Über mich

2013-Mike-Nagler-LeipzigIch blogge, also bin ich – in diesem Fall Mike Nagler, laut LVZ „Südvorstadtrebell“ , wohne in Leipzig und engagiere mich hier vor allem außerparlamentarisch in Netzwerken und verschiedenen Initiativen. Darüberhinaus bin ich 2009 und 2013 zu den Bundestagswahlen als parteiloser Direktkandidat für DIE LINKE im Wahlkreis Leipzig II angetreten.

Zunächst einmal will ich mich einmischen, so wie ich es in den vergangenen Jahren bereits an ganz verschiedenen Stellen getan habe: etwa in der Leipziger Hochschulpolitik, beim erfolgreichen Bürgerbegehren für den Erhalt der kommunalen Unternehmen oder bei Attac, wo ich schon seit längerem im bundesweiten Koordinierungskreis und in der Bundes-AG Finanzmarkt & Steuern mitarbeite. „Mitarbeit“ ist dabei ein wichtiges Stichwort, denn eines steht fest: Alleine geht politisch gar nichts. Das bedeutet – trotz aller wichtigen und notwendigen Einmischung in allgemeine politische Debatten und Auseinandersetzungen – zunächst einmal, die Probleme der Menschen vor Ort wahr- und ernst zu nehmen, um auf dieser Basis nach ausgewogenen und nachhaltigen Lösungen zu suchen.

Politisch aktiv zu sein heißt für mich auch und gerade Widersprüche zu artikulieren, Entscheidungen transparent und Vorgänge nachvollziehbar zu machen. Kurzum: es geht mir darum, die Prozesshaftigkeit – und das heißt letztendlich: die Veränderbarkeit politischen Denkens und Handelns offen zu legen. So können und sollen die Beiträge in diesem Blog kommentiert, kritisiert oder einfach weiter verlinkt werden. Auch auf dem Portal Abgeordnetenwatch kann sich über meine Positionen informiert und Fragen an mich und andere gestellt werden. Und wer sich mit mir und meiner politischen Arbeit außerhalb der digitalen Welt auseinandersetzen will, der ist jederzeit herzlich eingeladen, zu einer der Veranstaltungen zu kommen. Ich lebe zwar schon seit nunmehr fast vierzehn Jahren in Leipzig und fühle mich der Stadt vielfältig verbunden, doch ist es mir wichtig, die darin lebenden Menschen möglichst gut zu kennen. Nur auf einer solch gemeinsamen Basis lässt sich, so glaube ich, eine Arbeit leisten, die über das, was man heute in aller Regel unter „Politik“ versteht, deutlich hinaus geht und nachhaltige Verbesserungen bringt, anstatt sich in einer Abfolge von symbolischen Aktionen und medienwirksamen Inszenierungen zu ergiessen.

Es geht aber auch darum nicht nur politisch zu denken und zu handeln. Denn die Welt, in der wir leben, ist nicht nur eine politische, so sehr uns das politische Geschehen auch Tag für Tag prägt. Ob es jeden von uns tagtäglich beschäftigt, kann ich freilich nicht sagen. Niemand wird als politischer Mensch geboren. Auch ich nicht. In meinem Fall war es ein Aufenthalt in Südamerika, der mich dazu gebracht hat, mich politisch zu engagieren. Natürlich besteht mein Leben und mein Engagement – wie bei vielen anderen auch – nicht nur aus Politik. Gerade in Leipzig gibt es noch vieles mehr zu entdecken, zu sehen oder, ganz einfach, zu tun. Meine inhaltlichen Schwerpunkte betreffen vor allem den Erhalt und Ausbau von öffentlichem und kommunalem Eigentum, die Demokratisierung aller Gesellschaftsbereiche, die Bildungs- und Sozialpolitik sowie die (derzeitige) Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, mit deren Hintergründen ich mich schon seit einigen Jahren beschäftige und – gemeinsam mit anderen – eine Reihe von Ansätzen erarbeitet habe, wie die politische Richtung schrittweise entgegen der neoliberalen bzw. kapitalistischen Ideologie geändert werden kann [Attac, Netzwerk Steuergerechtigkeit, DaVor]. Bei alldem aber ist und bleibt es mein vordringlichstes Ziel, die Menschen möglichst umfassend zu informieren, sie in die Diskussions- und Entscheidungsfindungsprozesse mit einzubeziehen und auf diesem Wege zu einer Politik zu gelangen, die für die Menschen da ist – und nicht umgekehrt. Es muss also darum gehen ein Bewusstsein zu entwickeln, dass Politik eben nicht Sache von Machteliten aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik und Medien ist und sein darf, sondern dass wir die Geschicke (wieder) selbst in die Hand nehmen und (mit)bestimmen.

