Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus

Ein Artikel von Jens Berger der heute auf den Nachdenkseiten veröffentlicht worden ist:

Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus
Land Grabbing ist im Trend. In den letzten Jahren wurden in den Entwicklungsländern rund 60 Millionen Hektar Land zur landwirtschaftlichen Nutzung an ausländische Investoren verkauft oder verpachtet – Tendenz stark steigend. Dies entspricht rund einem Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche der EU, eine Fläche doppelt so groß wie Deutschland. Neben den steigenden Lebensmittelpreisen stellt vor allem die immer stärker wachsende Nutzung von Biokraftstoffen die größte Triebfeder für das Land Grabbing dar. Während die Folgen für die betroffenen Kleinbauern katastrophal sind, kalkulieren die Investoren mit zweistelligen Renditen. Auch in diesem Punkt liegt Land Grabbing im Trend. Waren es früher die Nationalstaaten der nördlichen Hemisphäre, die die Länder des Südens durch den Kolonialismus ausbluten ließen, so haben diese Funktion heute globale Konzerne, Banken und Investmentfonds übernommen. Weiterlesen

Gut besuchte letzte Open Air Veranstaltungen unserer globaLE Reihe

An den beiden vergangenen Donnerstagen fand wie die Wochen davor globalisierungskritisches Kino auf der Wiese im Richard-Wagner-Hain statt. Im Rahmen der globaLE zeigten wir am 29. August den österreichischen Dokumentarfilm „Der Prozess“ aus dem Jahre 2011 von Gerald Igor Hauzenberger. Der Film schildert sehr eindrücklich den über ein Jahr dauernden Prozess gegen 13 Tierschützer, die nach Paragraf 278a, dem sogenannten Mafia-Paragrafen in Österreich, angeklagt wurden. Weiterlesen

Under Pressure – Krisen. Kämpfe. Transformationen. 34. BUKO-Kongress vom 17.-20. Mai 2012 in Erfurt

Unter dem Titel „Under Pressure – Krisen. Kämpfe. Transformationen“ findet vom 17.-20.05.2012 der diesjährige Kongress der Bundeskoordination Internationalismus in Erfurt statt. Der Aufruf zur Konferenz:

Der Druck steigt: Krisen

Eine Krise jagt die nächste: Immobilienblasen platzen. Großbanken gehen pleite. Schulden explodieren. Der Euro taumelt. Ganzen Staaten droht die Zahlungsunfähigkeit. Milliarden fließen in Rettungsschirme. Weitere Milliarden in die Rettung der Rettungsschirme. Rette sich, wer kann, heißt die Devise, und wer nicht kann, bleibt im Regen stehen. Weiterlesen