Stolpersteine: Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung

Vor 81 Jahren, am 9. November 1938, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Menschen. Einer von ihnen war Alfred Kästner. Als sich nach dem I. Weltkrieg die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gründete, gehörte er 1919 zu den Mitbegründern der Ortsgruppe in Leipzig. Nach der Machtübernahme der Faschisten 1933 fanden in seinem Büro illegale Treffen statt und es wurden Flugblätter gedruckt. Im September 1933 wurde er verhaftet und zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Danach wurde er bis 1939 in die Konzentrationslager Sachsenburg und Sachsenhausen gesperrt. Nach seiner Entlassung schloss sich Alfred Kästner dem politischen Widerstand um die „Schumann-Engert-Kresse-Gruppe“ an. Mit seiner Hilfe entstand ein konspiratives Netzwerk von Gegnern der Faschisten über Parteigrenzen hinweg. Im Juli 1944 verhaftete die Gestapo die Protagonisten der Gruppe. Am 11. März 1945 wurde auch Alfred Kästner verhaftet. Sieben Tage vor der Befreiung Leipzigs verübte die Leipziger Gestapo ein letztes Massaker. Am 12. April 1945 gehörte Alfred Kästner (62 Jahre) zu jenen 53 Gefangenen, die auf dem Truppenübungsplatz Lindenthal erschossen und in einem Bombentrichter verscharrt wurden. Die Erinnerung an die Gräueltaten des Faschismus sind Grundlage für die Überwindung faschistischer Ideologien. Die Lehren des 2. Weltkriegs sind aktueller denn je: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

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