege im Nahen Osten sind Tabuthemen in der Leipziger “Antifa” und Pseudolinken.

    8. LINKE, Pseudolinke und selbsternannte Antifa mobilisieren NICHT für Friedensarbeit, Völkerverständigung und Demokratisierung der Außenpolitik. Sie beschimpfen jedoch Friedensaktivisten als “Querfrontler” und “Verschwörungsspinner” und werden dabei von Parteiverantwortlichen LINKEN gedeckt und unterstützt.

    9. Faschistische Tendenzen und Zustände in der Ukraine und die gesellschaftliche Lage (die Ukraine ist auch Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention) werden von leipziger führenden Parteilinken überwiegend ignoriert.

    10. Bei leipziger “Linken” sind Hetze generell gegen Andersdenkende und Verunglimpfung als “Nazis” oder “Rassisten” an der Tagesordnung, ohne dass sich die Mühe gemacht wird, diese Beschuldigungen zu belegen und begrifflich in den historischen und rechtlichen Kontext zu stellen.

    Fazit: Dummheit oder Vorsatz, intellektuelle Unzurechnungsfähigkeit oder gezielter Betrug am Wähler?

    Anmerkungen:
    (1) steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Pseudo
    (2) näheres zu Tilman Loos siehe: steinbergrecherche.com

  5. diese ekelhaften schläger beweisen einmal mehr, dass man dem ak nahost auf keinem fall ein podium bieten darf. und dass dieser haufen elend den gefährlichen unsinn, den er von sich gibt, jederzeit in die tat umzusetzen bereit ist.

  6. Mich würde interessieren weshalb denn der erste Teil des verlinkten Videos fehlt? Ich war selbst auf der Veranstaltung und habe gesehen wer provoziert und getreten hat. Das jetzt als solchen Ausschnitt der erst nach dem eigentlichen Übergriff stattgefunden hat verzerrt das Bild und das ist auch das was damit gewollt ist. Da braucht man nur den Kommentar unter dem Video bei vimeo zu lesen der die Situation einfach mal umdreht und die Täter als die armen kritischen Besucher darstellen lässt. Glauben die denn wirklich es gibt keine Zeugen oder wie? Da hilft es auch nicht sich schnell wieder hinter die Israelflagge zu verziehen. In der Gruppe fühlt man sich stark und da werden Andersdenkende auch gern mal verfolgt und verprügelt. Vor allem drei Leute sind mir als besonders aggressiv schon zu Beginn der Veranstaltung aufgefallen. Ich kenne sie aber leider nicht. Der Mann mit der Glatze und der grünen Bomberjacke, die Frau mit den grün gefärbten Haaren und dem Tunnel im Ohr und der Typ der sich als Pressefotograf ausgegeben hat. Mike wir haben Fotos gemacht von den Leuten, wenn du welche brauchst.
    Abgesehen von diesem kleinen Vorfall ist das Problem aber wirklich ein sehr viel Ernsteres. Den rechten Kräften ist es über die Jahre teilweise gelungen die Deutungshoheit über den Begriff des Antifaschismus zu erlangen. Wenn man das von einer Außenperspektive betrachtet ist das eigentlich ziemlich verquer, da nun Jugendliche, die vorgeben Antifaschisten zu sein, gegen alles wettern was den Kapalismus als solchen angreift. Das sind tatsächlich entweder überzeugte Rechte oder Leute die schlicht und ergreifend instrumentalisiert worden sind für etwas das sie selbst nicht in Gänze durchblicken. Ich bin auch ratlos was außer langfristige Bildungsinitiativen dagegen helfen kann.

  7. Solange nicht das gesamte Video veröffentlicht wird, ist diesen Enkeln von Wehrmachtssoldaten und SS-Offizieren, die regelmäßig (linken) Juden und Kommunisten den Mund verbieten wollen, eh nicht zu glauben. Das sind Antisemiten.