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Für den, den es interessiert – in einer Auswahl – mein Ich in ein paar Zahlen und Fakten:

* seit 2010 bis heute, Mitglied im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland.

* seit 2010 bis 2015, Mitglied im Hochschulrat der HTWK Leipzig

* Mitorganisator, globalisierungskritisches Leipziger Filmfestival, globaLE e.V., (2004-2016)

* 2013, parteiloser Direktkandidat der Partei DIE LINKE im Bundestagswahlkreis 153, Leipzig II. (Das ist Leipzig II bzw. Süd und ist der selbe Wahlkreis wie 2009, allerdings hatte er damals die Nr. 154 und seit 2013 die Nr.153. Zum Wahlkreis Leipzig II gehören die Stadtbezirke Mitte, Süd, Südost, Südwest und West.) (Wahlergebnis Bundestagswahl 2013)

*2013, Mitinitiator der Leipziger Bürgerinitiative für eine Privatisierungsbremse

* 2009, Mitinitiator des Bündnis gegen Atomkraft Leipzig

* 2009, parteiloser Direktkandidat der Partei DIE LINKE im Bundestagswahlkreis 154, Leipzig II. (das Wahlergebnis vom Sept. 2009, und hier etwas detailierter der Wahlbericht der Stadt Leipzig.)

* seit 2009, Mitglied des Institiuts für Bauwirtschaft der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK).

* 2008-2011, Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

* seit 2008, interdisziplinäre Promotion bei Prof. Michael Hartmann (TU Darmstadt, Soziologie), Prof. Helmuth Berking (TU Darmstadt, Soziologie) und Prof. Bernd Reichelt (HTWK Leipzig, Bauwirtschaft), Arbeitstitel: “Der Einfluss lokaler Eliten auf die Privatisierung kommunaler Leistungen – Vergleichende Analyse eines Spannungsfeldes, dargestellt am Beispiel deutscher Großstädte”.

* 2007/2008 Mitinitiator des Leipziger Bürgerbegehrens zum Erhalt der kommunalen Unternehmen. (für Statistikfans hier der Ergebnisbericht des Bürgerentscheids)

* 2007, Abschluss als Master of Science im Bauingenieurwesen an der HTWK Leipzig, Abschlussarbeit: Ursachen und Auswirkungen von Entstaatlichung öffentlicher Einrichtungen auf die Stadtentwicklung im Kontext einer gesamtgesellschaftspolitischen Entwicklung (am Beispiel der Privatisierung der WOBA Dresden).

* 2006/2007 Mitorganisation der Anti-G8-Proteste in Rostock und Heiligendamm.

* 2007 Mitinitiator einer Kampagne zu Alternativen in der Stadtentwicklung im Vorfeld und anlässlich des EU Bauministertreffens in Leipzig.

* seit 2006, APRIL-Netzwerk Leipzig.

* seit 2005 Mitglied in der bundesweiten AG Finanzmarkt und Steuern von Attac Deutschland.

* 2005/2006 Mitglied des akademischen Senats der HTWK Leipzig.

* 2004 Abschluss des Architekturstudiums als Diplomingenieur für Architektur an der HTWK Leipzig.

* 2003/2004 Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften.

* 2000 – 2004 Mitglied des StudentenRat der HTWK Leipzig.

* 2002/2003 Auslandsaufenthalt in Indien, Arbeit als Architekt im Stadtplanungsbüro Aurovilles Future, in Auroville, Tamil Nadu, Indien.

* 2000 – 2007 Studium der Architektur und des Bauingenieurwesens an der HTWK Leipzig.

* 1999/2000 Aufenthalt in Bolivien.

* 1997/1998 Fachabitur

* 1995 – 1997 Industrieschule Chemnitz, Ausbildung zum Staatlich geprüften technischen Assistenten für Informatik und Elektrotechnik.

* Geboren am 10.12.1978 in Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz.

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Ehrenamtliches Engagement / Mitgliedschaften u.a.:

APRIL-Netzwerk

Attac

Acampada Leipzig – Echte Demokratie Jetzt!

Bündnis gegen Atomkraft Leipzig

Europäische Linke

Förderverein der HTWK Leipzig

GlobaLE e.V. Leipzig – globalisierungskritisches Filmfest

Netzwerk Leipzig gegen Krieg

Netzwerk Vorsicht Freihandel

Mehr Demokratie e.V.

Netzwerk Steuergerechtigkeit

Pro Asyl

Uebergebuehr e.V.

Unisolar Leipzig e.V. (aufgelöst im Frühjahr 2011)

ver.di

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