Niedrige Löhne – gefährliche Arbeit

Beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch vor vier Jahren kamen mehr als 1000 Menschen ums Leben. Der Einsturz des Rana Plaza Gebäudes ist der bisher katastrophalste Fabrikunfall des Landes. Damals war die Welt schockiert und die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie waren auf einmal Thema in zahlreichen Medien. Die Gebäudesicherheit ist nach wie vor ein großes Problem. Ein Unglück wie bei Rana Plaza kann jeden Tag wieder passieren, aber es ist nicht nur die fehlende Gebäudesicherheit, sondern es sind vor allem die Hungerlöhne, die die Menschen aktuell wieder auf die Straße treiben. Seit Dezember vergangenen Jahres sind zahlreiche Gewerkschafter, Arbeiterinnen und Arbeiter verhaftet und Gewerkschaftsbüros geschlossen worden, weil sie sich an einem friedlichen Streik für eine Verdreifachung der Löhne beteiligt haben. (Petition zur Unterstützung der Streikenden hier.) Außerdem wurde gegen Hunderte Arbeiterinnen und Arbeiter Anzeige erstattet und über 1.500 Menschen aus Fabriken entlassen, die Kleidung für H&M, Inditex (Zara/Bershka), VF (North Face) und Gap produzieren. Die Kritik richtet sich in erster Linie an die großen Modeketten und Handelshäuser in Europa und den USA. Sie lassen in Bangladesch produzieren, zu extrem niedrigen Löhnen und schlechten Sicherheitsvorschriften.  Weiterlesen

Fluchtursache Freihandel: Europa Plündert Afrika (EPA)

Die öffentliche Kritik an TTIP und CETA, den geplanten Investitionsschutz- und Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA und Kanada, ist mittlerweile groß. Was die meisten Menschen hierzulande nicht wissen: Die EU zwingt auch vielen anderen Ländern derartige Verträge auf. Dieses Thema ist u.a. eines der Kernfelder mit denen sich Attac seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten beschäftigt und für Alternativen zur neoliberal ausgerichteten Handelspolitik einsetzt.

Seit 2004 drängt die EU afrikanische Staaten zum Abschluss dieser Freihandelsabkommen. Teil dieser Politik ist eine sogenannte „EU Rohstoffstrategie“. Diese Abkommen kommen Knebelverträgen gleich und behindern die Entwicklung der jeweiligen Länder massiv. Aber der Widerstand gegen die EPAs wächst… Weiterlesen