Die Migrationsbewegung nach Europa wird niemals aufhören…

… wenn sich nicht die EU Außenhandels- und Rohstoffpolitik grundlegend ändert. Ein Drittel der weltweit Geflüchteten kommt aus Afrika. Doch in Europa interessiert sich kaum jemand für ihr Schicksal. Die EU setzt auf Abschottung, das Mittelmeer ist zur Todesfalle für Tausende geworden. Deutsche Waffenexporte, westliche Rohstoffpolitik, globale Umweltzerstörung – Europa trägt Mitverantwortung dafür, dass viele Menschen in Afrika ihre Länder verlassen müssen. Doch egal ob Flucht oder Migration: Für Menschen aus Afrika gibt es kaum noch legale Möglichkeiten, nach Europa zu kommen.

Die Attac Mitgliedsorganisation Inkota hat ein neues Dossier mit verschiedenen Beiträgen aus afrikanischer Perspektive veröffentlicht:

 

[..] Häufig ist Migration ein unsichtbares Drama. Man spricht nicht von dem weggegangenen Sohn, ehe die Nachricht seines Erfolgs nicht unzweifelhaft bestätigt wurde. Einige warten so immer noch auf Menschen, die seit mehr als zehn Jahren verschwunden sind, in der Hoffnung, eines Tages ein Lebenszeichen zu bekommen.

Auf einer globaleren Ebene weichen die afrikanischen Staaten der Frage aus, die ein Zeichen ihres eigenen Versagens ist. Die jungen Menschen, die ihr Leben bei der Flucht aufs Spiel setzen wie im russischen Roulette, deuten auf die Schwäche der Arbeitsmarktpolitik und die Hoffnungslosigkeit hin, die das Leben einer perspektivlosen und größtenteils jungen Bevölkerung auszeichnet.
Als sich vor zehn Jahren Länder wie der Senegal mit europäischen Regierungen verbündeten, um das Frontex-Programm umzusetzen, schrien die Auswanderer Verrat. Gendarmen patrouillierten an den Stränden, um die Abreise der Pirogen zu verhindern.

Der Strom an Menschen ist dennoch nicht versiegt. Er hat sich verändert und läuft nun über die Wüstenrouten. Junge Leute brechen auch weiterhin auf in den Norden. Solange in Libyen das Chaos vorherrscht, gehen sie davon aus in der Unordnung die größte Chance auf den Aufbruch in ein neues Leben zu haben. […]

Hier den ganzen Artikel von Tidiane Kassé auf den Seiten von Inkota lesen.

africa Enjoy capitalism

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