14. Leipziger globaLE Filmfestival startet diese Woche (1.8. – 22.11.18)

Vom 1. August – 22. November 2018 findet wieder globalisierungskritisches Kino mit interessanten Gästen und spannenden Diskussionen an unterschiedlichsten Orten in Leipzig statt. Am Mittwoch dieser Woche geht’s los. Die globaLE ist eine politische Filmreihe auf Initiative von Attac Leipzig und findet bereits zum vierzehnten Mal statt. In den nächsten vier Monaten werden über 40 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten wie bspw. im Clara-Zetkin-Park, der Peterskirche, dem Grassi Museum oder auch in Programmkinos wie dem UT Connewitz stattfinden. Das Programm hab ich komplett auch unter ‚Termine‚ eingestellt.

Einer der Schwerpunkte unserer Reihe liegt dieses Jahr auf der Eigentumsfrage bzw. bei den Auseinandersetzungen um öffentliches Eigentum. In vielen Ländern gibt es starke Widerstände gegen die Privatisierung öffentlicher Güter wie Wasser oder Wohnraum. Auch hierzulande formiert sich mehr und mehr Widerstand bspw. gegen die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens. Wir wollen mit der Veranstaltungsreihe den Aktiven ein Podium bieten und den öffentlichen Diskurs mitgestalten. Außerdem geht es in mehreren Filmen um Fluchtursachen und Migration. Auch die deutsche Kolonialgeschichte thematisieren wir an mehreren Filmabenden. Wir wollen damit informieren, eine Plattform für Diskussionen geben, politisieren und die Menschen dazu animieren, selbst Initiative zu ergreifen.

Im Anschluss an die Filmvorführungen gibt es interessante Gespräche, zu denen jeweils Regisseure oder Aktivistinnen und Aktivisten eingeladen werden. In dieser Woche finden bereits drei Veranstaltungen statt. Die Reihe beginnt am Mittwoch, den 1. August, um 20 Uhr im Clara-Zetkin-Park mit dem Film „System Error“ (2018). Am Donnerstag läuft an der gleichen Stelle – im Park auf der Wiese vor dem Musikpavillon – der senegalesische Film „Der Standpunkt des Löwen“ (2011). Am Freitag ist die Reihe dann am Wagenplatz „Toter Arm“ in der Nähe des Cospudener Sees zu Gast und zeigt den Spielfilm „Ich, Daniel Blake“ (2016). In den folgenden Tagen und Wochen wird ein umfangreiches Programm an unterschiedlichsten Leipziger Orten geboten. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist jeweils frei.

Das komplette Programm mit den Filmbeschreibungen findet sich auf der Webseite www.globale-leipzig.de bzw. auf FB: www.facebook.com/globaleipzig.

 

Gut besuchte Auftaktveranstaltung der GlobaLE am 1. August im Clara-Zetkin-Park.

Die Reihe läuft vom 1.8. bis zum 22.11.2018. Das Programm komplett gibt’s auf http://www.globale-leipzig.de

Eine Antwort

  1. Wie wäres denn mal mit etwas Geschichte (daraus sollte man doch lernen) , was der real existierende Sozialismus so vorhatte:

    LVZ
    Wie die DDR Gegner mundtot machen wollte
    ARD zeigt Dokumentarfilm über Internierungspläne der Staatssicherheit im Krisenfall / Dreharbeiten auch in Leipzig

    Katharina und Konrad Herrmann haben anhand von Stasi-Dokumenten sowie Zeitzeugenberichten den Dokumentarfilm „Honeckers unheimlicher Plan“ gedreht.

    berlin. „Direktive 1/67“ steht auf dem brauen Hefter. In der rechten Ecke prangt der Stempel „Geheime Kommandosache“. Im 40-seitigen Papier regelt das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Mobilmachung im Ernstfall. Besonders brisant ist die geplante Inhaftierung von Oppositionellen in Isolierungslagern. Über dieses Kapitel der DDR haben die Filmemacher Katharina und Konrad Herrmann eine Dokumentation gedreht. Vor etwa zwei Jahren stießen die beiden Berliner in einem Newsletter des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen auf das Thema. Gedreht wurde „Honeckers unheimlicher Plan“ im vorigen Herbst, in Leipzig, Dresden, Weimar, Erfurt und Berlin – am nächsten Montag läuft die Doku.

    Dem ersten Hinweis folgte eine monatelange Suche in den Archiven. Ziel der Direktive war es seinerzeit, einen Volksaufstand wie am 17. Juni 1953 schon im Keim zu ersticken. Der Plan sollte deshalb im Falle von Krisen in der DDR-Gesellschaft potenzielle Staatsgegner sofort durch Verhaftung und Isolierung zum Schweigen bringen. Ein spezielles Codewort an alle 211 Kreisdienststellen des MfS im Land sollte am „Tag X“ eine ungeheure Maschinerie in Gang setzen. Im „Vorbeugekomplex“ wurden bis zum Herbst 1989 durch das MfS 85 000 DDR-Bürger geführt. Im Ernstfall hätten sie innerhalb von 24 Stunden verhaftet und isoliert werden können.

    Ins Visier gerieten Ausreisewillige, Friedens- und Ökoaktivisten, Bürgerrechtler, regimekritische Schriftsteller wie auch politisch unsichere Betriebsdirektoren. Anhand der Stasi-Dokumente sowie von Zeitzeugenberichten rekonstruiert der Film dieses gewaltige Planspiel von erschreckender Präzision. Einer dieser „Staatsfeinde“ ist Rudolf Keßner aus dem thüringischen Weimar. Der Schriftsetzer nutzte sein Ladenschaufenster als „Alternative Litfaßsäule“, um über Wehrdienst oder Rechte und Pflichten von Ausreisewilligen aufzuklären. Im Film sagt er: „Wir waren ganz normale Leute, die für Veränderung, für normale demokratische Veränderungen waren, normal leben und nicht eingemauert sein wollten.“ In
    der Erklärung der Stasi-Akten heißt es: „K. tritt als Organisator des politischen Untergrunds auf …“ Für K. planten sie die Isolierung auf Schloss Beichtlingen in der Nähe von Erfurt. Die Filmemacher wollten auch die „Gegenseite“ hören. Doch von Ex-Mitarbeitern der Stasi seien sie radikal abgeblockt worden, sagt Konrad Herrmann. Trotzdem konnten für das Projekt zwei SED-Kenner gewonnen werden, die einen Einblick in die Denkweise der damals Verantwortlichen geben.

    ……

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