Globalisierungskritisches Filmfestival startet – globaLE-Kino vom 6.8. – 15.10.2015

Vom 6. August – 15. Oktober 2015 zeigen wir wieder aktuelle und interessante Filme mit anschließenden Diskussionen im Rahmen unseres globalisierungskritischen Filmfestivals. Bereits zum elften Mal findet die politische Filmreihe statt. In den nächsten zehn Wochen zeigen wir insgesamt 23 Filme an unterschiedlichen Orten. Los geht’s diesen Donnerstag, 6.8., um 20 Uhr im Clara-Zetkin-Park mit dem griechischen Film „Lasst uns nicht wie Sklavinnen leben“ über den Widerstand gegen das Kürzungsdiktat der Troika aus IWF, EU Kommission und EZB und dessen Auswirkungen im Land.

Durch das Filmfestival sind in der Vergangenheit bereits immer wieder Synergie-Effekte entstanden: Man kommt ins Gespräch, Kooperationspartner finden einander und hin und wieder entstehen neue Bündnisse, Aktionen, Initiativen und Projekte.

Hier das Programm (bzw. hier auch auf FB):

 

06.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Lasst uns nicht wie SklavInnen leben“ (Griechenland 2013 / 90 min / Yannis Youlountas), Ort: Clara-Zetkin-Park (Wiese zwischen Glashaus und Sachsenbrücke). „Να μην ζησουμε σαν δουλοι“ ist der Ruf einer Bewegung, die in Griechenland aus den Ruinen der Wirtschaftskrise aufsteigt, sich gegen Autorität und wirtschaftliche Unterdrückung erhebt und dabei leidenschaftlich mit der Utopie eines solidarischen, nicht-kapitalistischen Gesellschaftsentwurfes tanzt ohne vor Grenzen halt zu machen – auch nicht denen zwischen Utopie und Realität.
Im Anschluss Diskussion mit Aktivistinnen und Aktivisten aus Griechenland (Syriza) und Spanien (Podemos) über die Chance auf ein anderes Europa.

07.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „139… Die letzten Raubtiere“ (Kamerun 2014 / 90 min / Richard Djif), Ort: Clara-Zetkin-Park (Wiese zwischen Glashaus und Sachsenbrücke). Der Dokumentarfilm ist die Geschichte eines durch menschlichen Egoismus zerrissenen Afrikas, in dem Macht folgenschwer auf unbeschreiblicher Gewalt gegen Menschen und ihre Rechte basiert. Der Film zeigt die Verflechtungen afrikanischer Diktatoren untereinander und die europäische Verantwortung auf. Im Anschluss Diskussion mit dem Filmemacher und Aktivisten Richard Djif aus Kamerun.

12.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „The Square“ (Ägypten 2013 / 108 min / Jehane Noujaim), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken)
Innerhalb der letzten vier Jahre wurden wir Zeugen wie mehrfach Präsidenten abgesetzt und ausgetauscht wurden. „The Square“ ist eine intensive Dokumentation, die die Zuschauer in das intensive emotionale Drama und die persönlichen Geschichten von Menschen hinter den Nachrichten mitnimmt. Es ist die inspirierende Geschichte von jungen Menschen die für ihre Rechte und für eine gerechte Gesellschaft kämpfen. Im Anschluss Diskussion mit dem Aktivisten Mohammad Okasha.

13.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Beyond Right and Wrong – Stories of Justice and Forgiveness“ (USA 2012 / 80 min / Roger Spottiswoode und Lekha Singh), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken). Der Dokumentarfilm „Beyond Right and Wrong“ betrachtet Konfliktregionen auf der ganzen Welt und stellt die Frage, was es heißt zu vergeben und um Vergebung zu bitten.

14.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Natur – Spekulationsobjekt mit Zukunft“ (Frankreich 2014 / 88 min / Sandrine Feydel, Denis Delestrac), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken). Der Dokumentarfilm „Natur – Spekulationsobjekt mit Zukunft” stellt die Frage, ob natürliche Ressourcen in einfache Handelsgüter umgewandelt werden können und welche Konsequenzen dies für die Umwelt hat. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

17.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Letztes Jahr Titanic“ (BRD 1991 / DEFA / 97 min / Andreas Voigt), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken).
Die Umbruchszeit in der DDR zwischen Dezember 1989 und Dezember 1990. Lebensgeschichten und Schicksale, Alltagsgeschichten, Menschen in Leipzig. Wie erleben sie dieses Jahr? Wahlkämpfe und Wahlen, die Einführung der D-Mark, die Freiheit des Reisens, die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit – schließlich die Auflösung ihres Landes, das Ende der DDR und die „Deutsche Einheit“.

