Ausgestrahlt? Tschernobyl und Fukushima heute

Vor 32 Jahren, am 26. April 1986 kam es in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat unter anderem aufgrund von Bedienungsfehlern zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und einer Kernschmelze. Die darauf folgenden Explosionen zerstörten den 1.000 Tonnen schweren Reaktordeckel und das Dach des Gebäudes. Das in diesem Reaktortyp in großen Mengen enthaltene Graphit entzündete sich. Der brennende und schmelzende Reaktorkern lag offen unter freiem Himmel. 25 Jahre später ereignete sich im japanischen Fukushima am 11. März 2011 eine ähnliche Katastrophe. In vier Reaktorblöcken kommt es mindestens zur teilweisen Kernschmelze, durch Lecks im Sicherheitsbehälter treten große Mengen radioaktiven Materials aus. Wie damals in der Ukraine, wurde auch hier die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß der Katastrophe bewusst getäuscht und bis heute versucht die japanische Regierung, die Langzeitfolgen aus Fukushima kleinzureden. Weiterlesen

globaLE: Das Ding am Deich im Querbeet

Ungefähr 80 Besucherinnen und Besucher kamen vergangene Woche zur globaLE in das Gemeinschaftsgartenprojekt Querbeet um den Film „Das Ding am Deich“ zu sehen. Im Anschluss gab es spannende Diskussionen mit AktivistInnen vom Bündnis gegen Atomkraft Leipzig. Der 93-minütige Dokumentarfilm von Antje Hubert dokumentiert den Alltag der Menschen mit einem AKW vor der Haustür. Weiterlesen

Fukushima mahnt: Jetzt abschalten!

„Nie wieder Fukushima – Atomanlagen jetzt abschalten!“ Zwei Jahre nach der verheerenden Reaktorkatastrophe im japanischen AKW Fukushima haben zehntausende Menschen erneut einen rascheren und entschiedenen Atomausstieg gefordert. Während Wirtschaftsverbände und die großen Energiekonzerne die Bundesregierung mit Drohungen erfolgreich politisch erpressen, demonstrierten am vergangenen Samstag bundesweit mehr als 28.000 Menschen gegen den Weiterbetrieb der Atomanlagen und am heutigen Montag fanden im ganzen Bundesgebiet in über 200 Städten Mahnwachen statt. Hier einige Fotos von der Mahnwache des Leipziger Bündnis gegen Atomkraft.

2013-03-11 Mahnwache Fukushima Leipzig (15) Weiterlesen

Zwei Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima: Mahnwache – Montag, 18:30 Uhr Marktplatz Leipzig

Aus Anlass des zweiten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima rufen Bürgerinitiativen und bundesweite Organisationen und Verbände zu großen Demonstrationen am kommenden Wochenende an Atomstandorten auf. Geplant sind Demonstrationen am Atomkraftwerk Neckarwestheim (BaWü), in Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen (Bayern) und an der Uranfabrik in Gronau (NRW). Die größte Aktion wird eine 350 km lange Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde (Niedersachsen).  Getragen und organisiert werden diese Proteste von breiten, regionalen Büdnissen. Auch international finden zeitgleich Demonstrationen statt, so in Japan, Paris und im belgischen Tihange. Auch in Leipzig wird es am kommenden Montag eine Mahnwache und Kundgebung geben. Weiterlesen

26. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

Am heutigen Donnerstag, 26. April, jährt sich der Tschernobyl-Super-GAU zum 26. Mal. Die ukrainische Regierung tut so, als sei die Katastrophe vorüber und will zur Fußball-Europameisterschaft tausende Touristen empfangen. Sie überlegt sogar, neue Atomkraftwerke zu bauen. Die Menschen vor Ort leben hingegen weiter auf dem verseuchten Land, essen täglich kontaminierte Lebensmittel und sind dem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass sie selbst oder Ihre Kinder an Krebs erkranken.

