Gegen das Diktat der Banken…

Am heutigen 15. September jährt sich der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers zum zehnten Mal. Unter den Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise leiden Menschen noch heute, denn statt die Profiteure zur Kasse zu bitten, wurden die Banken durch Steuergeld finanziert und anschließend die Sozialsysteme geschleift. Eine enorme Umverteilung von unten nach oben bzw. von öffentlich hin zu privat folgte.
Anders als es einige deutsche Medien in diesen Tagen darstellen ist es nicht so, dass mit der Pleite der US Investment-Bank Lehman Brothers eine Krise begann, sondern bereits lang vorher, – wenn man korrekt ist, müsste man von einer permanenten Krise sprechen, denn diese ist dem Kapitalismus immanent. Weiterlesen

14. Leipziger globaLE Filmfestival startet diese Woche (1.8. – 22.11.18)

Vom 1. August – 22. November 2018 findet wieder globalisierungskritisches Kino mit interessanten Gästen und spannenden Diskussionen an unterschiedlichsten Orten in Leipzig statt. Am Mittwoch dieser Woche geht’s los. Die globaLE ist eine politische Filmreihe auf Initiative von Attac Leipzig und findet bereits zum vierzehnten Mal statt. In den nächsten vier Monaten werden über 40 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten wie bspw. im Clara-Zetkin-Park, der Peterskirche, dem Grassi Museum oder auch in Programmkinos wie dem UT Connewitz stattfinden. Das Programm hab ich komplett auch unter ‚Termine‚ eingestellt. Weiterlesen

Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert

Ein Freund von mir hat im März im Dresdner Verlag Voland & Quist ein Buch über Hasso Grabner (1911-1976) veröffentlicht.
Grabner war einer der führenden Jungkommunisten in der Weimarer Republik, wurde von den Nazis verhaftet, ins Zuchthaus geworfen und später im KZ Buchenwald interniert. Er kam frei, überlebte in einem Strafbataillon den Krieg und baute nach 1945 an vorderster Front die DDR mit auf. Er war Chef aller ostdeutschen Stahlwerke und erster Leiter beim Aufbau des Großkombinats „Schwarze Pumpe“. Später arbeitete er als Schriftsteller. Grabner eckte mit seiner pragmatisch-anarchistischen Art aber immer wieder bei der Obrigkeit an, wurde von der Stasi überwacht, mehrfach von der SED zum Hilfsarbeiter degradiert und bekam zwischenzeitlich sogar Publikationsverbot. Dennoch verkauften sich seine Bücher in der DDR mehrere 100.000 Mal. Nach seinem Tod fiel er in Vergessenheit.
Francis Nenik hat seine irrwitzige Biographie in Form eines erzählenden Sachbuches rekonstruiert. Das Buch ist jetzt für den Preis der unabhängigen Verlage nominiert. Schaut einfach mal rein – und stimmt ab, wenn euch das Buch gefällt.  Weiterlesen

made in hell – Der Preis unserer Kleidung

Am 24. April 2013 bezahlten 1135 Menschen das Unglück von Rana Plaza in Bangladesh mit ihrem Leben. Über 2400 Menschen wurden verletzt bzw. teils schwer verletzt und haben an den Langzeitfolgen zu leiden.

Wie schon in den vergangenen Jahren nach dem Fabrikeinsturz wollen wir auch in diesem Jahr im April während der „Fashion Revolution Week“ an eines der größten Industrieunglücke der vergangenen Jahrzehnte erinnern. Attac Leipzig und der Eine Welt e.V. Leipzig zeigen im Rahmen der monatlichen MittwochsATTACken am heutigen 25.04. um 18 Uhr den Film „Machines“ (2016) in der Schaubühne Lindenfels und laden zur anschließenden Diskussion mit Syed Mostafa Jahangir ein. Weiterlesen

Lobbyverband bläst zur Offensive für neue Wohnungsprivatisierungen

Die Lobbyverbände werden wieder lauter. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) plädiert dieser Tage für den verstärkten Verkauf kommunaler Wohnungen. Der Zeitpunkt für gute Erlöse aus Privatisierungen sei demnach günstig. Derzeit seien Höchstpreise zu erzielen, sehr viel besser würden die Zeiten wohl nicht mehr werden, – so steht es in einem Argumentationspapier des Instituts. Da fühlt man sich tatsächlich Jahre zurückversetzt, – denn die Argumentationen die für die Privatisierungen zahlreicher öffentlicher Wohnungsbestände in den 1990er bis Ende der 2000er Jahre ins Feld geführt wurden sind die selben die jetzt wieder auftauchen. Als zentrales Argument wird genau wie damals angeführt, dass die Kommunen sich mit den Verkäufen entschulden könnten. Weiterlesen

Abrüsten statt aufrüsten – Ostermärsche 2018

Auch in diesem Jahr finden um Ostern wieder die traditionellen Ostermärsche für den Frieden statt. Angesichts der anhaltenden Aufrüstungsbestrebungen und Kriegsvorbereitungen der bundesdeutschen Regierung ist eine breite und starke Friedensbewegung auch hierzulande notwendig. In Leipzig finden die Veranstaltungen bereits am Fr. 23.03. abends in der Halle 5 im Werk2 und am Sa. 24.04. ab 10 Uhr auf dem Nikolaikirchhof statt. Weiterlesen

Frieden statt Aufrüstung – Demonstration am Wochenende

Am morgigen 16. Februar bis zum Sonntag 18. Februar kommen Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Militär, Wirtschaft und Rüstungsindustrie, überwiegend aus den NATO-Staaten, zur 54. Münchner Sicherheitskonferenz (SIKO) zusammen. Parallel zur SIKO findet ebenfalls ab morgen über drei Tage die „Internationale Münchner Friedenskonferenz“ statt, die seit 2003 als Gegenveranstaltung eine Plattform für friedenspolitische Ansätze bietet. Auch aus Leipzig nehmen wieder Aktive an der Konferenz und an den Protesten am Wochenende teil. Es ist wichtig, dass friedenspolitische Aktionen wieder stärker werden angesichts der geplanten immensen Aufrüstungsbestrebungen der alten (und neuen) Bundesregierung (u.a. nahezu Verdopplung des Militärhaushalts auf ca. 75 Mrd. bis 2024). Weiterlesen