Bildung ist keine Ware! – Demonstration in Leipzig am 21.06.2017

Vor 18 Jahren, am 19. Juni 1999 wurde in der Aula Magna der Universität Bologna die Bologna-Erklärung (pdf) von den beteiligten Ländern unterzeichnet. Was ursprünglich nach einer guten Idee klang, – die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Bildungsraumes mit vergleichbaren Abschlüssen -, entpuppte sich in der praktischen Umsetzung letztlich als Desaster. Denn die Umsetzung der Bologna-Reform wurde als Selektionsinstrument sowie als Mittel zum neoliberalen Umbau der Hochschulen eingesetzt und war praktisch vor allem ein Sparprogramm zu Lasten der Studierenden. Weiterlesen

Gemeinsam länger lernen in Sachsen – Einladung zur Vorbereitung einer landesweiten Initiative

Am Mittwoch, 02.07.2014 in Dresden und am Donnerstag, 03.07. 2014 in Leipzig, jeweils um 19 Uhr, findet ein erstes Informations- und Gründungstreffen der Initiative „Gemeinsam länger lernen in Sachsen“ statt. Ziel ist ein breites landesweites Netzwerk zu schaffen um ein Volksbegehren vorzubereiten.

Schule ist für Kinder und Jugendliche neben der Familie der wohl wichtigste Ort, um eigene Potentiale zu entfalten. Schule vermittelt Wissen, nimmt aber auch entscheidend Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit. Seit 1991 prägt Sachsen ein stark gegliedertes Schulsystem. Neben Grundschulen existieren Mittelschulen, Gymnasien sowie noch weitere sieben Förderschultypen im allgemeinbildenden Be­reich. Ausgehend von der Annahme, dass es lernstarke und lernschwache Schüler gibt, wird nach der 4. Klasse leistungsorientiert getrennt. Damit werden bereits im Alter von 10 Jahren die Weichen für den weiteren Bildungsweg eines Kindes gestellt. Weiterlesen

Zukunft braucht Bildung – Tausende bei Demonstration in Leipzig gegen Kürzungen in der Bildung

Aktuell demonstrieren gut 10.000 Menschen in Leipzig für eine bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen und Schulen und einen Stopp der Kürzungspläne.  Ein breites Bündnis aus bildungspolitisch Aktiven, Studierenden-, Schüler- und Elternvertretungen, Gewerkschaften sowie Parteien hatte zu der Demonstration „Kürzer geht’s nicht! – Zukunft braucht Bildung“ aufgerufen. Hintergrund für den gewählten Zeitpunkt der Demonstration sind auch die aktuell laufenden Haushaltsverhandlungen für den kommenden Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen. Weiterlesen

Aufruf zur Demonstration „Kürzer geht’s nicht!“ am 25.06.2014 in Leipzig

Das Problem ist nicht neu, – im Gegenteil: Jahr für Jahr werden, seit mittlerweile zwei Jahrzehnten in Sachsen die Stellen an den Hochschulen zusammengestrichen, Studiengänge geschlossen und „marktkonforme“ Strukturen etabliert. Egal ob in Sachsen eine CDU allein, eine Koalition zwischen CDU und SPD oder wie aktuell, eine Koalition zwischen CDU und FDP regiert: Die Kürzungen, der Stellenabbau und die Entdemokratisierung der Hochschulen wurden seit Anfang der ’90er Jahre bis heute weiter vorangetrieben.
Wie einerseits die lernresistente sächsische Landesregierung, gibt es aber glücklicherweise andererseits auch immer wieder Gegenwind und starken Protest aus den Hochschulen und anderen von Bildungs- und Sozialabbau betroffenen Einrichtungen. Einmal mehr wird am 25.06.2014 eine große Demonstration in Leipzig stattfinden Weiterlesen

10 Thesen – „Für eine demokratische und soziale Hochschule – Hochschulräte zu Kuratorien“

Ich möchte hier auf einen interessanten Beitrag hinweisen, der gestern in einem Workshop des DGB gehalten und auf den Nachdenkseiten veröffentlicht wurde und der die Kritik an der Ökonomisierung der Hochschulen und der Einführung von Managementstrukturen noch einmal gut zusammenfasst und aufzeigt wie es anders geht.

„Für eine demokratische und soziale Hochschule – Hochschulräte zu Kuratorien“

Referat von Wolfgang Lieb auf einem Workshop des DGB zum Thema „Für eine demokratische und soziale Hochschule – Hochschulräte zu Kuratorien“ am 14. November 2013 in Berlin.

10 Thesen zur Kritik an Hochschulräten, Vorschläge für eine neue Balance zwischen der institutionellen Autonomie der Hochschulen einerseits und der subjektiven, individuellen Wissenschaftsfreiheit der Hochschulangehörigen andererseits und drittens der demokratischer Verantwortung des Staates im Spannungsfeld der Freiheit von Forschung und Lehre. Weiterlesen

Transatlantisches Freihandelsabkommen stoppen

Wie vor einigen Monaten bereits hier geschrieben, verhandeln EU-Kommission und US-Regierung derzeit die Transatlantische Han­dels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Die Verhandlungen finden weitgehend abgeschirmt von der kritischen Öffentlichkeit statt und auch die Parlamente der betroffenen Länder werden nicht ausreichend informiert – sie sollen erst nach Vertragsabschluss mit „ja“ oder „nein“ abstimmen. Weiterlesen

Freihandelsabkommen – Lizenz zum plündern

Der nächste Vorstoß zur „Liberalisierung“ und letztlich Privatisierung kommt über das EU-US-Freihandelsabkommen TTIP und läuft bereits. Die Verhandlungen sollen im Oktober 2014 abgeschlossen sein. Eine Ausnahme des Wassersektors aus der Verhandlungsmasse wurde vom EU-Parlament abgelehnt, wie übrigens auch Bildung und Gesundheit. Nur für Kulturförderung konnte eine Ausnahme erreicht werden. Weiterlesen