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Über die Folgen der Auslagerung staatlicher Verantwortung an Private – ein paar Denkanstöße

Ein Artikel von Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten: Am 30. Oktober machte uns Dr. Martin Weigele, früherer stv. Aufsichtsratsvorsitzender von T-Mobile und Herausgeber von T-Blog, darauf aufmerksam, dass ihn die Fehlbuchungen von 55 Milliarden bei der Bad Bank der HRE an eigene Erfahrungen mit der Deutschen Telekom und ihrer Privatisierung erinnern. Die Beteiligungen des Bundes seien außer Kontrolle geraten, meint Weigele. Damit hat er vermutlich Recht. Sein Hinweis sollte ein Anstoß sein, darüber nachzudenken und zu recherchieren, welche schrecklichen Folgen die Überantwortung staatlicher Verantwortung an Private haben kann und vermutlich mit mehrstelligen Milliardenfolgen auch tatsächlich hat. Weiterlesen

Beutezug Ost – Die Treuhand und die Abwicklung der DDR

Frontal 21 hat gestern eine interessante Dokumentation zur Deutschen Einheit und der damit verbundenen Vereinigungskriminalität ausgestrahlt. Ein guter Bericht über eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Die Dokumentation berichtet über die Währungsumstellung von Ost auf Westmark, die damit einhergehende Abwertung des Wertes der Ostwährung und der Ostprodukte um faktisch ca. 400 Prozent und die dadurch programmierte Abwicklung einer ganzen Volkswirtschaft. Weiterlesen

Bundesrechnungshof hält PPP für nicht effizient

Ein Gutachten des Bundesrechnungshofs (BRH) bescheinigt im Rahmen von Öffentlich-Privaten Partnerschaften durchgeführten Projekten mangelnde Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Konkret wurde in dem Gutachten der geplante Ausbau von vier Autobahnabschnitten (A8/Augsburg – München, A1/Bremer Kreuz – Dreieck Bucholz, A5/Malsch – Offenburg, A4/Gotha – Landesgrenze Thüringen/Hessen) unter die Lupe genommen. Die von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee favorisierte Lösung sei laut Gutachten in puncto Effizienzgewinne bei Bau, Betrieb und Erhaltung begrenzt und auch nicht schneller als durch die öffentliche Hand zu realisieren. Unterm Strich würde der Staat sogar ein Minus machen. Geplant ist, dass der private 30 Jahre den größten Teil der anfallenden Mautgebühren einnehmen darf, für manche Projekte würde der Staat eine kleine Anschubfinanzierung vornehmen, ansonsten würden keine Kosten entstehen – in der Theorie.

Quelle: Umweltbriefe 11/2009 – Die Studie „Öffentlich private Partnerschaften (ÖPP) im Bundesfernstraßenbau kann auf den Seiten des Bundesrechnungshofes abgerufen werden.

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Bundesweite Plattform der AntiPrivatisierungsInitiativen: www.kommunal-ist-optimal.de