Wie der Jahrestag des Beginns der Fukushima-Katastrophe vor wenigen Wochen ist dies ein Anlass, erneut auf die Gefahren der Atomenergie hinzuweisen und zu fordern: Schluss mit der Atomenergie vor der nächsten Katastrophe!

Hintergrund zur Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986:

Am 26. April 1986 kam es in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat unter anderem aufgrund von Bedienungsfehlern zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und einer Kernschmelze. Die darauf folgenden Explosionen zerstörten den 1.000 Tonnen schweren Reaktordeckel und das Dach des Gebäudes. Weiterlesen

Ein Endlager in Gorleben ist mit uns nicht zu machen!

Mit der Ankündigung eines vorläufigen Erkundungsstopps erkauft sich Norbert Röttgen und die Bundesregierung nur Zeit, um den Standort Gorleben in einigen Jahren umso besser durchsetzen zu können. Denn Teil des Vorschlages ist auch, keinen weiteren Salzstock auf seine Eignung als Endlager zu untersuchen. Damit steigt sogar die Wahrscheinlichkeit, dass zum Schluss trotz aller geologischen Fakten Gorleben zum Endlager wird. Weiterlesen

Ich bin doch kein Atombürger! – Übergabe von Protestpostkarten zur Angra 3 – Bürgschaft

Am Mittwoch übergibt das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig in einer öffentlichen Aktion die gesammelten Protestpostkarten „Ich bin doch kein Atombürger!“ die urgewald in Kooperation mit campact und attac im vergangenen Jahr gegen die Hermesbürgschaft der Bundesregierung für das brasilianische AKW Angra 3 startete (siehe auch hier). Die Unterschriften sollen am Mittwoch dem Leipziger Bundestagsabgeordneten Thomas Feist (CDU) übergeben werden. Wir sagen: Atomausstieg nicht nur in Deutschland sondern überall!

Anti-Atom – Über 25.000 Menschen im Wendland

Am heutigen Tag machten sich Menschen aus dem ganzen Land auf den Weg ins Wendland. Auch aus Leipzig sind heute morgen ca. 100 Menschen ins Wendland aufgebrochen. Zur Großkundgebung kamen 23.000 Menschen, an der Castorstrecke waren zugleich über 2.000 Protestier unterwegs, alles umrahmt von 460 Traktoren der Bauern, die das Gesicht des Widerstands im Wendland entscheidend mit prägen. Gorleben ist inzwischen ein Synonym für das Versagen der Politik im Umgang mit dem Atommüll geworden. Zu Gorleben, den Hintergründen und weshalb der Protest so wichtig ist, hier mehr lesen. Weiterlesen

„Ich bin kein Atombürger“ – Anti-Atom-Protest gegen Angra 3 – So. 20.11. 14 Uhr, Kleiner Willy-Brandt-Platz

Auch in Leipzig kann man mal wieder aktiv gegen Atomkraft werden. Am Sonntag findet eine Aktion des Bündnis gegen Atomkraft Leipzig gegen die Hermesbürgschaft zum brasilianischen AKW Angra 3 statt. Wir sagen: Atomausstieg nicht nur in Deutschland sondern überall. Hier die Informationen dazu einkopiert:

Hallo!

Vorraussichtlich im Januar 2012 wird die deutsche Bundesregierung über die Vergabe einer Hermes-Bürgschaft für Siemens zum Bau eines AKW in Brasilien entscheiden. Falls also die brasilianischen Auftraggeber ihre Rechnung nicht bezahlen können, werden wir Steuerzahler mit 1,3 Milliarden Euro belangt, um in einem erdbebengefährdeten Gebiet ein AKW mit der Technik der 70er jahre mitzufinanzieren. Weiterlesen

Was heißt hier Atommüll?

