Übergriff auf Migranten bei Buchvorstellung in der Universität Leipzig – Killing Antifaschismus softly

Aufgrund der Ereignisse der letzten beiden Tage während zweier Veranstaltungen an der Universität Leipzig möchte ich hier in Kurzform darüber berichten, – vor allem auch weil Falschdarstellungen im Netz davon kursieren und auch weil mir, als überzeugtem Antifaschisten, viel daran liegt diesen Begriff nicht den Neokonservativen und ihren Wasserträgern zu überlassen.

Für den Donnerstag, 12.03. hatte der Leipziger Arbeitskreis Nahost zu einem Vortrag von Annette Groth (MdB DIE LINKE) in den Hörsaal des Geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ) eingeladen. Dieser Vortrag wurde von ca. 30 Leuten direkt zu Beginn durch das Wedeln von Israelfahnen und dem Rufen von Parolen derartig gestört, dass die Referentin nicht mit dem Vortrag beginnen konnte. Die Veranstalter zogen es deshalb, – und aus Sicherheitsgründen vor, den Veranstaltungsort zu wechseln und Vortrag und Diskussion fanden dann mit 45 minütiger Verzögerung in kleinerem Kreis mit den Interessierten in einem Café statt.

Zu der für den Folgetag vom Arbeitskreis Nahost eingeladenen Buchvorstellung des neu erschienenen Buches „Antifa heißt Luftangriff!“ mit der Herausgeberin Susann Witt-Stahl gab es wiederum Zwischenfälle wobei die Situation kurzzeitig eskalierte (Hier eine Rezension: „Killing Antifaschismus softly“). In dem Sammelband werden aktuelle Entwicklungen eines Antifaschismus analysiert, der sich Susann Witt-Stahl und Michael Sommer zufolge zwar revolutionär gebe, doch zunehmend systemfromm und affirmativ sei. Weiterlesen

Kein Frieden mit der NATO

Heute beginnt die sogenannte NATO Sicherheitskonferenz in München. Entgegen der Selbstdarstellung der Veranstalter geht es dort weder um Sicherheit noch um Frieden auf dem Globus. Die SIKO ist eine Versammlung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Machteliten vor allem aus den NATO- und EU-Staaten, die sich über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft und über gemeinsame Militärinterventionen verständigen. Vor allem aber ist die SIKO ein medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Milliarden-Rüstungsausgaben und ihrer auf Lügen aufgebauten völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden. Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Ausweitung des Krieges in der Ukraine und die Aufstockung der „schnellen Eingreiftruppe“ gegen Russland. Statt 13.000 soll diese nun 30.000 Soldaten umfassen, wovon 5.000 bis 7.000 eine sogenannte Speerspitze bilden sollen. Den größten Anteil dieses „Speerspitzenkontingents“ soll die Bundeswehr stellen. Dieser Einsatz steht lang schon fest und die heute in den Medien lancierten Meldungen von Friedensgesprächen und Vermittlungsvorschlägen Merkels und Hollandes bei Putin sind nichts als Augenwischerei und gehören zum Drehbuch. Weiterlesen

Flucht, Vertreibung und Ursachen – Veranstaltungshinweise

Auch wenn unsere globaLE-Reihe erst wieder im Sommer regelmäßig wöchentlich stattfindet, zeigen wir auch dieses Jahr zwischendurch hin und wieder aktuelle Filme. Am vergangenen Sonntag lief der Film „Io sto con la sposa“ (An der Seite der Braut) im vollen Saal des Neuen Schauspiel, dazu hatten wir einen der Filmemacher zur Diskussion eingeladen. Der Film erzählt die wahre Geschichte von fünf geflüchteten Menschen, wie sie die Geschichte vieler an den europäischen Außengrenzen ist – bis diese nach Mailand kommen…. Eine 3.000 km lange Reise von Mailand nach Stockholm beginnt. 5 syrische Flüchtlinge, die mit einer inszenierten Hochzeit 5 europäische Grenzen „illegal“ überschreiten. Der Film ist eine Geschichte über die Flucht erzählt durch die Geflüchteten. Für alle die, die den Film nicht sehen konnten: Wir zeigen den Film in den nächsten Monaten noch einmal in Leipzig in einem größeren Rahmen. Der Termin dafür wird dann auf der globaLE Seite bekannt gegeben sobald er feststeht. Weiterlesen

