Europa anders machen – Demonstration am 20. Juni 2015

Derzeit spitzen sich die Verhältnisse in Europa weiter zu: Angesichts des Massensterbens von Geflüchteten im Mittelmeer, des Krieges im Osten Europas und des rigorosen Kürzungszwangs im europäischen Süden ist die Schmerzgrenze längst überschritten. Die Auseinandersetzung um die unsoziale Krisenpolitik der Europäischen Union geht in eine entscheidende Phase. Vor allem die Entwicklungen um Griechenland drohen sich im Juni dramatisch zuzuspitzen.

In dieser Situation gibt es jetzt verstärkt Bemühungen, offenen Protest gegenüber der europäischen Austeritätspolitik, insbesondere dem Spardiktat für Griechenland, wie auch der inhumanen Flüchtlingspolitik in Deutschland auf die Straßen zu tragen.

Griechenland-Solidaritätswoche: 20. bis 26. Juni

Auf dem Weltsozialforum Ende März in Tunis hat eine Vernetzungsversammlung ihre volle Solidarität mit der griechischen Bevölkerung ausgedrückt und die Überzeugung, dass den sozialen Bewegungen eine entscheidende Rolle zukommt, der Erpressung der griechischen Regierung und der Bevölkerung durch die europäischen Institutionen entschlossen entgegenzutreten. Neben diversen anderen Aktivitäten wurde dort eine weltweite Griechenland-Solidaritätswoche beschlossen, die am 20. Juni beginnt und an der sich im europäischen Raum vielfältige Akteure beteiligen. Gleichzeitig ist am 20. Juni Weltflüchtlingstag und in Berlin wird ein Konzert von und für Flüchtlinge organisiert.

Für eine starke Demo am 20. Juni in Berlin!

Aus diesen Gegebenheiten heraus erscheint eine starke Demo in Deutschland unbedingt notwendig! Daher hat sich das Komitee 20. Juni konstituiert und am 9. Mai bei einem ersten überregionalen Treffen in Berlin herauskristallisiert, welche Form des Protests es geben soll, Kapazitäten eingeschätzt und Arbeitsabsprachen getroffen. Das Komitee 20. Juni besteht unter anderem aus Aktiven von Attac, die LINKE, European Alternatives, Grüne Jugend, SDS, Podemos Berlin, Syriza Berlin, Bündnis Griechenlandsolidarität, Blockupy und den Antipegida- und Flüchtlingsprotesten.

Mittlerweile arbeitet der Organisationskreis des Komitees auf Hochtouren an der Umsetzung der Demo: es gibt einen gemeinsamen politischen Aufruf, die Suche nach Unterstützer_innen und Unterzeichner_innen läuft. Die gemeinsame Webseite mit dem Aufruf ist seit einigen Tagen online, in Kürze folgen weitere Infos.

Bitte nehmt an der europaweiten Solidaritätswoche, vom 20. bis 26. Juni und an der Demonstration am Samstag, 20. Juni, in Berlin teil!

Attac fordert

  • eine europäische Schuldenkonferenz. Ein Schuldenmoratorium und Schuldenerlass für Griechenland ist unumgänglich.
  • Die Austeritätspolitik muss gestoppt und die Erpressung Griechenlands durch die Troika-Institutionen muss endlich aufhören.
  • Schluss mit der aggressiven Abschottungspolitik an den Außengrenzen der EU! Legale Einwanderungsmöglichkeiten in die EU schaffen!

Viele Menschen sehen das Bemühen der griechischen Regierung um politische Alternativen als Chance für ein demokratisches und solidarisches Europa. Die Erklärung aus den Gewerkschaften zu einem anderen Europa unter dem Titel „Griechenland nach der Wahl − Keine Gefahr, sondern eine Chance für Europa“ ist hierfür ein Beispiel. Die Erklärung kann unter www.europa-neu-begruenden.de unterzeichnet werden.

Es geht um die Zukunft Europas: Wird Europa endlich sozialer und demokratischer oder bleibt weiterhin der neoliberale Glaubenssatz von Alternativlosigkeit und Spaltung unangetastet?

Die Demonstration beginnt am Sonnabend, 20. Juni 2015 um 13 Uhr auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg. Der Aufruf zur Demonstration kann hier mitgezeichnet werden: http://europa-anders-machen.net.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Leipzig: 9:45 Uhr am Gleis 8 Leipzig Hauptbahnhof. (Wochenendtickets – ca. 10,-Euro für Hin- und Rückfahrt). Eine kurze Anmeldung per Mail an basisdemokratie [at] gmx [Punkt] de ist praktisch für die Planung.

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PS: Attac setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für eine gerechtere Welt und ein anderes Europa ein. Wie dieses aussehen kann wurde über Jahre hinweg immer wieder u.a. im Rundbrief „Sand im Getriebe“ ausführlich skizziert – deshalb an dieser Stelle der Link dahin.

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Eine Antwort

  1. Warum den IMMER GEGEN? Seid doch einfach FÜR das Leben, dann ist man automatisch gegen das bisherige System.

    Eine beeindruckende Homepage. Einstieg für alle die noch glauben Money makes the world goes round. Money makes the world goes down muss es wohl heißen. (vor allem geeignet für Menschen die Katzenbilder liken)

    http://www.heftig.co/wahrheit-in-bildern/?fb_ref=Default

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