Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert

Ein Freund von mir hat im März im Dresdner Verlag Voland & Quist ein Buch über Hasso Grabner (1911-1976) veröffentlicht.
Grabner war einer der führenden Jungkommunisten in der Weimarer Republik, wurde von den Nazis verhaftet, ins Zuchthaus geworfen und später im KZ Buchenwald interniert. Er kam frei, überlebte in einem Strafbataillon den Krieg und baute nach 1945 an vorderster Front die DDR mit auf. Er war Chef aller ostdeutschen Stahlwerke und erster Leiter beim Aufbau des Großkombinats „Schwarze Pumpe“. Später arbeitete er als Schriftsteller. Grabner eckte mit seiner pragmatisch-anarchistischen Art aber immer wieder bei der Obrigkeit an, wurde von der Stasi überwacht, mehrfach von der SED zum Hilfsarbeiter degradiert und bekam zwischenzeitlich sogar Publikationsverbot. Dennoch verkauften sich seine Bücher in der DDR mehrere 100.000 Mal. Nach seinem Tod fiel er in Vergessenheit.
Francis Nenik hat seine irrwitzige Biographie in Form eines erzählenden Sachbuches rekonstruiert. Das Buch ist jetzt für den Preis der unabhängigen Verlage nominiert. Schaut einfach mal rein – und stimmt ab, wenn euch das Buch gefällt.  Weiterlesen

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Das „Tagebuch eines Hilflosen“

Am 20.01.2017 hat der Leipziger Schriftsteller Francis Nenik ein literarisches Langzeitvorhaben gestartet. Unter dem Titel „Tagebuch eines Hilflosen“ wird er der Amtszeit von Donald Trump mit literarischen Mitteln folgen und dabei vor allem die Ränder, das Abseitige und wenig Beachtete in den Blick nehmen. Aus diesem Anlass veröffentlicht er seit der Inauguration Trumps jeden Tag eine Prosa-Miniatur, die sich unterschiedlicher Formen bedient und jeweils andere Ereignisse zum Anlass des Nachdenkens und Schreibens nimmt. Was auf diese Weise im Verlauf von vier Jahren entstehen wird, ist ein höchst subjektives Protokoll einer Präsidentschaft. Parallel dazu überträgt der australische Übersetzer Paul Noske die Miniaturen ins Englische. Für alle, die mal reinlesen wollen. Alle (bisherigen) Texte findet ihr hier.

francisnenik

Stellungnahme

Aufgrund aktueller Diskussionen um meine Person möchte ich zu gewissen Vorwürfen und kritischen Kommentaren, die meine politische Arbeit betreffen, Stellung nehmen.

Die Existenz von verschiedenen Blogeinträgen und Artikeln im Internet hat dazu geführt, dass meine Äußerungen, meine Aktionen und nicht zuletzt auch meine Intentionen von einigen Personen meiner Meinung nach fehleingeschätzt wurden und werden. Ich war bisher der Auffassung, dass sich solche Unklarheiten über meine politische Positionierung in persönlichen Gesprächen besser klären lassen als auf schriftlichem Weg, doch die Erfahrungen der letzten Wochen haben die Notwendigkeit einer solchen Stellungnahme verdeutlicht. Dies vor allem deshalb, da ich mittlerweile sehe, dass meine Person wie auch meine Arbeit weiterhin gezielt diffamiert werden und dies Spaltungen in einigen Netzwerken herbeiführt und wohl auch herbeiführen soll. Maßgeblich geht es hier um mein friedenspolitisches Engagement vor zwei Jahren, zu welchem aber auch heute noch diverse Artikel veröffentlicht werden, die mir u.a. „Querfrontbestrebungen“, „Rechtsoffenheit“, „Antisemitismus“, „Verschwörungstheorien“ und noch weiteres andichten. Ich hoffe, dass die Schreiber/innen und die Rezipienten ihre bisherigen Aussagen und Auffassungen überdenken und sie gegebenenfalls revidieren. Weiterlesen

Politisch motiviert: Finanzamt entzieht Attac die Gemeinnützigkeit. Jetzt erst recht! Zivilgesellschaftliches Engagement lässt sich nicht aberkennen!