Zur Frischhaltung von Lebensmitteln würde er einst dienen – mit derlei Versprechen wischten Atomwissenschaftler und Politiker Mitte der 1950er Jahre kritische Nachfragen zur Entsorgung von nuklearem Müll beiseite. Mehr als fünf Jahrzehnte sind seither vergangen, die Atomindustrie hat Hunderttausende Tonnen strahlender Abfälle produziert. Entsorgt, schadlos gar, hat sie noch kein einziges Gramm. Weiterlesen

Antiatom: Mit vereinten Kräften – Bündnis ruft zur Teilnahme an bundesweiter Demonstration auf

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig ruft für den kommenden Sonnabend zur Teilnahme an der bundesweiten Anti-Atom-Demonstration in Berlin auf. Am Sonnabend um 9:30 Uhr treffen sich die Mitfahrenden an der Ostseite des Hauptbahnhofes, um dann mit mehreren Bussen und über zehn Wochenendtickets nach Berlin zu fahren. Die Anmeldung ist unter antiatom-leipzig[at]gmx.de möglich. Weiterlesen

160.000 demonstrieren für den sofortigen Atomausstieg

Bei 21 Großdemonstrationen in der ganzen Bundesrepublik haben am heutigen 28. Mai mehr als 160.000 Menschen den sofortigen Atomausstieg gefordert. Zu den Demonstrationen hatte ein großes Bündnis aus örtlichen und bundesweiten Anti-Atomkraft-Initiativen und Verbänden aufgerufen.

Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Städten: Berlin: 25.000, Hamburg: 20.000, Frankfurt am Main: über 8000, Kiel: 3500, Bremen: 3900, Hannover: 12000, Göttingen: 3500, München: 25000, Fürth 8000, Landshut: 8500, Mannheim: 4100, Freiburg: 10.000, Ulm: 4000, Bonn: 7500, Münster: 7000, Essen: 3500, Mainz: 2500, Dresden: 3200, Magdeburg: 750, Güstrow: 700, Erfurt: 1000 Weiterlesen

Atomkraft Schluss! – Aufruf zur Demonstration am 28.5. in Dresden

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg. Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht – offiziell auf Basis eines Sicherheitschecks aller AKW. Doch in Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist, die acht derzeit abgeschalteten Reaktoren endgültig stillgelegt werden und die restlichen ihnen folgen. Weiterlesen

Castor – stärkste Anti-Atom-Proteste seit Jahren – Die Uhren laufen weiter…

…und die Zeit, die dieser Regierung noch bleibt läuft langsam ab, denn sie steht für eine Politik, die sich gegen die Interessen der Menschen richtet – nicht nur in der Energiepolitik. Mehr als 50.000 Menschen haben sich am Samstag in Dannenberg an der Demonstration gegen die Atompolitik der Bundesregierung beteiligt.

Über 4.000 entschlossene Menschen haben bis heute morgen auf dem letzten Stück vor dem Atommüll-Zwischenlager gesessen. Die letzte Blockade vor dem Zwischenlager hat fast 45 Stunden lang die Straße dicht gemacht, bevor die Polizei auch die letzten räumte. Heute vormittag um 9:48 Uhr erreichte dann der Tieflader mit den 11 Castoren das Zwischenlager in Gorleben. Der Transport hat damit über 90 Stunden gebraucht. Damit war dieser Castortransport der mit Abstand längste den es bisher gab. Das klingt vielleicht banal, symbolisiert aber die Entschlossenheit derer, die sich dem Atommüll auf den Gleisen und der Straße entgegen stellten. Weiterlesen

Bundestag entscheidet Risiko-Verlängerung – Energiekonzept abfeiern!

Heute ist ein trauriger Tag für alle, die nicht Anteilseigner an einem der vier großen Stromkonzerne sind. Denn vom Bundestagsbeschluss zu längeren AKW-Laufzeiten profitieren nur RWE, Eon, EnBW und Vattenfall. Alle anderen in dieser Gesellschaft tragen zusätzliche Risiken. Tatsächlich beschließt Schwarz-Gelb eine Risiko-Verlängerung. Auch die Leipziger CDU Abgeordneten haben für die Laufzeitverlängerung und damit gegen Leipzig gestimmt (hier die namentliche Abstimmungen). Weiterlesen