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Widerstand gegen NATO-Kriegsübungsmanöver DEF 2020 formiert sich

Im April und Mai 2020 plant die NATO eines der größten Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Mit insgesamt 37.000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 NATO-Staaten sowie aus Finnland und Georgien wird eine neue Dimension umweltschädigender militärischer Aktivitäten erreicht. Bis zu 20.000 US- GIs mit entsprechendem schwerem Gerät werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist neben der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit die Demonstration einer blitzschnellen Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke zu demonstrieren. Deutschland wird zur Drehscheibe der Truppenverlegungen mit dem neuen Joint Support and Enable Command der NATO in Ulm, dem Umschlaghäfen Bremerhaven und Nordenham, den Convoy Support Centern Garlstedt (Niedersachsen), Burg (Sachsen-Anhalt) und dem sächsischen Truppenübungsplatz Oberlausitz. Geleitet wird das Manöver über das EUCOM in Stuttgart. Operativ zuständig für Transport und Manöver ist das US-Heereskommando Europa in Wiesbaden. Die Echtzeit-Datenübertragung ergänzende Transporte erfolgen unter anderem über die Satelliten-Relaisstation auf der US-Airbase Ramstein. Während der Transporte wird es zu schweren Einschränkungen des Straßen- und Schienenverkehrs entlang der Transportstrecken kommen. Die Bundeswehr hat bereits vorsorglich mit der Deutschen Bahn AG eine Vorfahrtsregel für das Militär vereinbart. Weiterlesen

Stolpersteine: Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung

Vor 81 Jahren, am 9. November 1938, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Menschen. Einer von ihnen war Alfred Kästner. Als sich nach dem I. Weltkrieg die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gründete, gehörte er 1919 zu den Mitbegründern der Ortsgruppe in Leipzig. Nach der Machtübernahme der Faschisten 1933 fanden in seinem Büro illegale Treffen statt und es wurden Flugblätter gedruckt. Im September 1933 wurde er verhaftet und zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Danach wurde er bis 1939 in die Konzentrationslager Sachsenburg und Sachsenhausen gesperrt. Nach seiner Entlassung schloss sich Alfred Kästner dem politischen Widerstand um die „Schumann-Engert-Kresse-Gruppe“ an. Mit seiner Hilfe entstand ein konspiratives Netzwerk von Gegnern der Faschisten über Parteigrenzen hinweg. Im Juli 1944 verhaftete die Gestapo die Protagonisten der Gruppe. Am 11. März 1945 wurde auch Alfred Kästner verhaftet. Sieben Tage vor der Befreiung Leipzigs verübte die Leipziger Gestapo ein letztes Massaker. Am 12. April 1945 gehörte Alfred Kästner (62 Jahre) zu jenen 53 Gefangenen, die auf dem Truppenübungsplatz Lindenthal erschossen und in einem Bombentrichter verscharrt wurden. Die Erinnerung an die Gräueltaten des Faschismus sind Grundlage für die Überwindung faschistischer Ideologien. Die Lehren des 2. Weltkriegs sind aktueller denn je: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Putzaktion auf dem Südfriedhof

Vielen Dank an die gut fünfzig Menschen die heute geholfen haben, in gut drei Stunden die Gräber der Leipziger antifaschistischen Widerstandskämpfer/innen im Ehrenhain auf dem Südfriedhof zu reinigen.

Ehrendes Gedenken der Toten und Mahnung für heute

Vor achtzig Jahren brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Menschen. Vor diesem Hintergrund wird heute in Leipzig auf verschiedenen Veranstaltungen an die Ereignisse vom November 1938 erinnert und zugleich gemahnt, gegen Rassismus und Antisemitismus zusammenzustehen.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten der Bundesrepublik und in mehreren Ländern Europas. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst dort wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

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Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert

Ein Freund von mir hat im März im Dresdner Verlag Voland & Quist ein Buch über Hasso Grabner (1911-1976) veröffentlicht.
Grabner war einer der führenden Jungkommunisten in der Weimarer Republik, wurde von den Nazis verhaftet, ins Zuchthaus geworfen und später im KZ Buchenwald interniert. Er kam frei, überlebte in einem Strafbataillon den Krieg und baute nach 1945 an vorderster Front die DDR mit auf. Er war Chef aller ostdeutschen Stahlwerke und erster Leiter beim Aufbau des Großkombinats „Schwarze Pumpe“. Später arbeitete er als Schriftsteller. Grabner eckte mit seiner pragmatisch-anarchistischen Art aber immer wieder bei der Obrigkeit an, wurde von der Stasi überwacht, mehrfach von der SED zum Hilfsarbeiter degradiert und bekam zwischenzeitlich sogar Publikationsverbot. Dennoch verkauften sich seine Bücher in der DDR mehrere 100.000 Mal. Nach seinem Tod fiel er in Vergessenheit.
Francis Nenik hat seine irrwitzige Biographie in Form eines erzählenden Sachbuches rekonstruiert. Das Buch ist jetzt für den Preis der unabhängigen Verlage nominiert. Schaut einfach mal rein – und stimmt ab, wenn euch das Buch gefällt.  Weiterlesen

Reichstagsbrandprozess

Heute vor 85 Jahren, – am 27. Februar 1933, wenige Minuten nach 21 Uhr, stand in Berlin das Reichstagsgebäude in Flammen. Um der kommunistischen Bewegung in Deutschland, aber auch der kommunistischen Weltbewegung einen entscheidenden Schlag versetzen zu können, organisierte die Hitlerregierung gegen die angeblichen Brandstifter des Reichstages, Marinus van der Lubbe, Ernst Torgler, Georgie Dimitroff, Blagoi Popow und Wassil Tanew, einen Prozess, der vom September bis Dezember 1933 in Berlin und Leipzig stattfand. Mit dem Reichstagsbrandprozess sollten die Kommunisten als kriminelle Verschwörer und Putschisten verunglimpft und damit alle Zwangsmaßnahmen gegen die Arbeiterklasse und ihre Organisationen gerechtfertigt werden.  Weiterlesen

Stellungnahme

Aufgrund aktueller Diskussionen um meine Person möchte ich zu gewissen Vorwürfen und kritischen Kommentaren, die meine politische Arbeit betreffen, Stellung nehmen.

Die Existenz von verschiedenen Blogeinträgen und Artikeln im Internet hat dazu geführt, dass meine Äußerungen, meine Aktionen und nicht zuletzt auch meine Intentionen von einigen Personen meiner Meinung nach fehleingeschätzt wurden und werden. Ich war bisher der Auffassung, dass sich solche Unklarheiten über meine politische Positionierung in persönlichen Gesprächen besser klären lassen als auf schriftlichem Weg, doch die Erfahrungen der letzten Wochen haben die Notwendigkeit einer solchen Stellungnahme verdeutlicht. Dies vor allem deshalb, da ich mittlerweile sehe, dass meine Person wie auch meine Arbeit weiterhin gezielt diffamiert werden und dies Spaltungen in einigen Netzwerken herbeiführt und wohl auch herbeiführen soll. Maßgeblich geht es hier um mein friedenspolitisches Engagement vor zwei Jahren, zu welchem aber auch heute noch diverse Artikel veröffentlicht werden, die mir u.a. „Querfrontbestrebungen“, „Rechtsoffenheit“, „Antisemitismus“, „Verschwörungstheorien“ und noch weiteres andichten. Ich hoffe, dass die Schreiber/innen und die Rezipienten ihre bisherigen Aussagen und Auffassungen überdenken und sie gegebenenfalls revidieren. Weiterlesen