Wie zahlreiche Medien heute berichten, hat das Frankfurter Finanzamt dem Attac Trägerverein e.V. die Gemeinützigkeit entzogen (siehe u.a. hier und hier). Das Amt ist der Ansicht, dass Attac in der tatsächlichen Arbeit mehr auf politische Einmischungen und engagiertes Mitgestalten der Bürgerinnen und Bürger setzt, als es die gesetzliche Grundlage, die Abgabenordnung,erlaubt. Insbesondere in unserem Engagement zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, der Einführung einer Vermögensabgabe oder der Aufklärung über die aktuell geheim verhandelten Freihandelsabkommen sieht das Finanzamt keinen gemeinnützigen Zweck.

Dem halten wir entgegen: Politische Bildung führt zu politischer Meinungsbildung, diese führt im besten Fall zu politischem Engagement – mit realen Auswirkungen. Wir nehmen unseren Anspruch als Bildungsbewegung ernst und sehen es als Erfolg unserer Informations- und Bildungsarbeit, wenn viele Menschen sich einmischen. Demokratie kann nicht jenseits der gesellschaftlichen Realität simuliert werden, das wäre absurd.

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Diese Grenzwerte werden erreicht. Wir marschieren. oder Was die FDP im Bundestag will

Die renommierte Literaturzeitschrift „Edit“ hat fünf Autorinnen und Autoren dazu eingeladen, sich mit den Programm der aktuellen Bundestagsparteien auseinander zu setzen. Herausgekommen sind zum Teil aberwitzige Texte, die in der aktuelle Ausgabe (#62) zu lesen sind. Einen davon gibt es jetzt auch online im Edit-Blog. Der Dichter Jan Skudlarek hat das Wahlprogramm der FDP per Googletranslator u.a. ins Lateinische, Georgische, Katalanische und dann wieder zurück ins Deutsche übersetzt und schließlich noch ein wenig weiter daran gefeilt. Weiterlesen

XO

Ein Freund von mir hat gerade seinen ersten Roman veröffentlicht. Allerdings hat er sich den Buchbinder gespart und die 853 Seiten einzeln in eine Box gelegt. Man kann den Roman also ganz klassisch von vorn nach hinten lesen oder hier und da mal ein Kapitel austauschen und das Buch durcheinanderschmökern. Aber am besten ihr seht und lest selbst: http://www.the-quandary-novelists.com/xo/

Neustart Blog

Wie viele sicherlich mitbekommen haben ist meine Webseite seit Mai diesen Jahres nicht mehr aufrufbar gewesen. Ich habe dazu auch verschiedene Mails von euch erhalten. Ich habe es leider nicht geschafft eine neue Seite anzulegen, da ich zunächst dachte es handelt sich um ein technisches Problem welches demnächst gelöst ist. Dem war leider nicht so – vielmehr handelte es sich ganz offensichtlich um eine mutwillige Zerstörung der Seite. Die Seite lief über das Blogprojekt linkeblogs.de, welches von Mark Seibert betrieben wird, der beim Bundesvorstand von DIE LINKE arbeitet. Dieser Mark Seibert hat die Seite mit dem kompletten Inhalt ohne Ankündigung gelöscht und ich hatte von einem auf den anderen Tag keinen Zugang mehr auf meine Seite und alle Daten waren verschwunden. Warum meine Seite genau gelöscht wurde weiß ich nicht, da auf Anfragen (Telefonate / Mails etc.) niemand antwortete. Deshalb kursieren darüber verschiedenste Spekulationen. Im Netz gibt es sogar Stimmen die behaupten, dass der Verantwortliche mit Auftrag an der Demontage „linker Strukturen“ sowie der Partei DIE LINKE arbeitet. Ob das stimmt weiß ich nicht aber denkbar ist das sicher. Da ich mit sowas nicht gerechnet habe, hatte ich keine Sicherung anfertigt. Nun ist der Großteil der über drei Jahre geschriebenen Artikel und gesammelte Informationen leider nicht mehr herstellbar. Aber wie auch immer – ich möchte jetzt hier versuchen eine neue Seite zu beginnen. Ich werde in den nächsten Tagen nach und nach versuchen die Seite aufzubauen.