18.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Unsere bösen Kinder” (BRD 1992 / DEFA / 85 min / Karl Heinz Lotz), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken).
Ein Film über fünf Straßenkinder, Kinder, die zu früh geweckt wurden. Claudia hat von ihrer Mutter die Nase voll und macht jetzt, was sie will. Danny findet Deutschland beschissen und lebt seit zwei Jahren auf der Straße. Jonas liebt die Krawalle und Daniela flüchtet vor ihrem prügelnden Vater ins Frauenhaus. David schließlich, der Sohn des Regisseurs Karl Heinz Lotz, lässt seinen Vater am eigenen Leib spüren, was Straßenkindern widerfährt.

19.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Glaube, Liebe, Hoffnung“ (BRD 1993 / DEFA / 88 min / Andreas Voigt), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken). Winter ’92/’93 in Leipzig. Dieses Mal begleitet der Filmemacher eine Gruppe radikaler Jugendlicher. Die Veränderungen in der Stadt sind frappierend: neue, feine Passagen, Arbeitslose. Und auf den Straßen halbwüchsige, verzweifelte Kinder, für die Gewalt alltäglich geworden ist. Sie sehen den Umbruch mit Skepsis, begreifen die Veränderungen aber auch als Chance. Sind alternative Lebensweisen in der veränderten Gesellschaft möglich? Was bleibt von der DDR? Im Anschluss Filmgespräch und Diskussion mit Filmemacher Andreas Voigt.

20.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Große weite Welt“ (BRD 1997 / DEFA / 90 min / Andreas Voigt), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken).
Jahre nach dem Ende der DDR hat sich vieles verändert. Lebensgeschichten und Schicksale in Leipzig. Wie ist alles weitergegangen? Wir wollen sehen, was aus Renate – der Journalistin, Dietmar – dem Arbeiter und Sylvia – der Kneiperin, Papa – dem radikalen Redskin und Isabel – der Punkerin geworden ist, wollen ihr heutiges Leben mit dem Filmmaterial von vor fünf Jahren konfrontieren; mit Material aus den beiden Filmen „Letztes Jahr Titanic“, „Glaube, Liebe, Hoffnung“ und vielem, das damals nicht verwendet worden ist und noch in den Büchsen lag.

21.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Das russische Wunder“ (DDR 1964 / DEFA / 116 min / Annelie und Andrew Thorndike), Ort: Richard-Wagner-Hain (am Elsterflutbecken). Anfang der 60er Jahre wurden Buch und Film „Das Russische Wunder“ von Annelie und Andrew Thorndike ein internationaler Erfolg. Das literarisch-optische Epos der beiden DDR-Dokumentaristen schildert den schweren, opferreichen und zugleich grandiosen Weg der Sowjetunion, die wie Phönix aus der Asche den Trümmern des alten Russlands entstiegen war.

22.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „La buena vida – Das gute Leben“ (BRD, Schweiz, Kolumbien, Niederlande 2015 / 94 min / Jens Schanze), Ort: Cospudener See (östlicher Nordstrand). Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der nordkolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito, welche durch Steinkohleabbau vertrieben werden soll. In den Wäldern im Norden Kolumbiens lebt Jairo Fuentes, der junge Anführer der Wayúu-Gemeinschaft Tamaquito, ein naturverbundenes Leben. Bislang war der Wald die Quelle für alles, was die Menschen dort zum Leben gebraucht haben. Doch die 700 Quadratkilometer große Kohlemine des Konzerns El-Cerrejón wird ausgeweitet und droht, den Lebensraum der Wayúu-Gemeinschaft zu vernichten. Die geförderte Kohle ist für Europa bestimmt, um damit in den dortigen Kohlekraftwerken Strom zu erzeugen. Fuentes und seinen Leuten bleibt nichts anderes übrig, als mit den Minenbetreibern zu verhandeln, doch der Kampf um ihre Heimat ist aussichtslos. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

