Schattenfinanzplätze schaffen Armut – Deutschland auf Platz 8 im weltweiten Ranking

Heute ist der neue Schattenfinanzindex 2013 (Financial Secrecy Index) erschienen, der vom Tax Justice Network (TJN) seit 2009 erstellt wird und zuletzt 2011 erschien. Der Index ist die weltweit größte Untersuchung dieser Art und listet 82 Finanzzentren nach dem Grad ihrer Geheimhaltung und ihrem Anteil am Weltmarkt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen auf. Die BRD nahm damals Platz 9 ein. In der heute veröffentlichten Studie wird das Land im internationalen Vergleich auf Platz 8 eingeordnet. Das ist bemerkenswert und wird großteils durch den mangelhaften  Austausch steuerrelevanter Informationen und der großen Bedeutung als Finanzplatz verursacht. Schätzungen gehen davon aus, dass in der BRD jährlich zwischen 29 und 57 Milliarden Euro „gewaschen“ werden. Speziell zur Rolle Deutschlands gibt es hier einen gemeinsamen Bericht von Misereor, Global Policy Forum Europe, WEED und dem TJN. Weiterlesen

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Neues aus dem Netzwerk Steuergerechtigkeit: Deutschland im Schattenfinanzindex

Das Europaparlament hat jüngst die EU in einer Entschließung aufgefordert, mehr gegen Steueroasen und Steuerhinterziehung zu unternehmen (Vgl. hier). Gleichzeitig lancierte die parlamentarische Versammlung des Europarats eine Resolution, die ebenfalls Steueroasen und -hinterziehung anprangert. Über diese wird heute in Straßburg abgestimmt. Die Resolution stützt sich auf einen parlamentarischen Bericht, der den Schattenfinanzindex des Tax Justice Network ausführlich zitiert (Vgl. NZZ). Die Schweiz steht dabei im Zentrum des öffentlichen Interesses, da die Schweiz an erster Stelle des Schattenfinanzindexes von 2011 steht. Jedoch schneidet Deutschland beim Schattenfinanzindex ebenfalls nicht gut ab.

G20 – Die Nebel lichten sich

Seit wenigen Tagen ist der Blog Steuergerechtigkeit online. Hier der Verweis auf einen interessanten Artikel zum Treffen der G20 in London von Markus Meinzer.

Die Beschlüsse des G20 Gipfels von London – Die Nebel lichten sich

Ähnlich gespannt wie ein Durchschnittseuropäer die Frühlingssonne ersehnt, blickten wir in diesen Tagen auf London und den G20-Gipfel. Ein zerklüfteter Nebelschleier hing in den vergangenen Tagen über London, verhinderte die Fernsicht und schien den Winter ein bisschen zurückzubringen. Gestern abend endlich formulierten die Regierungschefs der wichtigsten Wirtschaftsmächte die Ergebnisse ihrer Verhandlungen über die Antworten auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise. Bis zum Schluss waren die Passagen zu Steuer –bzw. Verdunkelungsoasen in der Schwebe und es war nicht sicher, ob eine ‚schwarze Liste’ vorgelegt würde. Schließlich haben sich die G20-Staaten auf eine Liste geeinigt, die von der OECD gestern noch veröffentlicht wurde. Nun lässt sich das Gesamtbild der künftigen Steueroasenpolitik besser überblicken. Weiterlesen