  8. Die Veranstalter vom AK Naost haben sich jetzt auch in einer Stellungnahme zum Vorfall geäußert. Sie fordern darin die Anzeige gegen den Geflüchteten zurückzuziehen. https://aknahost.wordpress.com/2015/03/17/stellungnahme-zur-buchlesung-antifa-heist-luftangriff/

  9. Auch wenn es schon hinter dem Horizont des politischen Alltagsgeschäftes verschwunden sein mag, ohne die Zerstörung Jugoslawiens durch EU- und Nato (1999) und der vorhergehenden Bosnien- und Kroatienkriege (bis1995) wäre Afghanistan, Irak, Syrien, und heute der Ukraine-Bürgerkrieg nicht möglich gewesen.

    Dazu der Hinweis auf eine aufschlussreiche Interview-Reihe mit Alexander Dorin, der die Vorgänge um Sebrenica anhand interner staatlicher und institutioneller Dokumente historisch aufgearbeitet hat. Es ist die detailierteste und seriöseste Aufklärung die im deutschsprachigen Raum verfügbar ist.

    https://parseundparse.wordpress.com/2015/03/13/ein-interview-mit-alexander-dorin-zum-thema-die-srebrenica-luge-11/
    https://parseundparse.wordpress.com/2015/03/09/ein-interview-mit-alexander-dorin-zum-thema-die-srebrenica-luge-10/
    https://parseundparse.wordpress.com/2015/03/06/ein-interview-mit-alexander-dorin-zum-thema-die-srebrenica-luge-9/

  10. das war bestimmt eine Aktion der LEGIDA-Jugend gegen die Islamisierung der Buchmesse…

  11. Hier ist so viel von Leipziger Linken die Rede (Leipziger wird groß geschrieben, nur so am Rande): Leipziger Linke „ignorieren faschistische Zustände und Tendenzen in der Ukraine“, Hetze gegen Andersdenkende und Verunglimpfung als Nazis seien an der Tagesordnung usw. usf. Sorry, aber die Leipziger Linke ist in erster Linie der Stadtvorstand. Auch ich bin ein Leipziger Linker. Und der Stadtverband hat sich – zum Beispiel mit den Odessa-Ausstellung – klar und deutlich in der Ukraine-Frage positioniert. Verunglimpfungen als Nazis sind auch nicht unser Vokabular, außer bei tatsächlichen Nazis. Hier wird so getan, als sei das Linxxnet oder die „antideutsche“ Fraktion DIE Leipziger Linke. Ist es aber nicht. Jedenfalls noch nicht.

    • Letztendlich ist Külow verantwortlich, durch jahrelanges Gewährenlassen und Drückebergerei, Feigheit vor dem Feind aus Parteiräson, alles abgewiegelt und unter den Teppich…keine Offenheit.

      Euren guten Willen müsst ihr mal beweisen: eine lange und breite Debatte mit der Basis und allen Linken in Leipzig wäre überfällig, zeitlich unbegrenzt und ergebnisoffen, erst dann zeigten sich die Mehrheitsverhältnisse und die Meinungsbildungsprozesse in der Partei wirklich. Jetzt bestimmen die Personen mit Resourcenzugriff (Parteikasse, Abgeordneten- und Stiftungsgelder,…), die sind identisch mit den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern. Es bestimmen die Multiplikatoren mit Zugang zur Systempresse (LVZ, SächsZ, L-iz, Kreuzer,…) und mit Zugang ins MILIEU. Und das ist volks- heimat- und kulturfeindlich, und zwar in jeder Hinsicht und deckt sich wertfrei mit den Interessen des EU- und transnationalen Konzern- und Politestablishment.

      Vor Jahren habe ich angedacht, man solle erst mal zeitgemäß am Faschismus-Begriff arbeiten, fehlt der, ist Antifaschismus beliebig, jeder versteht was anderes darunter. Auf diese Vorschläge gab es nie eine Reaktion.

  12. @ funzel: Aha, „volks- heimat- und kulturfeindlich“? Ich finde es eher schlimm, dass Nationalstaaten Menschen nach „Völkern“ sortieren. Und dass ich mich mit dem Staat, dem ich unterworfen bin, als „Heimat“ identifizieren soll, ist auch eher eine Zumutung.

    Vielleicht solltest du erstmal an deinen eigenen Begriffen arbeiten, bevor du irgendwelche Ratschläge zum Thema Antifaschismus gibst.

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