Friedensdemonstration: 4000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Politik des Krieges und der Konfrontation

Gestern demonstrierten etwas über 4000 Menschen in Berlin für den Frieden. Die Bundesrepublik hat sich 25 Jahre nach Mauerfall zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt hochgearbeitet. Hundertausende Tote und Verwundete, Millionen Flüchtlinge, noch mehr Hunger und Armut sind die dramatischen Folgen von Kriegen, die primär für wirtschaftliche und geostrategische Interessen geführt werden – in Europa, im Nahen/Mittleren Osten, Afghanistan und in anderen Ländern. Die Bundeswehr ist an 17 Standorten im Ausland im Einsatz. Politische Führungskräfte überall auf der Welt sagen, noch mehr (High-Tech-) Waffen, Drohnen und eine Automatisierung der Kriegsführung sowie mehr Soldaten seien sinnvoll; noch mehr Rüstung, Waffenexporte und die Ausweitung des Krieges wären notwendig, um Frieden zu schaffen. Weiterlesen

Nein zum Krieg! Frieden ist Menschenrecht! – Kommt zur Demonstration am 10.12.2014 um 18 Uhr vor die Moritzbastei

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die Lehren aus den Verbrechen des Nationalsozialismus und das millionenfache Leid des II. Weltkriegs prägten die Formulierungen dieser Rechte.

Präambel
Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,…, verkündet die Generalversammlung…
Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

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„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ – Weltfriedenstag und Internationaler Antikriegstag am 1.9. um 17 Uhr in Leipzig auf dem Augustusplatz

Am Weltfriedens- und Antkriegstag am 01.09.2014 wird es von 17 bis ca. 20 Uhr eine Gemeinschaftveranstaltung der Leipziger Friedensinitiativen auf dem Augustusplatz geben. Neben der Verleihung des Leipziger Friedenspreises wird es mehrere Redebeiträge und musikalisches Programm im Rahmen der Friedenswache geben. Mehr Informationen: www.leipzig-gegen-krieg.de.

2014-09-01 Weltfriedenstag Flyer Leipzig

Roadmap to Apartheid auf dem globaLE Filmfestival in Leipzig

Am Donnerstag, 21.08.2014 wurde der mehrfach preisgekrönte Film „Roadmap to Apartheid“ im Clara-Zetkin-Park im Rahmen unseres globaLE-Filmfestivals gezeigt. Bei trockenem aber sehr kühlem Wetter interessierten sich etwa 170 Leute für den Film, der die schwierige Situation der Palästinenser im Gazastreifen, im Westjordanland und innerhalb Israels beschreibt und einen Blick auf die Apartheid-Analogie wirft. Hierbei wird die südafrikanische Geschichte beleuchtet und Ähnlichkeiten und Unterschiede zum laufenden Konflikt in Israel und Palästina herausgestellt. Weiterlesen

GlobaLE Filmfestival startet – vom 31.07. – 16.10.2014 globalisierungskritisches Kino in Leipzig

Vom 31.07. – 16.10.2014 findet wieder globalisierungskritisches Kino in Leipzig statt. Im Rahmen der globaLE zeigen wir an verschiedenen Orten jeweils Donnerstag Abend sowie in einigen Wochen auch an weiteren Abenden um 20 Uhr Filme mit anschließender Diskussion. Los geht’s diesen Donnerstag um 20 Uhr im Gemeinschaftsgarten Querbeet mit dem Film „Taste the waste“. Die Woche darauf sind wir dann im Clara-Zetkin-Park auf der Wiese zwischen Glashaus und Teich. Der Eintritt ist wie immer frei!

Hier das komplette Programm: Weiterlesen

Aufruf: Für eine solidarische Auseinandersetzung mit den Montagsmahnwachen

Mit der Bitte um Weiterverbreitung:

 

Liebe Friedensbewegte,
seit einigen Wochen gibt es das Phänomen einer neuen Friedensbewegung, die sogenannten Montagsdemonstrationen. Über den Charakter und die politischen Zielstellungen innerhalb dieser neuen Friedensbewegung wird viel diskutiert. Vor allem innerhalb des linken Milieus herrscht Uneinigkeit darüber, wie diese zu bewerten sei. Überwog vor allem am Anfang eine große Ablehnung, werden die Montagsdemonstrationen inzwischen differenzierter betrachtet. Genau das beabsichtigt auch der folgende Aufruf. Weiterlesen

Deutschland Marschiert! – Wir halten dagegen!