26.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Can’t be silent“ (BRD 2013 / 85 min /Julia Oelkers), Ort: Parkbühne im Geyserhaus (Kleiststraße 52). Sie sind Sänger, Musiker, Rapper und doch Ausgeschlossene und Abgeschobene. Doch dann beginnen sie eine Deutschlandtournee gemeinsam mit der Combo „Strom & Wasser“ und begeistern ein riesiges Publikum. Wir begleiten die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

27.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Buy Buy St. Pauli – Über die Kämpfe um die Esso-Häuser“ (BRD 2014 / 86 min / Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg), Ort: Parkbühne im Geyserhaus (Kleiststraße 52). „Einfach dokumentieren, was hier tagtäglich passiert und denen, die hier wohnen, eine Stimme geben“ Mit diesem Ziel trat das Filmteam an, um den Wandel des berühmten Hamburger Stadtteils zu dokumentieren. In ihrer Langzeitdokumentation „Buy Buy St. Pauli“ begleiten sie den Kampf der Bewohner der Esso-Häuser und ihrer Unterstützer. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

27.08.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Wer rettet wen?“ (BRD 2014 / 90 min / Leslie Franke und Herdolor Lorenz), Ort: Cospudener See (östlicher Nordstrand). Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit: Seit Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hoch riskanten Spekulationen engagierten Banken. Steuerzahlern und sozial Benachteiligten hingegen werden bis heute alle milliardenschweren Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell. Im Anschluss Diskussion mit Filmemachern und Aktivisten.

01.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Im Übergang – Protokoll einer Hoffnung“ (BRD 1991 /DEFA / 82 min / Kurt Tetzlaff), Ort: Zeitgeschichtliches Forum (Grimmaische Str. 6). Der Film protokolliert die Hoffnung derjenigen, die im Herbst 1989 auf die Straße gingen. In der Entwicklung der folgenden Monate die der Regisseur mitverfolgt, zeigt sich, was aus dieser Hoffnung wird. So sind die Illusionen, die den Abiturienten Alexander im Herbst 1989 erfüllt, längst zerstoben. Die Revolution, die er wollte, ging verloren, und resigniert sieht er die Anpassung der Menschen an die Werte des Westens. Neben dem Portrait des Jugendlichen ist der Film ein Dokument über den Prozess des Anschlusses an die kapitalistische Bundesrepublik. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

03.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Faschismus-AG“ (Griechenland 2014 / 60 min / Aris Chatzistefanou), Ort: Schauburg (Antonienstraße 21). Der Dokumentarfilm zeigt, wie Industrielle und Bankiers in den 20er und 30er Jahren den Faschismus förderten, um sozialistische Bewegungen und Gewerkschaften zu zerschlagen. An den Rändern Europas würde sich heute, in der Krise, dieses Muster wiederholen: So in Griechenland oder der Ukraine – ein gefährliches Spiel, das leicht außer Kontrolle geraten kann. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

10.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Mumia Abu Jamal: Long Distance Revolutionary“ (USA 2012 / 120 min / Stephen Vittoria), Ort: Schaubühne Lindenfels (Karl-Heine-Straße 50 ). Bevor er beschuldigt wurde 1981 einen Polizisten umgebracht zu haben und zum Tode verurteilt wurde, war Mumia Abu Jamal ein begnadeter Journalist und brillanter Schriftsteller. Nun nach mehr als 30 Jahren im Gefängnis und trotz Versuche ihn zum Schweigen zu bringen, ist Mumia nicht nur immer noch am Leben, sondern setzt seine Arbeit fort zu berichten, zu unterrichten, zu provozieren und zu inspirieren. Im Anschluss Diskussion mit Aktivistinnen vom Free Mumia Netzwerk Berlin.

17.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Verdrängung hat viele Gesichter“ (BRD 2014 / 94 min / Filmkollektiv Schwarzer Hahn), Ort: UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Straße 12a). Der Dokumentarfilm „Verdrängung hat viele Gesichter“ stellt die Fragen, wie wir in einer Stadt zusammen leben wollen und wem die Stadt gehört. In Interviews und Reportagen wird die „Gentrifizierung“ Berlins anhand eines Stadtviertels beleuchtet. Im Anschluss: Diskussion mit Samira Fansa (Mietrechtsaktivistin und Filmemacherin) und dem Stadtsoziologen Andrej Holm (Forschungsschwerpunkte: Gentrification, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich und Europäische Stadtpolitik).

