Hunderttausende bei Klimademonstrationen

Die vom Klimakabinett beschlossenen Maßnahmen sind trotz der monatelangen Klimaproteste ein Armutszeugnis. Die Beschlüsse reichen nicht einmal aus, um die Klimaziele von Paris einzuhalten. Sie liegen weit unter dem, was politisch und technisch machbar ist. Deshalb fanden heute in zahlreichen Städten weltweit Demonstrationen statt, – allein in der Bundesrepublik in 500 Orten. Auch in Leipzig wurde heute wieder demonstriert nachdem die gesamte vergangene Woche zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der „Public Climate School“ stattgefunden haben.

Viele Menschen haben klar erkannt: Eine Lösung des Problems ist nicht möglich ohne eine grundlegend andere Produktionsweise. Denn im Kapitalismus herrscht das Privateigentum an Produktionsmitteln. Produziert wird mit dem Ziel, der Profitmaximierung und es herrscht eine Art „Anarchie der Produktion“, da jeder einzelne Kapitalist sich einen möglichst großen Teil des Profits sichern will. Wenn man es mit der Problembekämpfung aber ernst nimmt, dann muss man klar sehen, dass auf einem Planeten mit beschränkten Resourcen auch verantwortungsvoll mit diesen umgegangen werden muss, – sprich es muss am Bedarf produziert werden und nicht mit dem Ziel des Profits Einzelner. Das lässt sich aber nur bewerkstelligen wenn man Wirtschaft im gesamten betrachtet und plant und dafür wiederum ist die Aufhebung des Privateigentums essentiell. Die große Mehrheit der Menschen besitzt heute nichts weiter als ihre Arbeitskraft, die sie als Ware verkaufen müssen. Eine Bewegung die das Ziel verfolgt den Klimawandel aufzuhalten oder umzukehren und eine Gesellschaft, die nach den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt wirtschaftet zu errichten, muss deshalb zu allererst die Eigentumsfrage auf die Agenda setzen.

„Vom Standpunkt einer höhern ökonomischen Gesellschaftsformation (vom Sozialismus aus) wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so abgeschmackt erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem andern Menschen. Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie als boni patres familias <gute Familienväter> den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen.“ (Kapital, Bd. 3, MEW 25; S. 782)

 

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