Amazon Streik – für faire Löhne und vernünftige Beschäftigungsbedingungen

Heute wird erneut bei Amazon in Leipzig gestreikt. Die Kolleginnen und Kollegen haben meine vollste Unterstützung bei ihren Forderungen zur Aufnahme von Tarifverhandlungen und dem Abschluss eines Tarifvertrages analog dem Tarifvertrag im Einzel- und Versandhandel.

Nicht nur in Leipzig zahlt Amazon einen viel zu geringen Teil an Gewerbesteuern. In Deutschland kontrolliert Amazon zwischen einem Fünftel und einem Viertel des Online-Versandhandels und erwirtschaftete allein im letzten Jahr einen Erlös in Höhe von 6,5 Mrd. Euro. Gleichzeitig zahlte der Konzern nur einen Bruchteil an Steuern hierzulande. Amazon nutzt einerseits seine Marktmacht um Renditen auf Kosten der Anbieter und Verlage einzufahren, andererseits fährt der Konzern eine unsoziale Unternehmenspolitik auf Kosten seiner Mitarbeiter und auch der öffentlichen Kassen. Weiterlesen

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Abstimmung über Streik bei Amazon in Leipzig

Heute findet in der Leipziger Niederlassung von Amazon eine Urabstimmung über einen möglichen Streik der Belegschaft statt. Damit soll Druck gemacht werden um der Forderung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen und dem Abschluss eines Tarifvertrages analog dem Tarifvertrag im Einzel- und Versandhandel Nachdruck zu verleihen. Weiterlesen

Amazons Steuervermeidung erreicht Deutschland

Aktuelles vom Blog Steuergerechtigkeit: Die Wirtschaftswoche berichtete gestern über die katastrophalen Auswirkungen der Steuerflucht von Amazon auf kleine und lokale Buchhändler. Wiwo schreibt:

„Der Steuertrick von Amazon heißt Luxemburg. Hier sitzt die Zentrale, über die das Buchhandelsgeschäft für Großbritannien aber auch Deutschland läuft. In Luxemburg gelten gedruckte wie elektronische Bücher als Kulturgut und werden daher nur mit einem sehr niedrigen Mehrwertsteuersatz von drei Prozent besteuert. Weiterlesen

Papier ist geduldig

Es ist das alte Spiel – um Kosten zu minimieren, scheint vielen Unternehmen jedes Mittel recht. Der Online-Versandhändler Amazon ist dabei schon mehrfach in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Der Grund: Vom Jobcenter im Rahmen von „Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“ mit öffentlichen Mitteln ausgebildete Fachkräfte werden dort mit Kusshand genommen, mit befristeten Arbeitsverträgen ausgestattet und kurz vor der Entfristung entlassen, damit das Spiel – mit neuen Arbeitnehmern, neuen Steuergeldern – von vorn beginnen kann.
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1. Mai – Tag der Arbeit(nehmerfreizügigkeit)

Am 1. Mai 2011, dem Kampftag der Arbeiterbewegung, tritt die Arbeitnehmer(Innen)freizügigkeit in Deutschland in Kraft. Die Übergangszeit von sieben Jahren läuft dieses Jahr aus. EU-BürgerInnen können ab diesem Zeitpunkt uneingeschränkt zu den im jeweiligen Stammland des Arbeitgebers geltenden Arbeits- und Tarifbedingungen in Deutschland arbeiten. Aufgrund eines fehlenden flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland ist damit allerdings weiteres Lohndumping vorprogrammiert. Die Leiharbeitsfirmen sitzen bereits in den Startlöchern und bereiten sich seit Wochen auf diesen Termin vor.