19.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „10 Milliarden“ (BRD 2015 / 103 min / Valentin Thurn), Ort: Probsteikirche (Nonnenmühlgasse 2). Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Der Film begibt sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört und erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion.
Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

24.09.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Verboten, Verfolgt, Vergessen – Kalter Krieg in Deutschland“ (BRD 2015 / 61 min / Daniel Burkholz), Ort: naTo (Karl-Liebknecht-Straße 46). Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als Staatsfeinde. Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die schon in der Nazizeit in Amt und Würden waren – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Auf diese Weise wurde erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik – und lange vor 1968 – eine große außerparlamentarische Bewegung zerschlagen. Eine Weichenstellung, die die politischen Verhältnisse in der BRD bis heute belastet. Im Anschluss Diskussion mit Rolf Gössner (Rechtsanwalt, Publizist und Vizepräsident Berliner Internationalen Liga für Menschenrechte).

01.10.2015, 20 Uhr, globaLE Kino:„Waterberg to Waterberg – In the Footsteps of Samuel Maharero“ (Namibia 2014 / 61 min / Original mit englischen UT / Andrew Botelle), Ort: Neues Schauspiel (Lützner Straße 29). Am Anfang des 20. Jahrhunderts steht die Nation der Herero unter Führung von Samuel Maherero im Krieg mit den deutschen Kolonialtruppen in Namibia. Nach anfänglichen Erfolgen sehen sich die Herero eingekesselt von ihren Verfolgern – der einzige offene Weg führt direkt in die Kalahari Wüste. Eine tausende Kilometer lange Vertreibung durch unwirtlichstes Gebiet beginnt. Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

08.10.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Stealing Africa – Wieviel Profit ist gerecht?“ (Schweiz, Sambia, Großbritannien, USA 2012 / 58 min / Christoffer Guldbrandsen), Ort: Neues Schauspiel (Lützner Straße 29). Sambia ist reich an Bodenschätzen und hat das weltweit drittgrößte Kupfervorkommen. Aber die Menschen in Sambia bekommen von den hohen Erträgen aus ihren in internationalem Besitz befindlichen Kupferminen nichts zu sehen. Sie leben in größter Armut: 60% der Bevölkerung haben weniger als einen Dollar pro Tag und etwa 80% haben keine Arbeit. Wie ist so etwas möglich? Was hat ein kleines verschlafenes Nest in der Schweiz, damit zu tun, dass Sambia noch immer zu einem der 20 ärmsten Länder der Welt gehört? Der Film “Stealing Africa – Wieviel Profit ist gerecht?” deckt undurchsichtige und inhumane Geschäftspraktiken auf, beleuchtet die Hintergründe und Zusammenhänge, wie der Großkonzern “Glencore” diese wirtschaftliche Macht erringen konnte. Die Dokumentation zeigt aber auch, wie ein Staat erpresst wird und die Bevölkerung von Sambia hungern muss, damit im reichen schweizer Rüschlikorn die Menschen weiterhin in einem Finanzparadies auf ihre Kosten leben können. Der Film zeigt Zusammenhänge deutlich auf und fragt danach wer die moralische Verantwortung für solche Geschäftsgebaren trägt.
Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

15.10.2015, 20 Uhr, globaLE Kino: „Flowers of freedom“ (BRD 2015 / 96 min / Mirijam Leuze), Ort: E35 (Wittenbergerstraße 60). Ein kleines Dorf in Kirgistan. LKWs passieren voll beladen mit hoch giftigem Cyanid, welches für die Goldgewinnung eingesetzt wird. Nach einem folgenschweren Unfall, bei dem ein Cyanidlaster in einem Fluss verunglückt, und nach langem Schweigen der Regierung, finden sich einige mutige Frauen um für die Rechte der Opfer ihres Dorfes und der Umwelt zu kämpfen… Im Anschluss Diskussion mit Gästen.

 

Flyer und Plakat als pdf gibt’s auch auf der Webseite der globaLE: www.globale-leipzig.de sowie weitere Infos auf FB: www.fb.com/globaleipzig

 

globale2015plakat

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