Nein zur Stationierung neuer Atomwaffen! – Spontane Kundgebung am Montag 28.9. um 18 Uhr Leuschnerplatz

Schon mehrmals stand die Welt am Abgrund eines atomaren Infernos. Im Bewusstsein geblieben sind die Kuba-Krise 1962. Und die Nato-Übung in Europa von 1983, die einen Atomkrieg simulierte und so fast zu einem Präventivschlag der UdSSR geführt hätte, da sie sich angegriffen glaubte.

Noch gelang es bisher im letzten Moment, diesen letzten Schritt zu vermeiden, der zu einem unbewohnbaren Planeten geführt hätte. Darin sind sich alle einig.
Wer geglaubt hat, dass mit der Aufgabe des Sozialistischen Lagers 1990 Chancen für eine friedlichere Welt verbunden gewesen wären, sieht sich getäuscht.
Nie gab es mehr Kriege und Konflikte, Tod, Vertreibung, Geflüchtete als derzeit.
Und wieder spielen verbrecherische Politiker mit Atomwaffen zur Durchsetzung ihrer politischen Pläne.
Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspläne, wie in der ZDF-Sendung Frontal 21 öffentlich gemacht wurde. Danach stehen im Haushalt der US-Luftwaffe ab dem dritten Quartal 2015 Gelder für die Integration des neuen Atombombensystems B61-12 auch in die deutschen Tornado-Jagdbomber bereit. Diese neuen taktischen Nuklearwaffen sind wesentlich zielgenauer als die Atombomben, die bislang in Büchel lagern. Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der „Nuklearen Teilhabe“ Angriffe mit den US-Bomben fliegen.
Mit den neuen Bomben verwischen sich die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen.
Das ist eine eklatante Verletzung des Atomwaffensperrvertrages und führt zu einem erneuten Wettrüsten mit den Risiken eines Atomkrieges.

 

„Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben – und zwar im Rahmen der NATO-Praxis der Nuklearen Teilhabe“, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Frontal21: „Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen„. Dabei hatte der Bundestag im März 2010 mit breiter Mehrheit beschlossen, die Bundesregierung solle sich „gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen.“ Auch im Koalitionsvertrag von Union und FDP hatte die Bundesregierung 2009 den Abzug der Atomwaffen aus Büchel zugesagt.
Doch statt der Abrüstung erfolgt nun die Stationierung von rund 20 neuen Nuklearwaffen.
Die zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben haben.

 

* * *      Wehrt Euch! Empört Euch! Engagiert Euch!     * * *
Kommt zur Auftakt-Kundgebung für ein atomwaffenfreies Deutschland am Montag, 28.9.2015, um 18 Uhr am S-Bahnhof Leuschnerplatz.
Die Veranstaltung wird zeitlich so stattfinden, dass Teilnahmen an den anti-rassistischen Demonstrationen gegen Legida am gleichen Abend möglich sind.
Und bringt selbstgemalte Transpis und Plakate mit!

 

Mehr Informationen zum Thema u.a.:

 

 

Neue_Atomwaffen_in _Deutschland_20150924

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