Bundespräsident, Regierung, konservative Politiker und Medien treten verstärkt auf, um Deutschlands Rolle in der Weltpolitik dem ökonomischen Gewicht anzugleichen – wie sie es ausdrücken.  Militärische Einsätze und Kriege werden dabei ausdrücklich einbezogen. Schluss mit Zurückhaltung soll sein und der unselige bürgerlich-konservative  Staat alten Schlages, in dem Kriege lediglich als Politik mit anderen Mitteln angesehen werden, steht auf der Tagesordnung. Weiterlesen

Kein Krieg! Jeden Montag 18 Uhr auf dem Augustusplatz

Der Konflikt in der Ukraine spitzt sich zu. Während in dieser Woche ein großangelegtes Militärmanöver in ganz Norddeutschland stattfindet, werden bereits die Manöver „Rapid Trident“ und „Sea Breeze“ vorbereitet. NATO und US-Truppen sollen zusammen mit ukrainischen Truppen gemeinsame militärische Manöver auf dem ukrainischen Territorium im Juli durchführen. Weiterlesen

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! – Friedenskundgebung, jeden Montag 18 Uhr Augustusplatz

In der Ostukraine finden die ersten Kämpfe statt. Die Bundesregierung hat u.a. Eurofighter der Bundeswehr an die ukrainische Grenze entsandt. Ein Testfall neuer deutscher Machtpolitik? Eine starke Friedensbewegung ist jetzt – gerade auch hier bei uns – absolut wichtig. Darum kommt zur Montagskundgebung unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ und bringt Euch dort inhaltlich ein. Weiterlesen

Wenn Journalisten vergessen oder irren…

Ein Beitrag eines Freundes und langjährigen Mitstreiters zu den aktuellen Berichterstattungen zum Konflikt in der Ukraine, den ich hier gern veröffentlichen möchte:

Wenn Journalisten vergessen oder irren…

„Irren ist menschlich“ und Vergessen auch. Es geschieht uns täglich. Meist läßt es sich erträglich reparieren.

Wie jedoch ist das bei Journalisten, wenn sie sich berufsmäßig zu politischen Konflikten äußern, um vor allem zu informieren um damit ihre Adressaten für fundiertes eigenes Urteilen auszustatten? Nachwirkungen von journalistischem Vergessen oder Irren können weit reichen und sind nicht ohne weiteres zu stoppen.

Speziell kollektives journalistisches Vergessen oder Irren scheint ein Problem. Bisweilen breitet es sich epidemisch über die unterschiedlichsten Autoren und Medien hin aus, obgleich (oder weil?) doch Journalisten wahrscheinlich nichts so häufig lesen und hören wie von Berufskollegen Verfaßtes. – Die jüngsten Wochen und Tage liefern ein Beispiel.

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Die Kriegstreiber sind unter uns! – Sand im Getriebe Nr. 108

Der aktuelle Rundbrief „Sand im Getriebe“ (SiG) der internationalen Attac-Bewegung ist soeben erschienen. Er enthält eine ganze Reihe guter und aktueller Beiträge und ich stelle ihn gern hier als pdf zum herunterladen online (ca. 3 MB).

2014-02-12 Attac Sand im Getriebe Nr 108

Die Ausweitung der Kriegszone mit deutscher Hilfe

Das Nachrichtenmagazin Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht. Darin spricht der investigative US-Journalist Jeremy Scahill zum ersten Mal über die deutsche Rolle bei den geheimen Kommandoaktionen der USA. Deutschland sei ein wesentlicher Helfer, der das US-Tötungsprogramm erst ermögliche. Vom US Afrika Kommando „AFRICOM“ in Stuttgart würden neben dem Drohnenkrieg viele Operationen des Joint Special Operation Command, der geheimen militärischen Eliteeinheiten der USA, geplant. Weiterlesen