Beratung über Unkrautgift Glyphosat – heute Abend: Das Ende der Gentechnik

Heute berät ein EU-Ausschuss in Brüssel über eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. Ob darüber abgestimmt wird oder ob die Entscheidung erneut verschoben wird, ist bisher offen. Der Entscheidungsprozess wird begleitet von einem starken Einfluss der entsprechenden Lobby. Die aktuell gültige Lizenz läuft Mitte Dezember aus. Ursprünglich wollte die EU-Kommission eine Verlängerung der Lizenz um zehn Jahre. Da sich dafür aber keine Mehrheit abzeichnete, wurde davon Abstand genommen und zuletzt eine Verlängerung um fünf Jahre vorgeschlagen. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft.

Seit Anfang des Jahres haben innerhalb von nur fünf Monaten mehr als 1,3 Millionen Menschen die Europäische Bürgerinitiative gegen die Wiederzulassung unterzeichnet. Ende Juni wurden die Unterschriften eingereicht mit der keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU gefordert wird.

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“, mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat, werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet… Wir zeigen heute Abend den Film „Code of survival – Das Ende der Gentechnik“ (2017) von Bertram Verhaag im Rahmen des globalisierungskritischen Leipziger Filmfestivals und wollen anschließend über das Thema diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in der Schaubühne Lindenfels.

 

 

 

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Eine Antwort

  1. Dazu: Glyphosat – und kein Ende?

    Das EU-Expertengremium konnte sich wieder nicht über eine Zulassung des Totalherbizides entscheiden

    Die bisherige Zulassung für Glyphosat läuft im Dezember ab. Nachdem das Expertengremium der EU eine Abstimmung dazu im Oktober vertagt hatte, war für den heutigen Donnerstag, den 9. November, eine erneute Entscheidung über eine Neuzulassung für den Zeitraum von fünf Jahren anberaumt. Wieder gab es im zuständigen Fachausschuss keine qualifizierte Mehrheit.

    Nun geht es darum, entweder einen neuen Vorschlag zu erarbeiten oder einen Berufungsausschuss mit ranghöheren Vertretern der Mitgliedstaaten einzuberufen, der über den aktuellen Vorschlag abstimmt, wie berichtet wird: „Wenn auch dieser kein Ergebnis erreichen würde, müsste die Kommission die Entscheidung über die Neuzulassung von Glyphosat allein treffen.“

    „Die Zukunft des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa ist zunächst weiter offen“, heißt es in Medienberichten. Die Diskussionen waren zuletzt von einer Auseinandersetzung über die Gefährlichkeit des Pestizids und dem Misstrauen gegenüber Berichten zur Risikoeinschätzung geprägt.

    Sieben von acht der beschriebenen Tumoreffekte sollen in den Behördenberichten des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) ignoriert worden sein. Dabei ging es um erhöhte Tumorraten für Nieren-, Schilddrüsen-, Hautkrebs, Leber- und Lungenkrebs. Die Berichte basierten auf wissenschaftlichen Publikationen der Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) und der Europäischen Agentur für Ernährungssicherheit (EFSA).

    EFSA und die ECHA haben die Tumoreffekte nicht erwähnt, weil sie diese als nicht relevant betrachteten, kritisiert Peter Clausing vom Pestizid-Aktionsnetzwerk (PAN). In einer Faktensammlung weist der Toxikologe Punkt für Punkt den systematischen Regelbruch durch die Behörden nach….

    Hier weiterlesen: https://www.heise.de/tp/features/Glyphosat-und-kein-Ende-3885556.html

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